WEINTRAUB, MARKUS LEIB (auch MAX) * Berdytschiw (Berdyczów, Ukraine; ehemals Russland) 15. Dez. 1826 | † Frankfurt/M. 19. Okt. 1892; Kantor, Musiklehrer

1841 wurde Weintraub, Sohn des Kantors Leopold (Löb) W., im russischen Dubno vom Königsberger Kantor Hirsch Weintraub (1811-1881) adoptiert. Von ihm erhielt er seine Ausbildung als Kantor, die er 1843 abschloss. Zudem verfügte er über eine Qualifikation als Schächter. 1844 reiste er nach Berlin. Über die folgenden Jahre ist nichts Näheres bekannt. 1861 heiratete er in Frankfurt Sara Schwelm, die Tochter eines Altkleiderhändlers und Gerümplers, und ließ sich dort als Musiklehrer und Kantor der Hauptsynagoge nieder. Von seinen beiden Söhnen schlug Leopold (* 10. Dez. 1861) eine musikalische Laufbahn ein und wirkte zunächst von 1883 bis 1886 am Frankfurter Theater als Solorepetitor und seit etwa 1890 als Kapellmeister in Halle an der Saale.

WerkeSonate (Kl., Vl.) op. 9, Offenbach: André [1872]; D-OF <> Der Freitagabend. Eine Sammlung von gottesdienstlichen Gesängen (Chor, Sst.), 2 Hefte, Frankfurt: Selbstverlag [1875, 1876]; D-F (1. Lieferung digital) <> einzelne Sätze in: Synagogen-Gesänge (m. Kl.- bzw. Harmonium-Begl.), hrsg. von Carl Breidenstein, Frankfurt: Selbstverlag [1878]; D-F (digital), F-Pn, IL-J, US-CIhc, US-PHgc <> Vorlesung des Buches Esther, Frankfurt: Schuncke; D-F (digital) <> Agende für Trauungen (Harm./Org.), Frankfurt: Schuncke; D-F (digital) <> Schriften: Erwiederung auf den vor Kurzem in diesen Blättern von Cantor Herrn Deutsch erschienenen Aufsatz, in: Allgemeine Zeitung des Judenthums (Leipzig), Beilage zu Nr. 34., 20. Aug. 1861; weiterer Beitrag dazu in der 2. Beilage zu Nr. 16, 15. Apr. 1862

Quellen und Referenzwerke — KB und Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB <> Allgemeine Zeitung des Judenthums (Leipzig) 15. Mai 1843, 29. Jan. 1844, 7. Juli 1874, 13. Apr. 1875; Jeschurun. Israelitisches Gemeinde- und Familien-Journal 10. Nov. 1892

Abbildung: Grabstein Weintraubs auf dem jüdischen Friedhof in Frankfurt (Rat-Beil-Straße, Feld 56), aufgenommen von Kristina Krämer im Juni 2019


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2019/07/12 21:51
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