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FRÄNZL, FERDINAND (IGNAZ JOSEPH) * Schwetzingen 24. Mai 1767 | † Mannheim 27. Okt. 1833; Violinist, Dirigent, Komponist

Nach seiner ersten Anstellung an der Münchener Hofkapelle wurde Fränzl 1792 Konzertmeister am soeben gegründeten Frankfurter Nationaltheater. Seit 1794 leitete er das Orchester des Offenbacher Fabrikanten Peter →Bernard; nach der vorübergehenden Auflösung des Ensembles (1799) begab sich Fränzl auf ausgedehnte Konzertreisen (u. a. Aufenthalte in St. Petersburg und Moskau 1803–1806), bevor er 1806 Hofkapellmeister in München wurde. Den gewichtigsten Teil seines kompositorischen Schaffens (s. unten) veröffentlichte er bei André in Offenbach; einige Werke erschienen bei →Schott in Mainz. Fränzls Vater Ignaz (1736–1811), als Violinist Mitglied der Mannheimer Hofkapelle, gab in den Jahren 1781 bis 1798 mehrfach Konzerte in Frankfurt und Offenbach. Der Bruder Carl August (geb. 1773) ist bis 1820 als Hornist im Frankfurter Orchester nachweisbar

WerkeInstrumentalwerke (gedruckt): Six Quatuors (2 Vl., Va., Vc.) op. 1, Offenbach: André [1792]; s. RISM FF 1559 I,44 <> 7 Violinkonzerte opp. 2–8, ebd. [1793-1804]; s. RISM FF 1559 I,21–36, bzw. die entsprechenden Datensätze bei RISMonline <> Trois Quatuors (2 Vl., Va., Vc.) op. 9, ebd. [1804]; s. RISM FF 1559 I,58 <> Six Romances (Singst., Kl.) op. 10, ebd. [1805]; s. RISM FF 1559 I,14 <> Trois airs russes variés (Vl., Vl., Va., Vc.) op. 11, ebd. [1805]; s. RISM FF 1559 I,63 <> Ouverture (Orch.) op. 19, Mainz: Schott [1824]; s. RISM FF 1559 I,19 <> Concertino en forme de fantaisie (Vl., Orch.) op. 20, ebd. [1825]; s. RISM FF 1559 I,42 <> Concertino (Vl., Orch.) op. 24, Offenbach: André [1826]; RISM ô (D-OF) <> Variations brillantes (Vl., Orch.) op. 25, ebd. [1826]; RISM ô (D-OF) <> Ouverture zu dem Singspiel Die Fassbinder (Orch.) op. 26, ebd. [1827]; s. RISM 1559 I,10 (zus. D-OF) <> Vokalwerke (Lieder, Opern; zumeist ungedruckt) s. MGG2P sowie RISMonline

Quellen – 21 Briefe an André in Offenbach (1795–1826; D-BNu, D-F, D-Mbs, D-OF) <> Briefe (u.a. an Schott und André); s. Kalliope <> weitere Quellen s. MGG2P

Literatur – Roland Würtz, Ferdinand Fränzl 1767–1833, in: Mannheimer Hefte 1967, S. 43–48 <> ders., Ignaz Fränzl. Ein Beitrag zur Musikgeschichte der Stadt Mannheim, Mainz 1970 <> ders., Art. Fränzl (Familie), in MMM1 (mit ausführlichen Werk- und Literaturverzeichnissen) <> Constapel 1998 <> Bärbel Pelker, Stephan Hörner, Art. Fränzl, Ferdinand, in: MGG2P

Abbildung: Ferdinand Fränzl, Lithographie (Digitalisat aus D-F, Porträtsammlung Manskopf)


Axel Beer

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