Alfred Stelzner
STELZNER, ALFRED * Hamburg 29. Nov. 1852 | † Dresden 14. (nicht 9.) Juli 1906; Schriftsteller, Erfinder, Unternehmer im Bereich Musikinstrumentenbau, Komponist
Alfred Stelzners Vater war der Porträtmaler Carl Ferdinand Stelzner (1805–1894), der seit 1842 in Hamburg ein Foto-Atelier betrieb. Über seine schulische Ausbildung ist nichts bekannt; der Vater wird ihm vermutlich naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt haben. Ein Studium – in Hamburg? – kann als gesichert angenommen werden, denn im Hamburger Adressbuch von 1881 ist Stelzner mit dem Titel eines Dr. phil. eingetragen.
Zwischen 1882 und 1885 war Stelzner in Stuttgart als Redakteur der Deutschen Verlagsanstalt sowie als Schriftsteller tätig. Als solcher (zeitweise unter Verwendung des Pseudonyms Ernst Zederfall) lebte er anschließend von 1886 bis Ende 1892 in Wiesbaden, wo er Mitglied des Tonkünstler-Vereins war. Er fungierte seit 1889 auch als Schriftführer des Allwohls-Bunds, eines seit 1888 in Wiesbaden ansässigen Vereins, der die Umstrukturierung bestehenden privaten Grundeigentums zugunsten der gesamten Bürgerschaft in Form einer Grundzinsgemeinschaft propagierte (vgl. Stelzners Veröffentlichung Die Grundzinsgemeinschaft, 1890). Zeitgleich versuchte er sich als Erfinder und ließ sich im Oktober 1890 einen Verschluss für Einmachgläser patentieren (Nr. 56715 vom 14. Okt. 1890). Dann jedoch richtete er seine Interessen auf die Entwicklung eines Systems von Streichinstrumenten: Gegenüber Instrumenten in traditioneller Bauweise unterscheiden sich Stelzners Modelle vor allem in der Umrissform (ellipsen- statt kreisförmige Korpusflächen), in den Verbindungselementen zwischen Decke und Boden (in dreiecksähnlicher Form; patentiert am 9. Aug. 1891) sowie in der Gestaltung der Schalllöcher (Verlängerungen an den Enden) und der Zargen (höher und in gekrümmter Form; detaillierte Beschreibungen bei Apian-Bennewitz 1892). Für die bauliche Realisierung der von Stelzner auf Basis naturwissenschaftlicher Untersuchungen entwickelten Instrumente konnte der Wiesbadener Geigenbauer Richard →Weidemann gewonnen werden; Stelzner selbst erscheint in den Wiesbadener Adressbüchern stets als Schriftsteller (1892/93 als Privatgelehrter), war also offenbar nicht selbst als Instrumentenbauer tätig. Eine erste Demonstration der neu verfertigten Instrumente erfolgte im August 1891 in der Wohnung des Erfinders. Beteiligt waren daran Musikdirektor Josef Mirolav Weber (Vl.), Kammermusiker Franz Zeidler (Va.) und Paul Hertel (Vc.). Im Zusammenspiel mit ihnen erklang auch erstmals eine Violotta, die als „große Viola“ eine Oktave tiefer gestimmt war als die Violine (also eine Quarte tiefer als die klassische Bratsche) und im klassischen Streichquartett an die Stelle der Bratsche treten sollte, die ihrerseits aufrücken und die zweite Geige zu ersetzen die Ehre hatte. Stelzner selbst spielte die von ihm erdachte Violotta. Das alles geschah vor den Augen