==== Arend Westerborg ==== \\ **WESTERBORG, AREND (CORNELIS WILLEM)** * Arnhem (NL) 15. März 1865 | † Frankfurt/M. 5. Aug. 1936; Musiklehrer, Chordirigent {{ :westerborg_d-of.jpg?nolink&380|}} Arend Westerborg war Sohn des Hof-Photographen Carel Eduard Westerborg (1842–1916) in Arnheim. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst bei der Niederländischen Sängerin Bertha Zegers Veeckens (1859–1907) und später bei Julius Stockhausen (wahrscheinlich privat) in Frankfurt. Wann er genau in die Rhein-Main-Region kam, ist nicht ganz klar. 1897 wird er für einen Liederabend in Utrecht bereits als „Concertzanger uit Frankfort a. M.“ angekündigt. Westerborg wurde angeblich zum 1. Okt. 1899 als Bariton an die Oper in Troppau (heute: Opava, Tschechien) verpflichtet (//Arnhemsche courant// 14. Apr. 1899). Die Anstellung dürfte allenfalls für eine Saison gewesen sein, denn bereits ab 1900 tauchte er als Dirigent verschiedener Gesangvereine Frankfurts und Umgebung auf, wie der //Nassovia// (1900), der //Harmonia// (1901/02), der //Lyra// (1908), der //Sängerlust// Bockenheim (1911–13), der //Liederblüte// Griesheim (1907, als Nachfolger von [[bischof|Ferdinand Bischof]]), des //Liederkranzes// Schwanheim (1907–09), dem Männergesangverein Schierstein (1912), der Gesangsriege des Turn-Vereins Sossenheim (1914) und des Arbeitergesangvereins //Einigkeit// in Kriftel (1921). Bereits 1901 versuchte er vergeblich, einige Lieder bei [[andre|André]] in Offenbach zu verlegen, auch bei anderen Verlagen ist offenbar nichts erschienen. Neben seiner Dirigententätigkeit gab er Gitarren-, Lauten- und Zitherunterricht. Verheiratet war Westerborg seit 1906 mit der Frankfurter Kaufmannstochter Katharina Margarete geb. Morhard (1884–1969). **Werke** — Lieder (1901 André angeboten); Ms. verschollen {{ :westerborg_anz._3.10.1914.jpg?nolink&380|}} **Quellen** — Adressbücher Frankfurt/M. <> Zivilstandsregister Arnheim; Heirats- und Sterberegister Frankfurt/M. <> Brief an André (15. Aug. 1901); D-OF <> Akte in D-Fsa (Privater Musikunterricht) <> //Frankfurter Musik- und Theater-Zeitung// 14. Dez. 1907, 24. Nov. 1908; //Frankfurter Sänger-Zeitung// 14. Dez. 1907, 1. Nov. 1909; //Sossenheimer Zeitung// 21. März 1914, 28. März 1914; //Kommunist// (Südwestdeutschland) 12. Juni 1921; //Frankfurter Nachrichten und Intelligenzblatt// 26. Sept., 3. Okt. 1914, 8. Okt. 1914, 14. Okt. 1914 (Unterrichtsanzeigen); //Frankfurter Zeitung und Handelsblatt// 21. Juli 1936 (Todesanzeige); //Wiesbadener General-Anzeiger// 20. Okt. 1907, 14. März 1912 <> Niederländische Zeitungen: //Utrechtsch provinciaal en stedelijk dagblad//, 26./28. April 1897, 1. Mai 1897, 13. Nov 1897; //Utrechtsch provinciaal en stedelijk dagblad// 28. Apr. 1897; //Het nieuws van den dag. kleine courant// 18. Apr. 1898; //Arnhemsche courant// 18. Apr. 1899 <> MMB Abbildung 1: Unterschrift Westerborgs auf seinem Brief an André 1901; D-OF Abbildung 2: Unterrichtsanzeige für Lauten- und Gitarrenunterricht im //Frankfurter Nachrichten und Intelligenzblatt// 3. Okt. 1914 ---- Martin Bierwisch