==== Henri Pusch ==== \\ **PUSCH, HENRI (CHRETIEN CHARLES)** * s’-Hertogenbosch 12. Apr. 1876 | † Amsterdam 2. Jan. 1957; Pianist {{:pusch-karikatur_dolbin.jpg?nolink&180 |}} Seine Ausbildung erhielt Pusch sicherlich von seinem Vater, dem Musiker Jacob Antonius P. in s’-Hertogenbosch. Seit spätestens 1897 lebte er in Berlin und seit 1908 in Frankfurt/M., wo er sich vor allem als Klavierbegleiter (etwa an der Seite vom [[kaempfert|Anna Kaempfert]]) einen Namen machte; außerdem gehörte er alsbald als Klavierlehrer dem Kollegium der //Frankfurter Musikschule// an, deren Leiterin [[henkel|Sophie Henkel]] er als Mitdirektor seit etwa 1920 zur Seite stand. Seit 1912 engagierte er sich im Vorstand des von [[rehberg|Willy Rehberg]] geleiteten Frankfurter //Tonkünstlervereins//, bei dessen Aufführungen alter Musik Pusch den Cembalo-Part übernahm. Um 1940 ließ er sich in Rotterdam nieder und setzte seine Karriere als Pianist fort. Als Liedbegleiter unternahm Pusch mehrere Konzertreisen, u. a. ins Baltikum (1900/03, teils mit dem Ehepaar [[hildach|Hildach]], und 1910) und nach Prag (1910); eine für 1910 geplante Tournee durch Nordamerika kam nicht zustande. Verheiratet war Pusch seit 1904 mit der Konzertsängerin Dora Trabert (* Berlin 1853; ausgewandert nach New York 1932); die Ehe wurde 1913 in Frankfurt geschieden. **Werke** — mehrere kleine Klavierstücke und Lieder in der //Musik-Mappe//, Berlin/Leipzig: Vobach 1904–1906 und 1910/11; A-Wn <> //Etwas über die Deppe-Caland-Methode//, in: //Deutsche Tonkünstler-Zeitung// 1922 **Quellen** — KB Berlin <> Adressbücher Berlin und Frankfurt <> //Rotterdams Nieuwsblad// 4. Okt. 1897; //Rigasche Stadtblätter// 17. Febr. 1900, 25. Okt. 1901 und öfter; //Rigasche Rundschau// 8. Sept. 1901 und öfter; //Pernauische Zeitung// 18. März 1903, 15. Okt. 1910; //Frankfurter Zeitung und Handelsblatt// 14. Okt. 1908 (Abendblatt), 21. Dez. 1908 (dto.), 24. Nov. 1916 (dto.), 23. Nov. 1925 (dto.) u. ö.; //Frankfurter Musik- und Theater-Zeitung// 25. Okt. 1908 u. ö.; //Baltische Post// 25. Sept. 1910; //Frankfurter Universitäts-Zeitung// 6. Juli 1915; //Signale für die musikalische Welt// 10. Sept. 1919 u. ö.; ZfM 16. März 1921; //Neueste Zeitung// (Frankfurt) 4. Okt. 1925; //Deutsche Zeitung in den Niederlanden// (Amsterdam) 26. März 1943 <> Hamburger Passagierlisten Okt. 1932 <> MMB Abbildung: Henri Pusch, Karikatur von Benedikt Fred Dolbin, in: //Die Festwoche des Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer anlässlich der Internationalen Ausstellung Musik im Leben der Völker in Frankfurt a/M. 16.–21. August 1927 in der Karikatur von B. F. Dolbin//, Berlin 1927, fol. 18 ---- Axel Beer