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 **BANGER, (HEINRICH FRIEDRICH) GEORG** * Darmstadt 10. März 1829 | † ebd. 27. Dez. 1892; Cellist und Komponist **BANGER, (HEINRICH FRIEDRICH) GEORG** * Darmstadt 10. März 1829 | † ebd. 27. Dez. 1892; Cellist und Komponist
  
-Als Sohn des Hofmusikers Johann Adam Banger (* Rüsselsheim 7. Mai 1794 | † Darmstadt 10. Apr. 1883), der zunächst Hautboist der alten Gardemusik gewesen war, ehe er Hofmusikakzessist und 1823 als Cellist Darmstädter Hofmusiker wurde, wählte Banger einen ähnlichen Lebensweg. Auf seinen Besuch der Realschule folgte die musikalische Ausbildung bei Hofkonzertmeister Ferdinand Büchler. Seit 1849 spielte er Violoncello im Darmstädter Hoforchester und wurde nach seiner Zeit als Hofmusikaspirant von 1853 bis 1858 zum Hofmusiker ernannt. Anlässlich der 25jährigen Regierungszeit des Großherzogs erhielt er 1873 den Titel „Kammermusiker“ und ließ sich 1882 mit Ordensauszeichnung in den Ruhestand versetzen. Neben zahlreichen Werken und Arrangements für kleine Besetzung, die größtenteils bei [[andre|André]] in Offenbach erschienen, steuerte er Musik für Bühnenwerke,​ die in Darmstadt aufgeführt werden sollten, bei und komponierte (teils in Zusammenarbeit mit G. Reiset) einige Opern – auch parodistische Opern für das Darmstädter Judithfest der Akzessisten,​ von denen heute lediglich eine bekannt ist (//Der Füsilier// s. u.). Aus seiner Ehe mit Johanna Marie Margarethe Endner (Heirat 24. Juni 1858), Tochter eines Darmstädter Kaminfegers,​ gingen drei Kinder hervor, darunter (Johann Adam) Richard Banger (* Darmstadt 3. Sept. 1859 | † Bad Nauheim 24. Apr. 1947), der in Würzburg eine Musikalienhandlung besaß.+Als Sohn des Hofmusikers Johann Adam Banger (* Rüsselsheim 7. Mai 1794 | † Darmstadt 10. Apr. 1883), der zunächst Hautboist der alten Gardemusik gewesen war, ehe er Hofmusikakzessist und 1823 als Cellist Darmstädter Hofmusiker wurde, wählte Banger einen ähnlichen Lebensweg. Auf seinen Besuch der Realschule folgte die musikalische Ausbildung bei Hofkonzertmeister ​[[buechler|Ferdinand Büchler]]. Seit 1849 spielte er Violoncello im Darmstädter Hoforchester und wurde nach seiner Zeit als Hofmusikaspirant von 1853 bis 1858 zum Hofmusiker ernannt. Anlässlich der 25jährigen Regierungszeit des Großherzogs erhielt er 1873 den Titel „Kammermusiker“ und ließ sich 1882 mit Ordensauszeichnung in den Ruhestand versetzen. Neben zahlreichen Werken und Arrangements für kleine Besetzung, die größtenteils bei [[andre|André]] in Offenbach erschienen, steuerte er Musik für Bühnenwerke,​ die in Darmstadt aufgeführt werden sollten, bei und komponierte (teils in Zusammenarbeit mit G. Reiset) einige Opern – auch parodistische Opern für das Darmstädter Judithfest der Akzessisten,​ von denen heute lediglich eine bekannt ist (//Der Füsilier// s. u.). Aus seiner Ehe mit Johanna Marie Margarethe Endner (Heirat 24. Juni 1858), Tochter eines Darmstädter Kaminfegers,​ gingen drei Kinder hervor, darunter (Johann Adam) Richard Banger (* Darmstadt 3. Sept. 1859 | † Bad Nauheim 24. Apr. 1947), der in Würzburg eine Musikalienhandlung besaß.
