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DIETZ, PHILIPP GOTTLIEB * Schwanheim 6. Aug. 1767 | † Zwingenberg 8. Apr. 1850; Orgelbauer

Über die Ausbildung Philipp Dietz’ ist nur bekannt, dass er zuletzt vermutlich bei Oberndörfer in Jugenheim lernte. Er wurde 1811 zum Landorgelbauer und 1827 auch zum Hoforgelbauer in Hessen-Darmstadt. Unter dem Einfluss von Georg Joseph →Vogler konstruierte der für technische Neuerungen aufgeschlossene Dietz eine Transmissionslade zur mehrfachen Ausnutzung der Pfeifenreihen in der Unter- bzw. Oberoktave sowie eine Flöte, die an beiden Enden angeblasen wird. In Stuttgart ist ein Tafelklavier von ihm erhalten, 1792 datiert; er soll auch Orgelklaviere gebaut haben. Sein Bruder Johann Christian (1769–1849) lebte als Instrumentenmacher in den Niederlanden und Frankreich, sein Sohn Ludwig Carl (*1802) ist zwischen 1833 und 1837 mit Reparaturen nachweisbar.

Werke (Auswahl) — 1814 Groß-Rohrheim (I/17 verändert erhalten) <> 1822 Offenthal, ev. (I/10 teilweise erhalten) <> 1826 Lengfeld (I/16 erhalten) <> 1830 Zwingenberg, ev. (I/15 verändert erhalten) <> 1832 Sprendlingen, ev. (I/14) <> 1837 Offenbach, ev. Stadtkirche (II/16, in Crumstadt erhalten) <> 1839 Darmstadt, St. Ludwig (II/34) <> 1841 Schaafheim, ev. (II/26 erhalten)

Quellen und Literatur — Akte Dietz in D-DSsa (D 12, 7/48; digital) <> Karl Henkelmann, Johann Christian Dietz, ein vergessener Erfinder, in: Bergsträßer Geschichtsblätter 5 (1928), S. 1–12 <> Balz 1969 <> Fischer/Wohnhaas 1994 <> Hubert Henkel, Art. Dietz, in: MGG2P.


Hermann Fischer

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  • Zuletzt geändert: 2019/12/12 15:29
  • von kk