kreusserga


KREUSSER (auch KREÜSSER, KREUSER, KREUßER, KREYSER, KREISER, CREUSER, CREITZER u. ä.), GEORG ANTON * Heidingsfeld (heute Stadtteil von Würzburg) 27. Okt. 1746 | † Aschaffenburg 3. Nov. 1810; Konzertmeister, Violinist, Komponist, Kompositions- und Musiklehrer

Väterlicherseits ist die verzweigte Familie von Handwerkern und Kaufleuten bis ins frühe 17. Jahrhundert in Lengfurt am Main zurückzuverfolgen. Georg Anton Kreussers Großvater Johann Conrad – wie schon dessen Vater von Beruf Glaser – war nach Heidingsfeld bei Würzburg gezogen und hatte dort eine Familie gegründet. Auch Sohn Bartholomäus wurde Glaser; er ehelichte 1729 Eva Elisabeth Mittnacht aus Heidingsfeld. Von ihren neun Kindern bildeten sich der älteste Sohn Johann Adam (1732–1791; s. weiter unten) und der jüngste Georg Anton zu Berufsmusikern aus. Die Familie des in Lengfurt verbliebenen Urgroßonkels brachte ebenfalls zwei Berufsmusiker hervor, Johann Matthäus Kreusser (1762–1833) und Peter Anton Kreusser (1765–1831; Violinist in Paris und London) – wobei der Würzburger Zeitgenosse Johann Barthel von Siebold allen Mitgliedern aus beiden Familienzweigen „ausgezeichnete Liebe zur Musik“ bescheinigte, ausdrücklich auch den Töchtern.

Noch bevor Georg Anton 1758 zwölfjährig Vollwaise wurde, muss er ähnlich seinen Brüdern in der Heimat die entscheidende musikalische Grundschulung erhalten haben, etwa bei mit der Familie befreundeten Kantoren oder im benachbarten Würzburg. Spätestens im Folgejahr, nach dem Tod des Bruders Johann Matthäus, holte ihn der in der Europametropole Amsterdam sesshafte Bruder Johann Adam – er war dort Konzertmeister am Theater der Amsterdamer Schouwburg – zu sich und verschaffte ihm Lehrer in der Komposition und im Spiel von Viola, Kontrabass und anderen Instrumenten. 1765 trat Georg Anton dort als „frère à talent“ der Freimaurerloge La Charité bei, wo er wie alle jüngeren Logenbrüder Musizierverpflichtungen nachzukommen hatte. 1766–1769 übertrug man ihm die musikalische Leitung an der katholischen Mozes en Aäronkerk, für die er auch eine Messe komponierte. 1770 trat er eine privat finanzierte Studienreise an, die ihn nach Salzburg, Neapel, Rom, Bologna – hier traf er Anfang Oktober Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart wieder, die er bereits 1766 in Amsterdam kennengelernt hatte –, dann nach Turin, Lyon und vielleicht auch nach Paris führte. Nach Amsterdam zurückgekehrt, leitete Kreusser dort mehrfach öffentliche Konzerte, etwa Anfang 1771 mit der damals bereits am Mainzer Hof engagierten Sopranistin Franziska Urspringer, sowie 1772 und 1773 Darbietungen umfangreicher eigener Kantaten. Als Komponist inzwischen durch den ansässigen Musikverleger Hummel bekannt (bis 1770 sechs Drucke, bis 1773 drei Drucke; dediziert Angehörigen aus Stadtregierung und Handelsstand), war er 1772 sogar für einen der Bewerber im öffentlichen Konkurs um die oberste jüdische Kantorenstelle in der Stadt auf diesem Gebiet tätig. Mit Amsterdam hielt Kreusser auch später Kontakt über Musikverlage und durch Konzerte, die er dort 1777 und 1791 gab; 1792 erklang seine Trauerkantate auf den Tod des aus Gernsheim gebürtigen Amsterdamer Dirigenten, Komponisten und Verleger Joseph Schmitt unter Mitwirken der Mainzer Hofsängerin Margarete Louise Schick.