und Ohren Joseph Joachims, der zeitweise das neue Instrument selbst traktierte und, überzeugt von dessen Qualitäten, sogleich eines für sich bestellte (Hamburger Signale 20. Aug. 1891, nach einem Bericht im Rhein-Courier). Der Geigenvirtuose Emil Sauret spielte am 12. Jan. 1892 in Wiesbaden ein Konzert auf einem Stelzner-Instrument, das er „vorher nie in der Hand gehabt hatte“ (Geißler 1898, S. 162), und am 3. März 1892 führte der Erfinder seine Instrumente im Saal des Hoch’schen Konservatoriums einem ausgewählten Publikum vor. Auf der Internationalen Ausstellung für Musik- und Theaterwesen in Wien 1892 sowie auf der Weltausstellung 1893 in Chicago wurde der komplette Satz präsentiert. Engelbert →Humperdinck bewertete Stelzners Konstruktionen angeblich als Instrumente der Zukunft („instruments of the future“; vgl. Violin Times 15. Mai 1899). Es gab aber auch kritische Stimmen, die auf frühere Projekte verweisen: Man erlebe, so ein namentlich nicht genannter Kritiker in der Zeitschrift für Instrumentenbau vom 1. Sept. 1891, „zum so und so vielten Male, daß Jemand, der eine alte Idee aufwärmt, schlankweg mit dem Glorienschein eines ‚Erfinders‘ geschmückt wird.“ Insbesondere der in Plauen bei Dresden lebende Eduard Diegelmann, dessen in den 1870er Jahren gebautes Cellino die gleiche Stimmung wie Stelzners Violotta aufwies (aber erfolglos blieb), äußerte sich dahingehend, „daß er die Priorität dieser ‚Erfindung‘ für sich beanspruchen müsse“ (ebd.).
Im November 1892 zog Stelzner nach Dresden, wo er eine Geigenbau-Anstalt gründete und ein weiteres Instrument konstruierte, das den Namen Cellone („großes Cello“) bekam. Dessen vier Saiten waren eine Oktave tiefer als bei der Violotta bzw. eine Quarte tiefer als beim Cello gestimmt, der Klangraum lag also zwischen Cello und Kontrabass. Beide Instrumente wurden gehalten und gespielt wie ihre kleineren „Geschwister“, also wie Bratsche und Cello, was durch gleichbleibende Mensuren möglich war; das für den Klang notwendige Korpusvolumen entstand durch die oben beschriebenen baulichen Merkmale. Mit seinem Dresdner Unternehmen, auf dessen Leitung er sich beschränkte, blieb Stelzner jedoch insgesamt glücklos: 1894 wurde ein Konkursverfahren gegen ihn eingeleitet, „in Folge gänzlich unvorhergesehen Versagens der nöthigen Betriebsmittel“, wie Stelzner es selbst unter ausführlicher Berufung auf diverse Pressestimmen und Anerkennungsschreiben in einem Aufruf zur finanziellen Unterstützung formulierte (Musikalisches Wochenblatt 28. Juni 1894; zu diesem Zeitpunkt sollen bereits über 300 Instrumente im Wert von mehr als 100.000 Mark produziert worden sein). Das Verfahren wurde zwar nach Zwangsvergleich aufgehoben, doch musste der Unternehmer im Jahr 1900 die Löschung des Handelsregistereintrags hinnehmen (beides dokumentiert in der Zeitschrift für Instrumentenbau). In den Dresdner Adressbüchern ist er zwischen 1895 und 1900 bezeichnenderweise wieder als Schriftsteller verzeichnet.
