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BEYER, (AUGUST) FERDINAND * Querfurt 25. Juli 1803 | † Mainz 14. Mai 1863; Komponist und Pianist

Beyer, Sohn des Querfurter Organisten Christian Beyer, ließ sich 1837 als Klavierlehrer in Mainz nieder. Sein über 180 Opera umfassendes, vielfach als Beleg „für die industrielle Musikmacherei“ (Mendel/Reissmann) gescholtenes Werk (seit 1838 fast ausschließlich bei Schott erschienen) enthält neben wenigen Klavierstücken mit eigenen Themen vor allem Bearbeitungen beliebter zeitgenössischer Opernmelodien sowie von Volksliedern und -tänzen zu Potpourris für Klavier zu zwei und (seltener) vier Händen. Des Weiteren schuf Beyer zahlreiche Etüdenwerke und didaktisch angeordnete Literatursammlungen für den Klavierunterricht, die teilweise bis heute genutzt werden. Sein Sohn Adolph Felix Victor Beyer war Musiklehrer in Mainz und gründete 1865 einen Musikverlag.

Quellen — KB und Zivilstandsakten Mainz <> Nekrolog in: Süddeutsche Musikzeitung 1. Juni 1863 <> Kat. Schott 1900

Literatur — Mendel/Reissmann <> RiemannL 1929 <> Andreas Ballstaedt und Tobias Widmaier, Salonmusik: zur Geschichte und Funktion einer bürgerlichen Musikpraxis, Stuttgart 1989 <> NGroveD

Abbildung 1: Ferdinand Beyer, Fotografie von Georg Wagner (Digitalisat aus D-F, Porträtsammlung Manskopf)

Abbildung 2: Bouquets de Mélodies pour le piano op. 42 Nr. 18, Mainz: Schott [1849]; D-BABHkrämer


Axel Beer

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