Heinrich Kautzmann


KAUTZMANN, (JOHANN) HEINRICH * Pirmasens 1. Apr. 1793 | † Ludweiler (heute Ortsteil von Völklingen) 6. Apr. 1861; Militärkapellmeister

Wie sein Vater Peter, der als Soldat in herzoglich zweibrückischen Diensten stand, schlug auch Heinrich Kautzmann eine militärische Laufbahn ein. Ab den 1820er Jahren lässt er sich als Kapellmeister der in Mainz garnisonierten Preußischen Infanterie-Regimenter Nr. 35 und 36 nachweisen. In Mainz zeigte er 1825 und 1826 die Geburt zweier unehelicher Kinder mit Christina (Josepha) Hettig (* Mainz 24. Aug. 1803 | † Bremgarten (Schweiz) 1870) an, wobei die Militärmusiker August Forger und Andreas Gebauer (Hautboisten im Inf.-Rgt. Nr. 36) sowie die Mainzer Musiker Heinrich Joseph Haseneier und Heinrich Schippel als Zeugen fungierten. Kautzmanns Ehefrau Elisabetha Engel (* Pirmasens 18. Nov. 1789 | † ebd. 8. Apr. 1867) lebte zu diesem Zeitpunkt sicherlich in Pirmasens mit den gemeinsamen Töchtern Salome (ca. 1813–1850; später Ehefrau des Hautboisten Gottlieb Kübelstein im 35. Inf.-Rgt. in Mainz) und Henriette (1823–1883). Als das Inf.-Rgt. Nr. 36 im Jahr 1834 nach Saarlouis verlegt wurde, übersiedelte vermutlich auch Kautzmann dorthin. 1842 wird er im Heiratseintrag seiner Tochter Henriette als „Musikdirector beym königlich preußischen Bergamt zu Saarbrücken“ bezeichnet. Sein weiterer Lebensweg ist ungewiss.

WerkeSix Walses über Themen aus dem Freischütz (2 Vl., Fl., Klar., 2 Hr., B.), Mainz: Schott [1823]; D-B

Quellen — KB Pirmasens; Zivilstandsregister Mainz; Familienregister Mainz; Zivilstandsregister Ludweiler; KB Saarlouis (Militär) <> Briefe an Schott in Mainz (43, 1822–1839); D-B und D-Mbs, s. Kalliope <> Brief von Schott an Kautzmann (1, 1828); D-MZsch (Kopierbuch) <> Frankfurter Ober Postamts Zeitung 14. Apr. 1823 <> Wegweiser im Gebiete der Künste und Wissenschaften (Dresden) 31. Jan. 1824

Abbildung: Unterschrift Kautzmanns auf einem Schreiben an Schott vom 7. Juli 1825; D-B (digital)


Kristina Krämer