Kreussers Ernennung zum Vizekonzertmeister am kurfürstlichen Hof zu Mainz am 13. Dezember 1773 anstelle des verstorbenen Gottfried Jacobi sowie zum Hofkonzertmeister am 21. Februar 1774 nach dem Tod des erkrankten Konzertmeisters Ignaz Schwachhofer erfolgte noch unter Kurfürst Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim, der bald darauf auch Kreussers Amsterdamer Schüler und Freund Ernst Schick als Konzertgeiger anstellte. In der Besoldung (1774: 655 Gulden; 1791: 915 Gulden; zusätzlich Naturalien: 155 Gulden) war Kreusser Hofkapellmeister Johann Michael Schmidt gleichgestellt und lange die führende Musikerpersönlichkeit am Hof, da sich Schmidt auf die Kirchenmusik zurückzog und Kreusser den verjüngten instrumentalen Klangkörper alleine zu formen und zu leiten hatte, zudem bis 1787 auch alle Organisation, Personal- und Materialaufsicht inklusive Musikkorrespondenz leistete. Die von Kreusser angestrebte Übernahme des Hofkapellmeisteramts scheiterte, als man 1787, nach Ernennung des neuen Hofmusikintendanten Franz Ludwig von Hatzfeldt, Vincenzo Righini aus Wien berief. Ihm hatte sich Kreusser seither unterzuordnen, hatte er auch die Stellvertretung des häufig abwesenden Righini inne. Eine fortan latente Zwei-Parteien-Situation in der Hofmusik, aber auch Kreussers genehmigte Konzertreise nach Berlin, Hamburg und London 1787/88 – zu ihr gibt es bislang keine weiteren Dokumente – sind als Antwort auf diese Entwicklung zu sehen. Bis zum Ende seiner Mainzer Zeit 1803 blieb Kreusser als Hofkonzertmeister und Komponist geschätzt, nicht nur in Mainz und Frankfurt, bei Hof oder in bürgerlichen Kreisen. Aus zeitgenössischen Zeugnissen ragen die Empfehlungen Leopold Mozarts an seinen Sohn heraus, die er aus Besorgnis um dessen Finanzen 1777 und 1778 äußerte, einerseits Kreusser als Konzertvermittler zu nutzen („Zu allem diesem könnte Dir H: Concertmeister Kreiser am besten verhelfen […] weil er überall in Maynz beliebt ist“; Brief vom 20. Nov. 1777), andererseits wie Kreusser mehr auf Publikumswirksamkeit und damit auf anhaltenden Erfolg zu setzen („Kreyser ist eben zur rechten zeit nach Maynz kommen als der Concertmeister Jacobi gestorben. Seine leichte ins ohr gehende Synfonien haben gefallen, er wurde also gleich Concertmeister. Nun studiert er sich zum Capellmeister geschickt zu machen; er ist bey allen beliebt, und wird diese Stelle mit der Zeit suchen.“; Brief vom 28. Aug. 1778).

