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(1) Ludwig Johann Wilhelm (gen. Louis) * Idstein 20. Nov. 1817 | † Höchst (heute Stadtteil von Frankfurt/M.) 6. Jan. 1888; Vater von (2), Lehrer und Organist

(2) Friedrich (Philipp) *Obernhain (Ortsteil von Wehrheim im Taunus) 1. Dez. 1841 | † Friedberg 26. Aug. 1887; Sohn von (1), Musiklehrer, Organist und Komponist


(1) Louis Link war Sohn eines Zimmermanns; er absolvierte seine Berufsausbildung vermutlich am Herzoglichen Lehrer-Seminar seiner Heimatstadt, wo er den Unterricht Carl Feyes genossen haben dürfte. Seine erste Anstellung als Elementarlehrer und Organist bekleidete er in Obernhain im Taunus (hier erfolgte 1840 die Eheschließung mit der Gonzenheimer Lehrerstochter Elisabeth Wilhelmine geb. Wagner), bevor er nach nicht langer Zeit nach Höchst am Main wechselte. Derjenige Louis Link, der zwischen 1873 und 1880 an mehreren Schulen in Frankfurt tätig war, zudem zeitweise den Gesangverein Liederfreund und die Bornheimer Liederkrone (dies noch 1890) leitete, ist ein anderer und möglicherweise derjenige, der zwischen 1851 und 1854 das Usinger Lehrerseminar besuchte. Nicht mit Louis und Friedrich Link verwandt ist der Frankfurter Musiker Johann Christian Link (* Selb in Oberfranken 10. Nov. 1836 | † Frankfurt/M. 23. März 1893).

Werke — (vermutlich:) Variations sur le Thème de Himmel: An Alexis (Kl.) op. 1, Mainz: Hickethier [1858] <> Nocturne sentimentale (Kl.), Frankfurt: Henkel [1868]


(2) Ersten Musikunterricht erhielt Friedrich Link als Siebenjähriger von seinem Vater und besuchte – wie mutmaßlich dieser bereits – in den Jahren 1857–1860 das Schullehrerseminar in Usingen, wo er zu den Schülern Carl Feyes zählte. Es folgten Anstellungen als Lehrer in Rüdesheim, Geisenheim und Friedrichsdorf, bevor Link 1865 das Leipziger Konservatorium bezog, um u. a. bei Ignaz Moscheles (Klavier) und Moritz Hauptmann (Komposition) zu studieren. Im Herbst 1866 erhielt er in Wettingen bei Zürich eine Anstellung als Musiklehrer und Organist am Lehrerseminar und wurde im Juli 1875 zum Nachfolger Carl Thurns als Musiklehrer des Großherzoglich Hessischen Evangelischen Landesschullehrer-Seminars sowie wenig später, im Jan. 1876, am evangelischen Predigerseminar in Friedberg berufen; er war Ehrenmitglied des Friedberger Musikvereins. Während seiner Zeit in Wettingen schloss Link die Ehe mit Anna geb. Braun.

WerkeMorceau de Salon (Kl.) op. 1, Offenbach: André [1860]; D-OF (autographe Stichvorlage) <> Nachtgesang. Tonstück (Kl.) op. 2, Frankfurt: Henkel [1863] <> Erinnerung. Notturno (Kl.) op. 3, ebd. [1863] <> Der Sennerin Abschied von der Alm. Schweizer Idylle (Kl.) op. 4, ebd. [1864] <> Mazourka brillante (Kl.) op. 5, ebd. [1865] <> Zwei leichte Solos (Kl., Vc./Vl.) op. 6, ebd. [1865]; D-Dl – NA (hrsg. von Edmund Parlow) Frankfurt: Stamm 1913; D-B <> In der Abendstille (Kl.) op. 8, ebd. [1871] <> Romanze (Kl.) op. 9, Leipzig: Kahnt [1875]; D-B <> Drei Lieder (Sst., Kl.) op. 11, Zürich: Hug [1874]; CH-Zz <> Zwei Lieder (Sst., Kl.) op. 12, ebd. [1874] <> Drei Lieder (Sst., Kl.) op. 13, ebd. [1874] <> Drei Fugen (Org.) op. 14, Offenbach: André [1877]; D-OF, GB-Lbl – NA Wiesbaden: Lenz 2001 <> Achtzehn kurze und leichte Präludien (Org.) op. 15, ebd. [1877]; D-OF <> Zwölf kurze und leichte Präludien (Org.) op. 16, ebd. [1877]; D-OF <> Hurrah, Germania (Festgabe zur Enthüllungsfeier des Niederwalddenkmals; 4st. Mch.) op. 17, ebd. [1877]; D-OF <> Die stille Wasserrose (Sst., Kl.; seiner Ehefrau Anna gewidmet) op. 18, ebd. [1877]; D-B, D-OF (s. Abb.) <> Sechs kleine Orgelpräludien o. op., Frankfurt: Henkel [1868] <> Ein im Nekrolog erwähntes Klaviertrio blieb ungedruckt und ist verschollen.


Quellen und Referenzwerke — Zivilstandsregister Idstein und Obernhain; Standesamtsregister Friedberg und Höchst <> Adressbücher Frankfurt <> Nachrufe Friedrich Links in: Oberhessischer Anzeiger (Friedberg) 30. Aug., 1. Sept. und 6. Sept. 1887 <> N.N., [Nekrolog], in: Programm des Großherzoglichen Schullehrer-Seminars zu Friedberg, Friedberg 1888, S. 16–17 (enthält auch den Nachruf des Oberhessischen Anzeigers 6. Sept. 1887) <> Gießener Anzeiger 2. Aug. 1876 <> Friedrich Philipp Link, in: CARLA (abgerufen am 6. Apr. 2026) <> MMB <> Kat. André 1900 <> Pazdírek <> Mendel/Reissmann, SchuberthC 1881, Frank/Altmann 1927 <> Carl Ehrig-Eggert, Evangelische Kirchenmusik aus Friedberg im 19. Jahrhundert – „neue“ Choral- und Gesangbücher, im Erscheinen <> MMB


Axel Beer

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  • angelegt 2019/11/25 19:14