kaesbacher

KAESBACHER (auch Käsbacher, Kässbacher) verh. Vielmetter, (CHRISTINA) JOSEPHA * Frankfurt/M. 9. Apr. 1874 | † vermutl. Union (New Jersey, USA) zwischen 1930 und 1940; Musiklehrerin

Die Tochter des Frankfurter Sprachenlehrers Joseph Johann Georg Kaesbacher (1849–1920) und der Schweizerin Fanny Pauline geb. Jeanneret (1850–1933) erhielt ihre musikalische Ausbildung von 1890 bis 1897 am Raff-Konservatorium. Hier war sie Schülerin von Max Fleisch (Gesang), Blanche Schwarz (Kl.) und Anton Urspruch (Komp.); gleichzeitig erteilte sie von 1894 bis 1897 Unterricht in elementarem Klavierspiel. Um 1901 machte sie sich mit einer Musik- und Gesangschule selbständig – als deren Inhaberin heiratete Kaesbacher im April 1903 den Reedereibeamten Georg Vielmetter (* Frankfurt/M. 16. Febr. 1867). Beide emigrierten im Juli 1904 gemeinsam mit ihrem Sohn Gottfried Friedrich (* Frankfurt/M. 23. Okt. 1903 | † Union (New Jersey) 1977) in die USA, wo sie sich in Hoboken (New Jersey) niederließen. Eine weitere musikalische Betätigung Josephas ist nicht belegt. Ihr Bruder Max (eig. Maximilian) Käßbacher (1891–1949) war während der NS-Zeit u. a. als Anthropologe am Institut für Erbgesundheit und Rassenpflege in Gießen tätig und verfasste entsprechende ideologische Schriften.

WerkeZwei Lieder („Die Wellen murmeln leis im Flusse“, In der Ferne; Sst., Kl.; aufgef. im Konservatorium 4. Juni 1893) op. 1, Frankfurt: Steyl & Thomas (in Kommission) [1894] <> Zwei Duette (Gondellied, Mailied; 2 Sst., Kl.); aufgef. ebd. 16. Juni 1894 <> Sonate (2 Kl.); 1. Satz aufgef. ebd. 16. Juni 1894

Quellen — Standesbücher und Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> Jahresberichte des Raff-Konservatoriums <> MMB <> Census Records New Jersey 1905, 1910, 1915, 1930, 1940; United States Passport Applications 1915, 1922; United States Social Security Death Index


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2021/11/26 13:17
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