Nach der Zurücksetzung hinter Righini betraute man Kreusser in Mainz weiter mit Kompositionsaufträgen, 1787 für die Feiern zur Koadjutorwahl, 1788 mit dem Eröffnungsprolog für das neue Theater, 1790 erklang sein Requiem bei einer Trauerfeier zum Gedenken für Kaiser Joseph I., und 1798, unter französischer Herrschaft, planten Mainzer Bürger die Gründung eines bürgerlichen Musikinstituts unter Kreussers Leitung. Das Oratorium Der Tod Jesu, auf Drängen Erthals vertont und 1783 von Bernhard Schott repräsentativ in Partitur gedruckt, wurde in Mainz bis 1809 immer wieder aufgeführt. Kompositionsschüler Kreussers waren in Mainz P. Odo Staab, Johann Friedrich Enslin, Caspar Josef Lizius, die Brüder Philipp Carl und Johann Heinrich Anton Hoffmann; in Aschaffenburg kamen ab 1803 Joseph Becker und Paul Emil Thieriot hinzu. Nach der Heirat mit der Aschaffenburger Bürgerstochter Maria Katharina Moesel im Jahr 1783 hatte Kreusser mit finanzieller Unterstützung des Kurfürsten 1786 einen stattlichen dreistöckigen Neubau in der Nähe des Mainzer Schlosses errichtet, der zusätzlich Mietzins abwarf und bis zum Tod sein Eigentum blieb, trotz politisch bedingter Umzüge. Die erste französische Besetzung der Stadt hatte Kreusser kurzzeitig zum Wegzug gezwungen. Während die Familie in Aschaffenburg Aufnahme fand, nutzte er die Zeit offenbar zu einer Reise, was ein Extrakonzert im Leipziger Gewandhaus am 15. Oktober 1793 nahelegt, das „Herr Konzertmeister Kreusser aus Mainz“ leitete. Während der nach preußischem Beschuss bald für vier Jahre wiederhergestellten kurfürstlichen Regierung in Mainz war Kreusser wieder vor Ort. Seit Beginn der zweiten französischen Besetzung 1797/98 abermals beurlaubt, zog er mit Jahresbeginn 1803 nach Aschaffenburg um, kurz bevor mit dem Reichsdeputationsschluss und der Errichtung des Fürstentums Aschaffenburg unter Carl von Dalberg die Pensionierung der Staatsdiener in Gang kam. In Aschaffenburg blieb er – ab 1804 unterstützt von Vizekonzertmeister Georg Albert Hom – für die dort reorganisierte Hofkapelle als leitender Konzertmeister und Vertreter von Hofkapellmeister Johann Franz Xaver Sterkel aktiv, der bis kurz vor Kreussers Tod in der Zweitresidenz Regensburg wirkte. Kreusser komponierte in der letzten Aschaffenburger Periode, in die auch die Drucklegung seiner Klavierlieder durch Schott in Mainz fällt, drei Violoncellokonzerte, eine Sinfonie, drei Streichquartette, zwei Kantaten und ein Singspiel. Bei Kreussers Tod lebten von den ursprünglich sechs Kindern – die Ehefrau war bereits 1793 verstorben – noch drei Söhne, von denen sich der älteste, Georg Alois (1788–ca. 1856), 1811 zwar als Musiker bezeichnete, sich aber als Händler bzw. Weinhändler in Mainz niederließ.

