auch Schäfer, Schaeffer
(1) (Johann) Michael * (Bad) Vilbel 2. Jan. 1758 | † Mainz 24. März 1828; Musikstecher
(2) (Johann) Anton * Offenbach 15. Jan. 1791 | † Mainz 2. Apr. 1828; Musiklehrer
(3) (Johann) Philipp * Offenbach 31. Mai 1796 | † Mainz 31. Mai 1832; Musikstecher
Es besteht keine nähere Verwandtschaft zu dem Mainzer Musiker Franz Ignaz Schaefer (* Karlstadt am Main ca. 1777 | † Mainz 28. Okt. 1850) und dessen ebenfalls musikalisch tätigen Söhnen Philipp Schaefer (* Mainz 9. Jan. 1805 | † ebd. 28. Febr. 1878) und Michael Schaefer (* Mainz 13. Nov. 1808 | † ebd. 28. Aug. 1866).
(1) Michael Schaefer, Sohn eines Schuldieners und Gerichtsschreibers, war zum Zeitpunkt seiner Eheschließung mit der Seidenweberstochter Catharina Elisabetha Wegfarth im Jahr 1790 in Offenbach als Notenstecher für den Musikverlag André tätig (im Heiratseintrag „Notenstecher in der Andreeischen Fabric“). Als Taufpate des erstgeborenen Kindes (2) fungierte Johann Anton André. Zwischen 1801 und 1803 übersiedelte die Familie aus bisher ungeklärten Gründen nach Mainz und Schaefer trat in den Dienst des Verlags Schott, für den er noch bis mindestens 1822 tätig war.
Aus der Ehe Schaefers gingen 7 Kinder hervor – die älteste Tochter Sara (* Offenbach 4. Juni 1792) wurde die Ehefrau des Bückeburger Hofgärtners Heinrich Ludwig David Metz; die Töchter Catharina Clara (* Offenbach 13. Apr. 1794 | † Mainz 3. März 1857; verh. Voelcker) und Henriette Louise (* Offenbach 2. März 1801 | † Mainz 23. Mai 1836; verh. Lauterer) waren als Posamentiererinnen tätig und heirateten in diesem Metier. Zur Biographie der beiden jüngsten Kinder – Valentin (* Mainz 24. Dez. 1803; lt. Familienregister 1837 nach „Hochhausen“ verzogen) und Sara Rosa (* Eltville 14. Aug. 1811 | † Frankfurt/M. 25. März 1901; nicht verh.) – sind keine weiteren Details bekannt.
Quellen — KB Bad Vilbel (ev.), Offenbach (deutsch-reformiert), Eltville (St. Peter und Paul), Bückeburg (ref.) <> Familienregister Mainz; Zivilstandsregister Mainz; Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Mainz <> Einträge im [Schott] Taglohn und Arbeiter Zalungs[!] Buch [1818–1822]; D-MZsch
(2) Anton Schaefer lebte als Musiklehrer in Mainz und heiratete 1817 die Perückenmachertochter Magdalena Franziska Thraen. Unter den Trauzeugen befand sich der Musiker Joseph Rittersheim. Schaefer stand in freundschaftlichem Kontakt zur Familie André und vermittelte beispielsweise Sophus Benzons Variationen op. 7 an den Offenbacher Verlag.
Quellen — KB Offenbach (deutsch-reformiert); Zivilstandsregister Mainz <> Adressbücher Mainz <> Briefe von André an Anton Schaefer (2, 1817–18); D-OF (Kopierbuch)
(3) Philipp Schaefer ergriff denselben Beruf wie sein Vater und übernahm spätestens seit Sommer 1818 ebenfalls Arbeiten für den Verlag Schott. Das Mainzer Adressbuch von 1830 führt ihn als „Lythograf“, was nahelegt, dass er möglicherweise im Verlag eine entsprechende Ausbildung erhielt. 1827 schloss Schaefer die Ehe mit der Hebamme Barbara Elisabetha Müller (* Mainz 3. Apr. 1802 | † ebd. 26. Apr. 1871), einer Tochter des Mainzer Hofmusikers Ludwig Müller (get. Mainz 1. Aug. 1743| † ebd. 13. März 1810). Zu den Trauzeugen gehörten – neben seinem älteren Bruder Anton (2) – der Musiker Jakob Schlosser und der Tanzmeister Julius Cirzewsky. Nach dem Tod Schaefers heiratete seine Witwe den Musiklehrer Anselm Johann Peter Paul Rehm (* Mainz 19. Apr. 1809 | † ebd. 1. März 1876), der wiederum (über seine Mutter Agnes) ein Enkel von Udalrikus Baledenecker war.
Quellen — KB Offenbach (deutsch-reformiert); Zivilstandsregister Mainz <> Adressbücher Mainz <> Einträge im [Schott] Taglohn und Arbeiter Zalungs[!] Buch [1818–1822]; D-MZsch <> Brief an Schott (1, 1817); D-Mbs
Kristina Krämer