Albert Arndt
ARNDT, (WILHELM HERMANN) ALBERT * Stettin 11. Aug. 1843 | † nach 1897; Musiklehrer, Militärmusiker, Komponist
Arndt war wohl zunächst Musiklehrer in seiner Heimatstadt, bevor er als Militärmusiker an den Mittelrhein kam. 1871 berichtete der Mainzer Anzeiger (31. Mai 1871) über den dort in Garnison befindlichen Musiker, dass er „dieser Tage eine Spieluhr auf dem Piano so täuschend und treu nach[ahmte], daß wir den Wunsch nicht unterdrücken können, diese Composition recht bald gedruckt zu sehen“ und dass Arndt „sich nach seiner Entlassung vom Militär in Frankfurt a. M. niederlassen“ würde. Im August desselben Jahres heiratete er dort Anna Maria Henriette geb. Röhrig, die Tochter eines Assistenz-Wundarztes, und war anschließend als Klavierlehrer und Komponist tätig. Seit 1879 gehörte Arndt dem Freien Deutschen Hochstift an.
Werke — Am Waldessaum. Salonstück (Kl.; „Fräulein Charlotte Schenck“ gewidmet), Offenbach: André [1876]; D-OF <> Rondo (Kl.), ebd. (in Komm.) [1879]; D-OF (nur Korrekturabzug) <> Imitation d’une boite à musique (Kl.) op. 10, ebd. [1881]; D-B, D-OF <> Zur Feier der Enthüllung der Germania auf dem Niederwald. Deutsches Volkslied (Sst., Kl.), Frankfurt: Selbstverlag (André in Komm.) [1883]; D-Mbs (digital), D-OF (nur Stichvorlage und Korrekturabzug) <> Romanze (Vl., Kl.), Offenbach: André; D-Dl, D-F <> Deutsches Volkslied, in hoher Verehrung der ruhmreichen deutschen Armee gewidmet („Kaiser Fritz. Hurrah“), Frankfurt: Frankfurter Lichtdruckanstalt [ca. 1888]; D-KA <> Quartettsatz (Fl., Vl., Vc., Kl.), seinem Freund Peter Pott gew. [1891]; Ms. in D-KNh (s. RISMonline)
Quellen und Referenzwerke — KB Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB <> Pazdírek <> Berichte des Freien Deutschen Hochstiftes, Frankfurt 1880 <> Mainzer Anzeiger 31. Mai 1871; Dresdner Anzeiger 25. Aug. 1883
Abbildung: Titelseite zu Arndts op. 10; D-OF
Kristina Krämer