Werke — Vorbemerkung: Vom reichen Schaffen Kreussers – über 330 Kompositionen, davon 236 Instrumentalwerke (110 in Orchesterbesetzung, darunter 68 Sinfonien und 36 Konzerte sowie 126 in Kammermusikbesetzungen) und 100 Vokalwerke (52 geistlich, 48 weltlich) – ist etwas mehr als die Hälfte verloren. Die Verdopplung der Werkanzahl gegenüber dem 1975 erschienenen Werkverzeichnis von Edith Peters geht auf die später aufgefundene Liste zurück, die der Mainzer Verleger Carl Zulehner 1810 nach Ankauf des Nachlasses des Komponisten anfertigte und zwecks weiteren Verkaufs an die Musikhandlung von Ambrosius Kühnel in Leipzig schickte. Von einer Vermarktung dieser Musikalien, auch durch seine Kopieranstalt, haben sich kaum Spuren erhalten, ebenso wenig wie aus dem 1842 versteigerten Restbestand der Firma. Das Werkverzeichnis von Edith Peters (im Folgenden PetK) wird seit 2018 ergänzt von dem darauf basierenden, zugleich dank allgemein fortschreitender Quellenkenntnisse aktualisierten und aktualisierbaren systematischen Werkverzeichnis von Erich Staab. Instrumentalmusik – a) gedruckt: Sei Sinfonie (Widmung an Jonas Witsen) op. 2, Amsterdam: Hummel [1769], PetK 1–6; RISM K/KK 2023 <> Sinfonie (= Sinfonie périodique Nr. 5), Amsterdam: Hummel [1769], PetK 7; RISM K 2038 <> Six Simphonies (Widmung an Catherine Elisabeth de Hasselaar) op. 5, Amsterdam: Hummel [1770], PetK 8–13; RISM K/KK 2024 <> Six Simphonies (Widmung an Willem Feitama) op. 7, Amsterdam: Hummel [1772], PetK 15–20; RISM K/KK 2026 <> Six Simphonies (Widmung an Pierre van der Lyn), Amsterdam: Markordt [1776 (nicht 1774)], PetK 21–26; RISM K 2036 <> Six Symphonies (Widmung an Friedrich Anton Christoph von Dalberg) op. 9, Amsterdam: Hummel [1774/75], PetK 27–32; RISM K/KK 2029 <> Sinfonie (= Sinfonie périodique) (Widmung an den russischen Erbprinzen Paul Petrowitsch), Amsterdam/Berlin: Hummel [1776], PetK 33; RISM K 2039 <> Sei Sinfonie (Widmung an Damian Hugo Erwein von Schönborn) op. 1 [und 2] (2 Lieferungen zu je 3 Werken), Offenbach: André [1777], PetK 34–39; RISM K/KK 2021, K/KK 2022 – Nachdrucke s. RISM KK 2021a und 2021b <> Trois Symphonies (Widmung an Wilhelm Friedrich von Sickingen) op. 13, Amsterdam: Hummel [1778], PetK 40–42; RISM K 2034 <> Simphonie (= Simphonie periodique Nr. 31), Amsterdam: Hummel [1780], PetK 43; RISM K 2040 <> VI Sinfonies (Widmung an Philipp Karl von Hoheneck) op. 18, Mainz: Schott [1781], PetK 44–49; RISM K 2035 <> Simphonie (= Simphonie periodique), Mainz: Schott [1785], PetK 50; RISM K 2037 (untersch. Aufl.) – frühere Fassung (bis 1783) als Ms. in D-HR, F-Pn <> Concerto (Cemb., Orch.), Amsterdam: Markordt [bis 1775], PetK 56; RISM K 2041 (nur Cemb.) <> Six Quintets (Fl. bzw. Ob., Vl., Va., Vc., B. c.) op. 10, Amsterdam: Hummel [1775], PetK 57–62; RISM K 2030 – Nachdruck: Paris: Haina; RISM K 2031 <> Six Quatuors (Fl., Vl., Va., Vc.; Widmung an Johanna Maria Verhamme) op. 8, Amsterdam: Hummel [1773/74], PetK 63–68 (dort auch Bearbeitungen); RISM K 2027 – Nachdruck als Vanhall op. 14, Paris: Heina; RISM V 396 <> Six Quatuors