SCHNEIDER, HANS * Eichstätt 23. Febr. 1921 | † Tutzing 9. Apr. 2017; Musikantiquar, Verleger, Musikwissenschaftler

Nach seinem Musikstudium in München und Innsbruck sowie (privat) bei Elly Ney (Klavier) begründete Schneider 1949 in Tutzing das noch heute bestehende Musikantiquariat. 1958 kam ein Verlag hinzu, in dem weit mehr als 1.000 Titel erschienen; u. a. wurden die Buchreihen der Musikwissenschaftlichen Institute der Universitäten Frankfurt/M. (Frankfurter Beiträge zur Musikwissenschaft, seit 1977) und Mainz (Mainzer Studien zur Musikwissenschaft, seit 1967) von Schneider verlegerisch betreut. Seine eigenen wissenschaftlichen Interessen konzentrierten sich insbesondere auf Musikbibliographie – hierbei setzten die von ihm herausgegebenen Antiquariatskataloge Maßstäbe – und die Geschichte des Musikverlagswesens. Aufgrund seiner Forschungen auf diesem Sektor, gerade auch in der mittelrheinischen Region, verlieh ihm der damalige Fachbereich 16 der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz 1997 die Ehrendoktorwürde.

Werke (Auswahl) — 200 Jahre Schott’s Söhne. Historisch-bibliographische Schau in 300 ausgewählten Titeln [Antiquariats-]Katalog Nr. 153, Tutzing: Schneider 1970 <> Musikverlag André in Offenbach. Aus 200 Jahren Verlagstätigkeit [Antiquariats-]Katalog Nr. 235, ebd. 1979 <> Der Musikverleger Heinrich Philipp Bossler 1744–1812, ebd. 1985 <> Der Musikverleger Johann Michael Götz (1740–1810) und seine kurfürstlich privilegirte Notenfabrique, 2 Bde., ebd. 1989

Literatur — Axel Beer, Art. Schneider, Hans, in: MGG2P

Abbildung: mit freundlicher Genehmigung der Familie Schneider in Tutzing


Axel Beer

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Durch die Nutzung dieser Seiten erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Weitere Information
  • schneiderh.txt
  • Zuletzt geändert: 2019/06/19 22:48
  • von ab