Dabei hatte Stelzner 1896 noch einen Wettbewerb für die Komposition eines Quartetts (Vl., Va., Violotta, Vc.) und eines Sextetts (2 Vl., Va., Violotta, Vc., Cellone) initiiert, jeweils dotiert mit 500 Mark. Als Preisrichter fungierten Felix Draeseke, Cellist Friedrich Grützmacher, Konzertmeister Eduard Rappoldi, Konservatoriumsdirektor Eugen Krantz sowie Stelzner selbst, an den – so ist es in der Ausschreibung ausdrücklich festgehalten – die Aufführungsrechte für die preisgekrönten Werke übergehen sollten; eine Aufführung auch der nicht ausgezeichneten Kompositionen wurde in Aussicht gestellt (Preisausschreiben für Componisten, in: Signale für die musikalische Welt 19. Mai 1896). Unter den eingesandten Sextetten wurde Arnold Krugs 1897 bei Kistner in Leipzig gedrucktes Sextett op. 68 prämiert. Einem Quartett kam diese Auszeichnung nicht zuteil (Mitteilung Eugen Krantz in NZfM 15. u. 22. Sept. 1897); immerhin wurde aber ein Quartett von Max Zoder am 14. Jan. 1897 aufgeführt. Violotta und Cellone erscheinen aber auch in Kompositionen von Theodor Streicher und Eduard Behm (im Rahmen des Wettbewerbs komponierte Sextette) sowie Felix Draeseke (Streichquintett WoO 25, 1897, sog. Stelzner-Quintett), Edmond van der Straeten (Weihnachtskantate), Max von Schillings (Solo-Violotta in der Oper Der Pfeifertag op. 10, 1899, UA 1902) u. a.
Stelzner zog 1901 in den Dresdner Vorort Blasewitz und begann nun Opern zu schreiben, insgesamt vier an der Zahl, von denen aber nur zwei, Rübezahl 1902 (vom Kritiker der Uraufführung in der Dresdner Bürgerzeitung als „Hanswursterei“ bewertet) und Swatowits Ende 1903 („eine Menge hochdramatischer Elemente auf einen kleinen Raum zusammengepreßt“, „düstere Grundstimmung“; Hessenland 1. Febr. 1904), aufgeführt wurden; selbstverständlich sind Violotta und Cellone in allen vier Opern vollwertige Instrumente. Da Stelzner sowohl die Libretti verfasste als auch die Musik komponierte, erscheint er folgerichtig in den Adressbüchern nun als Schriftsteller und Tonkünstler. Als am 13. Juli 1906 erneut ein Konkursverfahren eröffnet wurde, versuchte Stelzner sich das Leben zu nehmen. In der Zeitschrift für Instrumentenbau (Ausgabe vom 21. Juli 1906) wird berichtet, dass er am 14. Juli, durch einen Revolverschuss schwer verletzt, an der Elbe aufgefunden worden sei; er verstarb wenig später im Stadtkrankenhaus Johannstadt. Laut einer Mitteilung im General-Anzeiger für Halle und den Saalekreis (6. Nov. 1906) wurde sein Nachlass – mit den Partituren seiner vier Opern – im November 1906 von dem Hallenser Konservatoriumsdirektor Curt Compes de la Porte käuflich erworben. Seine Witwe veräußerte einen Teil der Instrumente (mehrere Anzeigen in Zeitschrift für Instrumentenbau 1906/07); das Konkursverfahren wurde am 21. Dez. 1906 eingestellt. Mit seinem Tod verschwanden allmählich auch seine Instrumente aus dem Musikleben. – Alfred Stelzner sollte nicht verwechselt werden mit dem nicht verwandten Geologen Alfred Wilhelm Stelzner (* Dresden 20. Dez. 1840), der am 25. Febr. 1895 in Wiesbaden verstarb.