Concertans (2 Vl. bzw. Fl./Vl., Va., Vc., B. c.; Widmung an Carl Philipp von Ingelheim) op. 12, Amsterdam: Hummel [1778], PetK 69–74; RISM K 2033 <> Six Quatuors Concertant (Strq.; Widmung an Kurfürst Friedrich Carl Joseph von Erthal), Paris: Sieber [ca. 1779], PetK 75–80; RISM K 2042 <> Trois Quatuors (Fl., Vl., Va., Vc.) op. 8, Livre 1, Bonn: Simrock [1803], nicht bei Peters; D-Mbs (digital) <> Trois Quatuors (Fl., Vl., Va., Vc.) op. 8, Livre 2, Bonn: Simrock [1803], PetK 87–89; RISM K 2028 <> Six Sonates (2 Vl., Vc.) op. 1, Amsterdam: Hummel [1768], PetK 90–95; RISM K 2020 (nur Vl. 1) <> Six Trios (2 Vl., Vc. bzw. 2 Fl., Vc.; Widmung an Jean François Cellier) op. 11, Amsterdam: Hummel [1779], PetK 102–107; RISM K 2032 <> VI Divertissements (2 Vl.; „a L’usage des Commencans“) op. 3, Amsterdam: Hummel [1770], PetK 108–113; RISM ID 1001133619, S-L (Abschrift; s. RISMonline) <> Sinfonie (Vl., Kl.; Widmung an „Madamoiselle M. A. Dian“) op. 6, Amsterdam: Hummel [1771], PetK 114; RISM K 2025 <> Sei Duetti (2 Vl.) op. 4, Amsterdam: Hummel [1770], PetK 144–149 (als verschollen); S-HÄ (Abschrift; s. RISMonline) <> Six Minuets et Contredanses (Kl.), Mainz: Schott [1785], PetK 115; RISM K 2043 – spätere Auflage s. RISM K 2044 <> b) ungedruckt (s. a. RISMonline): Sinfonia (f-Moll) [1770], PetK 14; I-Gl <> Sinfonia in C [bis 1783], PetK 51; D-HR, F-Pn <> Sinfonia in C [bis 1783], PetK 52; D-HR <> Sinfonia (C-Dur) [bis 1783] PetK 53; F-Pn <> Sinfonia (D-Dur) [1783] PetK 54; F-Pn <> Serenade [1776 bzw. 1783], PetK 55 bzw. PetK 129; D-HR <> 6 Quartetti (Strq.) [ca. 1780], PetK 81–86; D-Mbs (digital Nr. 1, 2, 3, 4), D-Rtt <> VI Sonate (2 Vl., Vc.) [1770], PetK 96–101; I-Gl <> 6 Divertissements (2 Vl.) [1778], nicht in PetK; Ms. 2015 im Antiquariatshandel <> 3 Duos (2 Fl.) [ca. 1800], nicht in PetK; B-Bc (Ms.) <> c) verschollen: sechs ungedruckte Sinfonien in C, sieben ungedruckte Sinfonien in D, Sinfonie in F [1806] <> 3 Konzerte und 12 Konzertsätze (Vl., Orch.), 5 Konzerte (Vc., Orch.; u. a. PetK 134), Konzert (Hr., Orch.; PetK 133), 5 Konzerte (Fl., Orch.), Konzert (Ob., Orch.), Konzert (Klar., Orch.), Konzert (2 Klar., Orch.), 2 Konzerte (Fag., Orch.), 2 Konzerte (Kl., Orch.), Konzertante (1773; PetK 127), Konzertante (Vl., Ob., Hr., Vc., Orch.; 1780; PetK 128) <> Andante und Allegro in D (Orch.), Andante in D (Orch.) <> je Sechs Menuette (Orch.) [1774, 1775, 1776] (PetK 130–132) <> 3 Märsche für türkische Musik <> Sonate für Vl., Va., Klar., Hr., Basso Es-Dur <> 3 Strq. C-, F-, A-Dur [ca. 1805]; 3 Rondos C-, D-, Es-Dur (Strq.); 14 Piecen (Fl., Vl., Va., Basso); Horn Quartetto in Es <> Sonate (2 Vl., Basso), 4 Sonaten (Vl., Va., Basso); 3 Sonaten (Fl., Vl., Basso); Sonate in B (Vl., Fg., Basso) <> Duo (Vl. Vc.) <> 6 Clavier Sonaten mit Begleitung der Violin; Sonate (Kl., Fl.) <> 12 Pezzetti musicali per un orologio <> Vokalmusik – a) Messen und andere