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KIRCHBACH, MAX (MAXIMUS PAUL FERDINAND) * Santiago de Chile 21. Nov. 1872 | † Darmstadt 10. März 1927; Komponist, Musiklehrer

Als Sohn des Malers sowie Direktors der Kunstakademie in Santiago de Chile Ernst Sigismund Kirchbach (1831– 1876, 1875 Rückkehr nach Striesen bei Dresden) wuchs Max in intellektuellen und kunstaffinen Kreisen auf. Sein Bruder Frank Kirchbach (1859–1912) war ab 1889 Leiter der Mal- und Komponierschule am Städel’schen Institut in Frankfurt/M. Im Winter 1892/93 begann Max Kirchbach sein Studium am Hoch’schen Konservatorium in den Fächern Violine bei Johann Naret-Koning, ab 1893/94 (mit Unterbrechungen) Kontrapunkt bei Iwan Knorr und spätestens ab 1900 Violine bei Hugo Heermann. Gemeinsam mit Ludwig Keiper arbeitete er 1902–1907 als Violinlehrer an der Vorschule des Konservatoriums. 1912 heiratete er in Frankfurt/M. Anna Luise Bach (* Frankfurt/M. 2. Dez. 1891 | † Groß-Rohrheim 29. Sept. 1979). Für die Jahre 1915 bis 1918 lässt er sich als Lehrer am Hoch’schen Konservatorium und an der Hanauer Akademie nachweisen. Zum 1. Januar 1919 zog er zusammen mit seiner Frau als Untermieter Arthur Posts in das Haus des Heimatforschers und Dichters Joseph Stoll nach Bensheim. Anna Kirchbach verblieb bis kurz vor ihrem Tod im Haus der Familie Stoll. Sie wurde im Familiengrab der Familie Stoll / Stoll-Berberich beigesetzt.

Werke (diverse Notenmanuskripte im Nachlass der Witwe, s. Übersicht auf der Webseite) — Traumbild (Vl./Va./Vc. mit Kl.), Leipzig/Zürich: Hug [1900]; CH-Zz <> Motette, Aufführung Weißfrauenkirche (s. Frankfurter Sängerzeitung) <> [5] Kompositionen (Vl. u. Kl.), Frankfurt/M.: Baselt [1911]; D-B, D-LEm, D-Mbs (1, 5), D-Sl <> Zehn Lieder, ebd. [1911]; D-B, D-LEm <> Choral-Variationen („Gelobet sei der Herr“) (Chor), ebd. [1911]; D-B <> Cantate („Denk nicht in deiner Drangsalshitze“) (Chor, Soli, Org.), ebd. [1911]; D-B <> Ecce homo (Sst., Org.), ebd. [1911]; D-B <> Festmarsch (Kl. bzw. Militär-Musik), Offenbach: André [1913]; D-B <> Trauungs-Marsch (Sst., Vl., Org.), ebd. [1916]; D-B, D-OF

Quellen und Referenzwerke — Sterberegister Darmstadt <> Frank/Altmann 1936 <> MMB <> Heinrich Hanau, Dr. Hoch’sches Konservatorium zu Frankfurt am Main. Festschrift zur Feier seines 25jährigen Bestehens, Frankfurt/M. 1903 <> Jahresberichte Hoch’schen Konservatoriums 1892–1907 <> Frankfurter Sängerzeitung 1. Apr. 1909 <> Adressbücher Frankfurt/M. 1909–1919 <> Brief von Arthur Post an Joseph Stoll, Frankfurt/M. 25. Dez. 1918 online <> Webseite zu Joseph Stoll in Bensheim <> freundliche Mitteilungen von Frank-Egon Stoll-Berberich, Troisdorf

Abbildung: Bleistiftzeichnung von Lino Salini 1911, Nachlass Anna Kirchbach (Bensheim), mit freundlicher Genehmigung von Frank-Egon Stoll-Berberich


Martin Bierwisch

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