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HOENES, PETER EDUARD * Wolfstein (Pfalz) 17. Apr. 1836 (nicht Kreuznach 20. März 1834) | † Trier 9. März 1901; Zitherist, Musikalienhändler und Musikverleger

Wie sein Vater ergriff Hoenes den Kaufmannsberuf und eröffnete im Apr. 1859 in Trier eine Musik- und Instrumentenhandlung, der er 1863 einen Musikverlag (Herstellung der Ausgaben in der Lithographischen Anstalt von C. G. Röder in Leipzig) und später eine Leihanstalt anschloss. Eine Filiale in Luxemburg-Stadt kam 1876 hinzu, die im Mai 1878 an seinen Schwager Johann Wilhelm (Guillaume) Stomps (1855–1927; s. u.) überging. Um 1890 erhielt Hoenes den Titel eines Herzoglich Bayerischen Hofmusikalienhändlers. Nach seinem Tod führte sein Sohn Hermann (* Trier 11. Sept. 1862) den Trierer Verlag unter Beibehaltung des Firmennamens P. Ed. Hoenes weiter und verlegte ihn im Juli 1908 nach Pasing (heute Stadtteil von München); sein jüngerer Bruder Eduard (* Trier 1. Jan. 1868 | † 1939), der für Herstellung und Musikalienhandel zuständig war, folgte ihm 1910 nach. Die Firma bestand bis 1938 und ging anschließend an August Seith über. Peter Eduard Hoenes sen., als Zitherist Schüler von Franz Xaver Burgstaller und Joseph Benedikt Treu, hatte seit 1859 einige Arrangements für Zither aus eigener Feder bei Heckel in Mannheim erscheinen lassen und konzentrierte sich als Verleger überwiegend auf Musik für dieses Instrument in Form von Originalausgaben, Bearbeitungen (diese zumeist in unterschiedlichen Reihen) und Schulwerken sowie, als zweiten Schwerpunkt im Verlagsprogramm, auf Männerchöre; in den Jahren 1879–1895 publizierte er die Zeitschrift Zither-Signale. Während der Verlagstätigkeit in Trier kamen ca. 1600 Titel heraus; 1890 übernahm er den Zither-Musik-Verlag von Alfred von Goutta in Wiesbaden. Der erwähnte Sohn Eduard (jun.) trat gleichfalls als Zither-Komponist hervor und veröffentlichte seine Werke im familieneigenen Verlag. Zu den Verlagsautoren der Region zählen außerdem Franz Xaver Burgstaller, Andreas Kettenhofen (jun.), Carl Lerich, Jakob Nöroth, Joseph und Ludwig Rixner, Georg Schmitt, Wilhelm Schröder, Bernhard Seifert, Karl Sinzig, Ludwig Strauch und Franz Waldecker. Schließlich eine Bemerkung zur Familiengeschichte: Peter Eduard Hoenes schloss im Januar 1860 in Trier die Ehe mit der Metzgerstochter Katharina Ost aus Kreuznach (1838–1909), deren Schwester Susanna 1878 ebenfalls in Trier Ehefrau des Musikalienhändlers Johann Wilhelm Stomps wurde; Trauzeuge war Peter Eduard Hoenes.

Datierungshilfe (nach Verlagsnummern):

24–26: 1863
31–38: 1864
79: 1866
100–103: 1867
158–163: 1868
179–182: 1869
205, 206: 1870
250, 252: 1872
260: 1873
280–284: 1874
319–365: 1875
401–405: 1876
425: 1877
576–593: 1879
598–631: 1880
649–651: 1881
750–773: 1883
784–793: 1884
826, 827: 1885
856: 1886
932–937: 1888
982–1012: 1889
1056: 1890
1147–1178: 1891
1184–1214: 1892
1256: 1893
1286: 1894
1299: 1895
1380: 1899
1396: 1900
1563: 1906
1670: ca. 1910 (Pasing)

Quellen — KB Wolfstein <> Zivilstands- und Standesamtsregister Trier <> Redaktion, Peter Eduard Hoenes (Nekrolog), in: Echo vom Gebirge. Illustriertes Fachblatt für Zitherspiel 1901, S. 55 <> Allgemeines Adressbuch für den Deutschen Buchhandel 1864, 1914 <> Verzeichniss beliebter Werke hauptsächlich für die Zither aus dem Verlage von P. Ed. Hoenes in Trier, Trier 1886; D-Mbs (digital) – dass., Aufl. 1890; D-Mbs (digital) <> Katalog des Musikalien-Verlages von P. Ed. Hoenes, Trier, Trier [1891]; D-Mbs (digital) <> MMB <> freundliche Mitteilungen von Frau Marlène Duhr, Esch-sur-Alzette (Luxemburg), und Herrn Franz Schenk, Göttingen

Literatur — Art. Hoenes, Eduard, Hoenes, P. Ed. und Hoenes, Hermann, in: FiedlerL

Abbildung 1: Peter Eduard Hoenes, in: FiedlerL

Abbildung 2: Hoenes-Sammeltitel aus dem Jahr 1900; D-Kbeer


Axel Beer

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  • angelegt 2019/09/20 14:22