liturgische Werke (vgl. auch MDB und RISMonline; ungedruckt, wenn nicht anders angegeben): Messe C-Dur, PetK 125; D-MZmi (Benedictus) <> Messe F-/D-Dur [1768], nicht in PetK; NL-Au <> Messe d-Moll/D-Dur [1794], PetK 119; D-TRb <> Messe d-Moll/D-Dur [ca. 1790], PetK 120; I-Fc <> Messe D-Dur [ca. 1790], PetK 123; I-Fc <> Messe D-Dur [ca. 1790], PetK 124; D-MBGk, I-Fc <> Messe Es-Dur [ca. 1794], PetK 118; D-F (Autograph Kreussers) <> Messe F-Dur [ca. 1790], PetK 121; D-BAd, I-Fc <> Messe A-Dur [ca. 1790], PetK 122; I-Fc <> Messe B-Dur [ca. 1790], nicht in PetK; D-MBGk <> Graduale A-Dur, nicht in PetK; D-Mbs <> verschollen: Messe C-dur, zwei Messen G-Dur, Messe B-Dur, Missa Cavata de Oratorio Jonas, 2 Requiemvertonungen D-Dur, Es-Dur; Libera me Domine; Proprien, Antiphonen, Hymnen, Te Deum, Miserere, Solomotetten, instrumentale Gradualien <> b) Oratorien: Die Bekehrung (1778), PetK 158; verschollen – Libretti: Mainz 1778; D-MZp (digital) sowie Mainz 1779; D-ERstaab <> Jonas (1779), PetK 159; verschollen <> Adams Verbannung (bis 1782), PetK 161; verschollen – Libretto Mainz o. J. (digital in D-GI) <> Der Tod Jesu. eine Kantate, Mainz: Schott [1783], PetK 117; RISM K/KK 2018 <> c) kleine geistliche Vokalwerke: 6 Geistliche Arien; verschollen <> Jüdische Synagogalgesänge, PetK 171; verschollen <> d) weltliche Vokalmusik: Singspiel Hermann, Fürst der Cherusker (1805); verschollen <> 11 Kantaten u. ä.; verschollen – Libretti überliefert zum Prolog Die Ausbreitung der Kunst (PetK 162) zur Einweihung des Mainzer Nationaltheaters 1788 (digital in D-B) und zur Kantate auf den Tod von Joseph Schmitt (PetK 163; 1791/92), in: Kabinet van mode en smak, 3. Teil, Haarlem 1792, S. 224–235 <> 27 Soloarien- und -ensembles; verschollen <> Aria composta per la Signora [Josepha] Helmuth („Non so benigne stelle“; S, Orch.); D-Mbs (Ms.) <> Sieben teutsche Lieder (Sst., Kl.; Widmung an Wilhelmine Neus, geb. Raghianti), Mainz: Zulehner [1803/04], PetK 116; RISM K 2019 (fälschlich auch KK 2045a) <> Lieder Auf die Befreiung und Auswechslung der Königl. Prinzessinn von Frankreich und Auf des Herrn Feldmarschall Grafen von Clerfait Exzellenz (Sst., Kl.), Mainz: Schott [1795/96]; RISM IN 144

Quellen und Referenzwerke (Auswahl) — KB Mainz <> Akten in: D-MZsa (Bestand 60 (Französisches Archiv) 0081, 0082, 0122, 0123, 0124; Bestand 22 (Akten und Amtsbücher der kurfürstlichen Zeit, Bauwesen) 786/IV/33 <> Amtsbücher aus Pfarreien; D-WÜd <> Akten in: D-WÜsta (Mainzer Geheime Kanzlei 225; Rechnungen 27462 1/2, 27462 1/3, 34003, 34004, 36710, 36996, 37133, 37134, 38374, 38375, 38668, 38760, 38761) <> Akten Gewandhaus zu Leipzig; D-LEsa (D Nr. 441, D Nr. 476) <> Briefe Carl und Georg Zulehners an Ambrosius Kühnel 1810–1812, in: D-LEsta (Best. 21070 C. F. Peters, Nr. 2628, 2631, 2634, 5021) <> Archief van de Parochie van de Heilige Antonius van Padua (Mozes en Aäron; NL-Asta (Bestand 