  
 **Werke** — //​Rhapsodie//​ (Kl. 4ms), Offenbach: André [1856]; D-OF <> //Les Cloches du Soir. Idylle// (Kl.), ebd. [1857]; D-OF <> 3 //Lieder// (Sst. m. Kl.) op. 5, ebd. [1859]; D-OF <> 3 //​Morceaux//​ (Vc., Kl.) op. 8, Mainz: Schott [1860]; D-B, D-Hs <> Lied //​Liebeserinnerung//​ (Sst. m. Kl.) op. 11, Offenbach: André [1864]; D-OF <> 3 //kleine Duette// (2 Vc.) op. 10, ebd. [1862]; D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Du brauchst es nicht zu bescheinen//​ (Sst. m. Kl.) op. 19, ebd. [1868]; D-OF <> //Das Liebhaber-Quartett. Eine Sammlung der beliebtesten Opern in Form von Potpourris//​ (2 Vl., Va., Vc.) op. 24, mind. 20 Nummern, ebd. [ab 1871]; A-Wn, D-B, D-BMs, D-F, D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Der Quartettclub//​ [z. T. auch unter dem Titel //Das Liebhaber-Quartett//​] (Fl., Vl., Va., Vc.) op. 25, mind. 20 Nummern, ebd. [ab 1871]; A-Wn, D-B, D-OF <> //Festiva. Marsch zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Regierungs Jubiläums Seiner Königlichen Hoheit Ludwig III. Großherzogs von Hessen und bei Rhein// (Orch.) op. 31, Part., Weimar: Kühn [1874]; D-B, D-Cl <> dass., arr. für Kl., ebd. [1874]; D-B, D-Cl <> 6 //​Instructive Capricen nach Strauss’-schen Tanz-Motiven//​ (Kl.) op. 29, Offenbach: André [1876]; D-OF <> //​Praktische Violoncellschule. Methodisch geordnete Uebungen, Etüden, Capricen z. Ausbildung der linken Hand u. der Bogenführung,​ nebst melodischen Stücken für 2 Violoncelli,​ Takt- u. Vortrags-Uebungen//​ (deutsch und frz.) op. 35, 3 Teile, ebd. [1877]; D-B, D-OF, %%GB%%-Lbl <> 3 //​Romanzen//​ (Vc., Kl.) op. 36, ebd. [1878]; D-B, D-OF <> //​Königs-Ballett. Kindersymphonie//​ (Kl., 2 Vl., Vc., Trgl., Schellenbaum,​ Schnarre, Trp., Tr.) (freie Bearbeitung von Albert Lebeaus //Ballet de la Reine//) op. 43, ebd. [1880]; D-B, D-OF, %%GB%%-Lbl <> //​Ouverturen-Album//​ (2 Vl.; Fl., Kl.), 2 Bde., ebd. [1880]; D-B, D-KA, D-OF, %%GB%%-Lbl <> [5] //​Potpourris//​ und [2] //Leichte Phantasien//​ (Fl., Vl., Kl.) op. 45, ebd. [1880 und 1881]; D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Le doux Mal. Chant d’Amour// (Vc., Kl.), ebd. [1898]; D-B, D-OF <> Als Herausgeber:​ Etienne Ozi, //​Fagott-Schule Neue, unter Mitwirkung erster Fagottisten durch Georg Banger besorgte Ausgabe// op. 14, Offenbach: André 1897; D-B, D-HVh, D-HVs, D-OF <> weiterhin sind aus Darmstadt folgende größere Werke bekannt, zu denen wohl kein Notenmaterial erhalten ist: (gemeinsam mit G. Reiset) Oper //Die Müllerin von Marly// (EA 30.1.1863) <> Musik für das pantomimische Ballett //​Capriccio//​ von Heinrich Bloch; Libretto – Darmstadt: Herbert 1865; D-DS <> (gemeinsam mit G. Reiset) Oper //Donna Maria. Infantin von Spanien// (EA 13.3.1866); KlA – Darmstadt: Wirtz 1865, Libretto – Darmstadt: Herbert 1866; D-Mbs ([[http://​mdz-nbn-resolving.de/​urn:​nbn:​de:​bvb:​12-bsb00057371-2|digital]]) <> Musik für das Festspiel von Ernst Pasqué zum 50jährigen Jubiläum des Hoftheaters (aufgef. 7.11.1869) <> Humoristisch-satirische Kriegsoper //Der Füsilier August Kutschke//; Libretto – Darmstadt: Herbert 1872; D-DS <> Musik zum Komischem Ballett //Amor in der Küche// von Hofballettmeister August Siems (EA 29.10.1874) <> gemeinsam mit weiteren Komponisten:​ Musik für das Phantastische Bild //Der Sterne Zauber// von August Siems (aufgef. 