lindpaintner

LINDPAINTNER (Familie)

(1) Jakob get. Kirchdorf am Haunpold bei Bad Aibling 22. Febr. 1755 | † München 28. Nov. 1829; Sänger

(2) Peter Joseph * Koblenz 9. Dez. 1791 | † Nonnenhorn am Bodensee 21. Aug. 1856; Sohn von (1), Kapellmeister und Komponist


(1) Während seiner Schulzeit in Weyarn und anschließend München wirkte Lindpaintner (bei seiner Taufe „Linpoitner“) seit 1768 als Sänger in geistlichen und moralischen Schulspielen mit. Zwischen 1778 und 1802 ist er als Leiblakai (bzw. Kammerdiener) und Tenorist in kurtrierschen Diensten in Ehrenbreitstein bzw. seit dem Weggang des Hofstaats 1794 in Augsburg nachzuweisen. 1788 hielt er sich in Mainz auf, wo Vincenzo Righini die Titelrolle seiner Oper Alcide al bivio an Lindpaintners Stimme ausrichtete. Seit 1781 war er mit Anna Barbara Dornaus verheiratet.


(2) Peter Joseph verbrachte nur die ersten drei Lebensjahre in Koblenz und erhielt nach seiner Ausbildung durch in Augsburg ansässige Mitglieder der Trierer Hofkapelle seit 1809 Kompositionsunterricht durch Peter von Winter in München, wurde 1812 Musikdirekter des dortigen Theaters am Isartor und trat 1819 die Nachfolge Johann Nepomuk Hummels als königlich württembergischer Kapellmeister an. Lindpaintner, der 1844 in den Adelsstand erhoben wurde, war seit 1836 Ehrenmitglied der Mainzer Liedertafel.

Werke — von den fast 500 mit Opuszahlen versehenen (aber nicht in jedem Fall veröffentlichten) Kompositionen erschienen zwischen 1823 und 1854 rund 15 bei →Schott in Mainz.


Quellen — KB Kirchdorf am Haunpold <> Der für das allgemeine Beste und Ehre seines Vaterlanges großmüthige Regulus vorgestellet vom Seminario S. Patris Augustini in Weyarn […] 1768, Tegernsee [1768], sowie weitere Textbücher mit Rollenverzeichnissen <> Der Bayerische Landbote 28. Nov. 1829 (Todesanzeige von (1)) <> Kat. Schott 1900 <> Peter von Lindpaintner. Briefe. Gesamtausgabe (1809–1856), Göttingen 2001

Literatur — Bereths 1964 <> Norbert Müller, Art. Lindpaintner, in NDB (digital) <> Uwe Baur, Art. Lindpaintner in MGG2P (dort weitere Literatur- und Quellenangaben)


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2021/02/25 18:35
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