688, Nr. 403 (Kaesboek 1764–1791), 594 Musici en zangers 1764–1792) <> Reisenotizen Leopold Mozarts (1765/66), Bericht Leopold Mozarts an seine Frau (10. Nov. 1770), Briefe Leopold Mozarts an den Sohn (20. Nov. 1777 und 27. Aug. 1778), in: Bauer/Deutsch, Bd. 1, S. 192–198, S. 402f, Bd. 2, S. 131 und 453<> Johann Georg Meusel, Art. Kreusser, in: Teutsches Künstlerlexikon 1789 und 1808 <> GerberATL (1790), GerberNTL (1813) <> Johann Barthel von Siebold, Art. Kreusersche Familie, in: Fränkische Chronik 26. Sept. 1807, S. 597f. <> Ders., Art. Kreuser, in: Artistisch-Literarische Blätter von und für Franken 16. Jan. 1808, S. 6f. <> Karl Zulehner, gedruckte Verlagsverzeichnisse geschriebener Werke (unterschiedliche Titel) 1800, 1811, 1812; zwei Nachträge ohne Datum (nicht vor 1817), Verzeichnisse ohne Datum (nicht vor 1820 und um 1840) s. Wollner <> Ders., Annoncen in: Intelligenzblatt zur Cäcilia 1824, 1825 <> Joseph Baer, Verzeichnis einer wertvollen Sammlung von Büchern […], Frankfurt am Main 1855, S. 419

Literatur (Auswahl) — Schweickert 1937 <> Gottron 1959 <> Edith Peters, Georg Anton Kreusser. Ein Mainzer Instrumentalkomponist der Klassik, München 1975 <> Müller 1977 <> Gabriela Krombach, Die Flötenquintette von Joseph Martin Kraus und Georg Anton Kreusser, in: Mitteilungen der Internationalen Joseph-Martin-Kraus-Gesellschaft 15 (1998), S. 112–120 <> Edith Peters, Art. Kreusser, in: NGroveD (2001) <> Günter Wagner, Art. Kreusser, in MGG2P (2003) <> Erich Staab, Kurmainzische Hofmusik nach 1797/98: Schlussakkord, Nachklang oder Übergang?, in: Kramer/Pietschmann 2014, S. 119–162, und Dokumentation Anhang II, S. 41 <> Ders., Georg Anton Kreusser. Thematisches-systematisches Verzeichnis der musikalischen Werke, Masterthesis Univ. Würzburg 2018 (nicht publiziert) <> Erich Staab, Erstmals vorgestellt: Zwei politische Gesänge des kurmainzischen Konzertmeisters Kreusser, in: MittAGm 89 (2014), S. 29–49 <> Auktionskatalog The Romantic Agony, Book & Print Auctions, Brüssel 2015, S. 111 (digital) <> Rudolf Rasch, Muziek in de Republiek. Muziek en maatschappij in de Republiek der Zeven Verenigde Nederlanden 1572–1795, Utrecht 2018 <> Erich Staab, Gehört – geschrieben – gelesen. Musikalisches Leben am Kurfürstenhof Erthals in Ignaz Beeckes Briefkorrespondenz, in: Musik und Musikleben am Hof des Mainzer Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal, hrsg. von Axel Beer, Ursula Kramer und Klaus Pietschmann, Mainz 2021 (BzmM 48), S. 77–109 <> Johanna Helm Wingerter, Das Oratorium „Der Tod Jesu“ von Georg Anton Kreusser. Kontexte, Edition und kritischer Bericht, Masterthesis Univ. Mainz 2023 (nicht publiziert)

Abbildung: Titelseite zu Der Tod Jesu, Mainz: Schott [1783]; D-Mbs (digital)


Erich Staab

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
  • kreusserga.txt
  • Zuletzt geändert: 2026/06/12 10:26
  • von ab
  • angelegt 2026/06/11 19:59