==== Hermann Zimmer ==== \\ **ZIMMER, HERMANN** * ca. 1852 | † Kairo 3. Dez. 1876; Pianist und Dirigent Der Sohn des gleichnamigen Generaldirektors der großherzoglichen Badener Staatsbahn (1814-1893) erhielt zunächst in Berlin, anschließend bei Hans von Bülow an der Münchner Musikschule Klavierunterricht. Sicherlich auf Empfehlung seines Klavierlehrers verpflichtete ihn Richard Wagner 1872 als Solorepetitor für die Proben zu //Der Ring des Nibelungen// nach Bayreuth. Im gleichen Jahr gab Zimmer in Potsdam sein Debüt als Pianist und spielte anschließend in Baden-Baden; weitere Auftritte sind belegt 1873 in Kissingen und 1874 in Wiesbaden. Im Herbst 1874 dirigierte er in der Nachfolge [[willemsen|Hugo Willemsens]] erstmals den //Cäcilienverein// in Speyer, erkrankte aber bereits 1875 so schwer, dass [[metz|Wilhelm Metz]] die Leitung eines Konzerts für ihn übernehmen musste. 1876 reiste Zimmer nach Kairo, fand dort statt der erwarteten Erholung allerdings den Tod. Zimmers Nachfolger als Dirigent des Speyerer //Cäcilienvereins// wurde Joseph Sautier. Hermann Zimmers Halbschwester Johanna (1869–1951; aus der 2. Ehe des Vaters) wurde 1887 Ehefrau Heinrich Ordensteins (1856–1921), der wenige Jahre zuvor das Karlsruher Konservatoriums gegründet hatte. **Werke** — //Scherzo und Allegro// (Kl.) (belegt in NZfM 8. Mai 1874) **Quellen** — Wilhelm Tappert, //Hermann Zimmer †//, in: //Allgemeine Deutsche Musik-Zeitung// (Berlin) 15. Dez. 1876 <> //Musikalisches Wochenblatt// 10. Juni 1870, 21. Juni 1872, 11. Dez. 1874, 15. Dez. 1876 (Todesmeldung); //Neue Berliner Musikzeitung// 19. Juni 1872, 16. Okt. 1872, 26. Juni 1873, 3. Juli 1873; //Karlsruher Zeitung// 26. Okt. 1872; NZfM 27. Juni 1873, 8. Mai 1874, 15. Dez. 1876; //Karlsruher Zeitung// 18. Juni, 26. Okt. 1872, 14. Dez. 1876 (Nachruf); //Zweibrücker Zeitung// 9. Okt. 1874; //Speierer Zeitung// 13. Febr. 1875, 19. März 1875; //Union. Organ für Theater und Kunst// 1. Mai 1875; //Fremden-Blatt// (Wien) 21. Dez. 1876 (Todesmeldung) ---- Karl Traugott Goldbach