Werke — Kompositionen: Rübezahl, Märchenoper in 7 Bildern, entst. 1901, UA Dresden 14. Juni 1902 (ausführliche Berichte in Dresdner Bürgerzeitung 18. Juni 1902, Allgemeine Zeitung (München) 19. Juni 1902, Zeitschrift für Instrumentenbau 11. Juli 1902), KlA. im Selbstverlag [1902]; D-B, D-Dl; Textbuch Dresden: Meinhold [1902]; D-B, D-Dl, US-Wc (digital) <> Swatowits Ende, Oper in 1 Akt, entst. 1901 UA Kassel 15. Dez. 1903, KlA. im Selbstverlag [1903]; D-B, D-Dl, D-HEu, D-Sl; Textbuch Dresden: Meinhold [1903]; D-B, D-Hs <> zwei weitere Opern blieben unaufgeführt: Kinder des Todes; Cäcilia, Oper in 5 Aufzügen <> Quartett (Vl., Va., Violotta, Vc.), komp. für die Vorführung der Violotta 1892, unveröff.; aufgef. wurden daraus zwei Sätze (s. Der Klavierlehrer (Berlin) 15. Juli 1892)
Instrumente und darauf bezogene Schriften: Nach Lütgendorff wurden bis 1904 330 Stelzner-Instrumente gebaut; in öffentlichen Sammlungen bekannt sind: Cellone, datiert 1893 (Zettel im Korpus: „No. 152. Dresden Juli 93. / Dr. Alfred Stelzner“; abgebildet bei Kinsky 1912, S. 650), aus der Sammlung Wilhelm Heyer, Köln; D-LEmi <> Violotta, datiert Dresden 1899; D-Bim (Abb.: van der Meer 1983, S. 203) <> Violotta, ebenfalls datiert Dresden 1899 (Zettel: „No. 330. Dresden, 1899. / Dr. Alfred Stelzner inv[enit]“; Kinsky 1912, S. 650), aus der Sammlung Wilhelm Heyer, Köln; D-LEmi. – Schriften: Stelzner’s System für den Bau der Bogeninstrumente, Wiesbaden: Ritter 1892; D-B – Neuauflage: Stelzner’s System für den Bau der Streichinstrumente. Violine, Viola, Violetta, Violoncello, Cellone, Contrabass, Dresden: Pinkert [1900] <> Aufruf an reiche, vorurtheilsfreie Musikfreunde und Capitalisten, in: Musikalisches Wochenblatt 28. Juni 1894, S. 331–333 <> „Druckschrift über die Violotta“, erwähnt im Text zum Preisausschreiben für Componisten 1896
andere Abhandlungen (Auswahl): Das Fundament der Ästhetik, in: Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst 1882, Nr. 16, S. 110–117 <> Die Gesetze des menschlichen Herzens, in: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben 27. Jan. 1883, S. 56–59 <> Die Rechte und die Linke, in: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt 11. Nov. 1884 <> Die Brille. Eine kulturhistorische Skizze, in: Deutsche Romanbibliothek zu Über Land und Meer 1885, Nr. 28, S. 671f. <> Das Problem der Tragödie bei Schelling und Schopenhauer, in: Preußische Jahrbücher 1886, Heft 6, S. 562–588 <> Etwas von der Nase. Physiognomische Skizze, in: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens (Stuttgart), 1886, Nr. 2 <> Die Kastagnetten, in: Deutsche Romanbibliothek zu Über Land und Meer, 1888, Nr. 37, S. 888 <> Unsere Stimme, in: Das Buch für Alle. Illustrirte Familienzeitung 1889 <> Hamburgisches Bier, in: Illustrirte Welt 1889, Nr. 19, S. 457 <> Der Zauber des Giftes. Psychologisch-kriminalistische Skizze, in: Illustrirtes Unterhaltungsblatt, Sonntagsbeilage zum Amberger Tagblatt 1889 <> Die Grundzinsgemeinschaft. Der deutsche Ursprung dieser Reformation für Abhilfe des wirthschaftlich-sittlichen Völker-Elends. Eine historische Übersicht, Berlin: Zeidler 1890; CH-Bu, D-B, F-Sn, NL-Au (Kurzrezension im