traxdorf

TRAXDORF (Drassdorf, Drossdorf), HEINRICH Geburts- und Sterbedaten unbekannt; Orgelbauer des 15. Jahrh.

Der Orgelbauer „Heinrich Draßdorff von Meyntz“ (so im Nürnberger Salbuch) baute zwischen 1440 und 1443 nachweislich drei Orgeln in Nürnberg, nämlich die große Orgel von St. Sebald, deren Prospekt 1945 zerstört wurde, und zwei kleinere Instrumente für die Frauenkirche, außerdem 1444 ein Instrument für die Stiftskirche des Stifts Sankt Peter in Salzburg (nicht erhalten). Seine Instrumente wichen insofern von den Blockwerken der Gotik ab, als sie erstmalig in Register unterteilt waren, die auf unterschiedlichen (meist drei) Klavieren zu spielen waren.

Quelle — Michael Praetorius, Syntagma musicum, Bd. 2 (De Organographia), Wolfenbüttel 1619, S. 110f.

Literatur — Bösken 1967 <> Rudolf Quoika, Vom Blockwerk zur Registerorgel: Zur Geschichte der Orgelgotik 1200–1520, Kassel 1966 <> Hermann Fischer und Theodor Wohnhaas, Zur Geschichte der Traxdorf-Orgel, in: 600 Jahre Ostchor St. Sebald Nürnberg: 1379–1979, hrsg. von Helmut Baier, Neustadt a. d. Aisch 1979, S. 117–127 <> Fischer/Wohnhaas 1994 <> Hermann Fischer, Art. Traxdorf, Heinrich, in: NGroveD


Birger Petersen

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  • Zuletzt geändert: 2021/03/17 13:06
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