sprenkel

SPRENKEL, (JOHANN) FERDINAND * Frankfurt/M. 12. Apr. 1823 | † ebd. 11. Juni 1862; Musiklehrer, Komponist

Die früheste Erwähnung Sprenkels, Sohn des Permissionisten und Kutschers Johann Heinrich S. aus Queckborn, findet sich im Jahr 1843 in Bezug auf ein Frankfurter Konzert, bei dem er als Klarinettist mitwirkte. Nachdem er sich 1846/47 (trotz Empfehlungsschreibens von Felix Mendelssohn und Franz Messer) erfolglos auf die Stelle des Organisten an der Nikolaikirche, die schließlich mit Gustav Wigand Oppel besetzt wurde, beworben hatte, verdiente er seinen Lebensunterhalt als Musiklehrer. 1855 gründete Sprenkel einen Verein für gemischten Gesang, der u. a. von ihm komponierte Chöre aufführte. Aus der 1846 geschlossenen Ehe mit Rahel Amalie geb. Prestel (1820–89) ging die später als Klavierlehrerin und Pianistin tätige Marie Wilhelmine (* 28. Nov. 1848, seit 1880 verh. Schaub) hervor. Ihr Sohn Hans Ferdinand Schaub erinnerte 1940: „Ein Komponist wie mein Großvater mütterlicherseits […], der bei Felix Mendelssohn studiert hatte und von diesem als eine ,kommende Größe‘ empfohlen worden war, wollte ich werden […].“ (s. Quellen)

Werke3 Morceaux de Salon (Le Souvenir, Marche funèbre, Le Départ polonaise; Kl., Fl./Vl.), 1. Heft, Frankfurt: Hedler [1852] <> Polka-Mazurka (Kl.), Berlin: Bote & Bock [1855]; D-B <> Erstes Trio (Kl., Klar./Fl./Vl., Vc.) op. 2, Eltville: Becker; D-F (s. Abb.) <> Grand Trio (Kl, Vl., Vc.) op. 6, Frankfurt: C. A. André/Th. Henkel/G. H. Hedler [ca. 1855/56]; D-B <> 4 Lieder (Klage, Du lieber Engel, Der Jüngling auf dem Strome, Der Traum; Sst., Kl.) op. 7, Berlin: Bote & Bock [1855]

Quellen und Referenzwerke — KB Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> Nachlassakte in D-Fsa <> MMB <> Didaskalia 16. März 1843, 28. Jan. 1845, 20. Dez. 1846; NZfM 15. Juni 1855; Neue Berliner Musikzeitung 27. Aug. 1856, 8. Okt. 1856; 3. Beilage zum Frankfurter Intelligenzblatt 13. Juni 1862 (Todesanzeige) <> Hans Ferdinand Schaub, Erinnerungen an meinem sechzigsten Geburtstag, in: ZfM Nr. 9 (Sept.) 1940

Literatur — Werner Becher (Hrsg.), Die Nikolaikirche von der Reformationszeit bis zum Jahr 1949, in: Die Alte Nikolaikirche am Römerberg, Frankfurt/M. 1992 (Studien zur Frankfurter Geschichte 32), insb. S. 207


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2020/10/20 00:17
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