Wiesbadener Tagblatt 14. Juni 1890) <> Einiges über Geister und Gespenster. Streifzug in ein dunkles Gebiet, in: Illustrirtes Unterhaltungs-Blatt, Wochenbeilage zur Zweibrücker Zeitung 1890, Nr. 15, S. 118 <> Betrachtungen über Herrn Prof. Ritter’s fünfsaitige Altgeige und seinen Vorschlag zur Einführung der Tenorgeige (Leserbrief, datiert Dresden 29. Nov. 1898), in: Zeitschrift für Instrumentenbau 11. Dez. 1898, S. 221f. <> zahlreiche weitere Artikel zu kulturgeschichtlichen Themen
Literarisches (Auswahl): Liebeszorn, Gedicht, in: Deutsche Dichterhalle 1. Apr. 1882, S. 196 <> Der Nase nach. Ein humoristischer Streifzug, in: Über Land und Meer (s. o.) 1885/86, S. 84–89 <> Vom Liebsten, was man hat, Novelle, in: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft, 1886, Bd. 1, S. 654–676, Bd. 2, S. 32–72 <> Die Freiherren von Bornhorst, Novelle, in: Illustrirte Welt 1886 (5 Teile) <> Des Basses Grundgewalt, Novelle, in: Universum. Illustrirte Zeitschrift (Dresden) 1887, Heft 9 <> Tief unter der Erde. Eine Bergmannsgeschichte, in: Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Sonntags-Beilage zur Unterfränkischen Zeitung, 1888, Nr. 31, S. 244–247 <> Das Vermächtnis des Trödlers, Roman in drei Büchern, veröff. in: Münchner neueste Nachrichten 1888 (106 Teile) und Coburger Zeitung 1889 (112 Teile) <> einige weitere in Fortsetzungen gedruckte Novellen. – Unter dem Pseudonym Ernst Zederfall erschienen: X. Y. Z., Kommentar zu X. Y. Z. Satyrisch-literarisches Taschenbuch für 1848, in: Die Neue Welt. Illustrirtes Unterhaltungsblatt für das Volk 1886, Nr. 11, S. 255f.; Ostereier. Eine kulturgeschichtliche Skizze, ebd., Nr. 15, S. 349f. <> Die „Kinder des Lichtes“. Naturwissenschaftlich-technische Skizze, in: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens Jahrgang 1886, S. 227–241
Quellen — Personenstandsregister Dresden (Sterbeurkunde) <> Nachlass (Autographen, 10 Bände Partituren, dazu Stimmabschriften; Drucke; Korrespondenz; s. Kalliope; D-B <> 6 Briefe an Ludwig Strecker und Schott’s Söhne, 1901, betr. eine geplante Veröffentlichung der Klavierauszüge zu den Opern Rübezahl und Swatowits Ende; D-B (digital) <> weitere Briefe in D-B, D-Bim, D-Dl, D-F, D-HEu, D-LEmi, D-Mmb, D-WRgs (s. Kalliope) <> Adressbücher Hamburg (1881), Stuttgart (1883–1884), Wiesbaden (1886/87–1892/93), Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbtreibenden, Gutsbesitzer etc. (1894), Dresden (1893–1900, 1901–1905 (Blasewitz), 1906) <> Deutscher Litteratur-Kalender 1883–1898 <> Wiesbadener Tagblatt 11. Dez. 1890, 5. Dez. 1903 <> Patentblatt, hrsg. vom Kaiserl. Patentamt, Berlin 10. Dez. 1890, S. 556; Auszüge aus den Patentschriften 1891, S. 451 <> zur Violotta (Ausw.): Hamburger Signale 20. Aug. 1891, 20. Apr. 1892; Neue Berliner Musikzeitung 20. Aug. 1891; Allgemeine Musik-Zeitung (Berlin) 21./28. Aug. 1891; Der Klavier-Lehrer 1. Sept. 1891; Echo vom Gebirge. Illustriertes Fachblatt für Zitherspiel 1. Okt. 1891 <> N. N., Das neue Streichinstrument Violotta, in: Zeitschrift für Instrumentenbau 1. Sept. 1891 <> The Musical Times and Singing Class Circular 1891–1893 <> Fr[ederick] Niecks, A new system of constructing bow instruments, and