7.3.1875) <> Musik für das dramatische Märchen //Der Rosengarten//​ von Otto Roquette (EA 16.11.1875) **Werke** — //​Rhapsodie//​ (Kl. 4ms), Offenbach: André [1856]; D-OF <> //Les Cloches du Soir. Idylle// (Kl.), ebd. [1857]; D-OF <> 3 //Lieder// (Sst. m. Kl.) op. 5, ebd. [1859]; D-OF <> 3 //​Morceaux//​ (Vc., Kl.) op. 8, Mainz: Schott [1860]; D-B, D-Hs <> Lied //​Liebeserinnerung//​ (Sst. m. Kl.) op. 11, Offenbach: André [1864]; D-OF <> 3 //kleine Duette// (2 Vc.) op. 10, ebd. [1862]; D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Du brauchst es nicht zu bescheinen//​ (Sst. m. Kl.) op. 19, ebd. [1868]; D-OF <> //Das Liebhaber-Quartett. Eine Sammlung der beliebtesten Opern in Form von Potpourris//​ (2 Vl., Va., Vc.) op. 24, mind. 20 Nummern, ebd. [ab 1871]; A-Wn, D-B, D-BMs, D-F, D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Der Quartettclub//​ [z. T. auch unter dem Titel //Das Liebhaber-Quartett//​] (Fl., Vl., Va., Vc.) op. 25, mind. 20 Nummern, ebd. [ab 1871]; A-Wn, D-B, D-OF <> //Festiva. Marsch zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Regierungs Jubiläums Seiner Königlichen Hoheit Ludwig III. Großherzogs von Hessen und bei Rhein// (Orch.) op. 31, Part., Weimar: Kühn [1874]; D-B, D-Cl <> dass., arr. für Kl., ebd. [1874]; D-B, D-Cl <> 6 //​Instructive Capricen nach Strauss’-schen Tanz-Motiven//​ (Kl.) op. 29, Offenbach: André [1876]; D-OF <> //​Praktische Violoncellschule. Methodisch geordnete Uebungen, Etüden, Capricen z. Ausbildung der linken Hand u. der Bogenführung,​ nebst melodischen Stücken für 2 Violoncelli,​ Takt- u. Vortrags-Uebungen//​ (deutsch und frz.) op. 35, 3 Teile, ebd. [1877]; D-B, D-OF, %%GB%%-Lbl <> 3 //​Romanzen//​ (Vc., Kl.) op. 36, ebd. [1878]; D-B, D-OF <> //​Königs-Ballett. Kindersymphonie//​ (Kl., 2 Vl., Vc., Trgl., Schellenbaum,​ Schnarre, Trp., Tr.) (freie Bearbeitung von Albert Lebeaus //Ballet de la Reine//) op. 43, ebd. [1880]; D-B, D-OF, %%GB%%-Lbl <> //​Ouverturen-Album//​ (2 Vl.; Fl., Kl.), 2 Bde., ebd. [1880]; D-B, D-KA, D-OF, %%GB%%-Lbl <> [5] //​Potpourris//​ und [2] //Leichte Phantasien//​ (Fl., Vl., Kl.) op. 45, ebd. [1880 und 1881]; D-OF, %%GB%%-Lbl <> //Le doux Mal. Chant d’Amour// (Vc., Kl.), ebd. [1898]; D-B, D-OF <> Als Herausgeber:​ Etienne Ozi, //​Fagott-Schule Neue, unter Mitwirkung erster Fagottisten durch Georg Banger besorgte Ausgabe// op. 14, Offenbach: André 1897; D-B, D-HVh, D-HVs, D-OF <> weiterhin sind aus Darmstadt folgende größere Werke bekannt, zu denen wohl kein Notenmaterial erhalten ist: (gemeinsam mit G. Reiset) Oper //Die Müllerin von Marly// (EA 30.1.1863) <> Musik für das pantomimische Ballett //​Capriccio//​ von Heinrich Bloch; Libretto – Darmstadt: Herbert 1865; D-DS <> (gemeinsam mit G. Reiset) Oper //Donna Maria. Infantin von Spanien// (EA 13.3.1866); KlA – Darmstadt: Wirtz 1865, Libretto – Darmstadt: Herbert 1866; D-Mbs ([[http://​mdz-nbn-resolving.de/​urn:​nbn:​de:​bvb:​12-bsb00057371-2|digital]]) <> Musik für das Festspiel von Ernst Pasqué zum 50jährigen Jubiläum des Hoftheaters (aufgef. 7.11.1869) <> Humoristisch-satirische Kriegsoper //Der Füsilier August Kutschke//; Libretto – Darmstadt: Herbert 1872; D-DS <> Musik zum Komischem Ballett //Amor in der Küche// von Hofballettmeister August Siems (EA 29.10.1874) <> gemeinsam mit weiteren Komponisten:​ Musik für das Phantastische Bild //Der Sterne Zauber// von August Siems (aufgef. 7.3.1875) <> Musik für das dramatische Märchen //Der Rosengarten//​ von Otto Roquette (EA 16.11.1875)
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