an addition to the members of the violin family, in: Monthly Musical Record 1. Nov. 1891, S. 251f. <> -C-, Die Stelzner-Geige, in: NZfM 16. Dez. 1891, S. 539f. <> F. S., Neue Streichinstrumente, in: Frankfurter Zeitung und Handelsblatt 4. März 1892 <> E. M. K., Die Stelzner-Instrumente, in: Österreichische Kunst-Chronik 1. Febr. 1892, S. 89 <> zahlr. weitere Berichte und Nennungen in Tages- und Fachpresse <> Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen Wien 1892. Offizieller Katalog der Deutschen Reichs-Abtheilung, Berlin 1892, S. 9, Anzeigenteil S. 20 <> Welt-Ausstellung in Chicago 1893. Amtliches Verzeichniss der zur deutschen Abtheilung zugelassenen Aussteller, Berlin 1892, S. 85 <> Zeitschrift für Instrumentenbau 11. Dez. 1894, 1. Jan. u. 11. Febr. 1895, 21. Juli 1900, 11. Juli 1902 (Bericht zur UA des Rübezahl), 21. Juli 1906, 21. Aug. 1906 (Nachruf) u. a. <> F. A. Geißler, Die Stelzner-Instrumente und ihre Bedeutung für kleinere Orchester, in: Centralblatt für Instrumentalmusik, Solo- und Chorgesang 6. Jan. 1898, S. 162f. <> C. S., Wochenschau, Bericht über die UA der Oper Rübezahl, in: Dresdner Bürgerzeitung 18. Juni 1902 <> B. F. C., Vom Kasseler Hoftheater, mit Kurzbericht zur UA von Swatowits Ende, in: Hessenland 1. Febr. 1904
Literatur — RiemannL 41894, 111929; Lütgendorff, NassB <> Laurence Libin, Art. Stelzner, Alfred, in NGroveD of Musical Instruments, New York 22014, Bd. 4, S. 622 <> Paul Otto Apian-Bennewitz, Die Geige, der Geigenbau und die Bogenverfertigung, Weimar 1892, Bd. 1, S. 332–335 <> Otto Migge, Das Geheimniß der berühmten italienischen Geigenbauer, Frankfurt/M. 1894, S. 63–65 <> Edmund Sebastian Joseph van der Straeten, Dr. Alfred Stelzner’s New String Instruments, in: The Violinist (Chicago) Febr. 1903, S. 7f. <> ders., History of the violoncello, the viol da gamba, their precursors and collateral instruments, London 1914, S. 623, 638–640 <> Georg Kinsky, Katalog des Musikhistorischen Museums von Wihelm Heyer in Köln, Bd. 2, Köln 1912, S. 539 u. 546f. (Kat. Nr. 916) bzw. S. 567 (Kat. Nr. 939) <> Wilhelm Weimar, Die Daguerreotypie in Hamburg 1839–1860. Ein Beitrag zur Geschichte der Photographie (Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten Bd. 32, 1914, 1. Beiheft), Hamburg 1915 (zu Vater und Familie) <> Johanna Schloßer-Gasser, Nassauische Musiker, in: Nassovia. Zeitschrift für nassauische Geschichte und Heimatkunde 30. Dez. 1919 <> John Henry van der Meer, Musikinstrumente. Von der Antike bis zur Gegenwart, München 1983, S. 202f. <> Karl Geiringer, Instrumente in der Musik des Abendlandes, München 1982, S. 180 <> Herbert Heyde, Musikinstrumentenbau. Kunst – Handwerk – Entwurf, Leipzig 1986, S. 203
Abbildung 1: Der Knabe Alfred Stelzner (links) mit seinem älteren Bruder Bruno (1851–1874). Daguerreotypie aus dem Atelier des Vaters (Weimar 1915, Tafel 16)
Abbildung 2: Werbeanzeige in Frankfurter Zeitung und Handelsblatt 27. Aug. 1899 (erschien textgleich auch in div. anderen Blättern)
Abbildung 3: Zeichnung des Modells der Stelzner’schen Violininstrumente im Vergleich zur traditionellen Bauweise (gepunktete Linien; van der Straeten 1903, S. 8)
Bernd Krause