==== Heinrich Langen ==== \\ **LANGEN, (REINER) HEINRICH** * Arsbeck (Rheinland) 4. Dez. 1870 | † Nieder-Ramstadt 21. Aug. 1946; Musiklehrer, Chorleiter, Organist, Komponist {{ :langen_anz.jpg?nolink&250|}} Heinrich Langen studierte an Konservatorium und Kirchenmusikschule in Aachen sowie in Wiesbaden am [[freudenberg|Freudenberg]]’schen Konservatorium bei [[riemann|Hugo Riemann]] und [[spangenberg|Heinrich Spangenberg]]. Von 1894 bis 1902 wirkte er als Organist an St. Christoph in Mainz, im Anschluss bis 1912 am Dom. Zugleich war er als Privatlehrer tätig; zu seinen Schülern zählte von 1896 bis 1897 der junge [[zoergiebel|Georg Zörgiebel]]. 1897 leitete er erstmals den Mainzer Gesangverein //Cäcilia//, zu dem sich eine enge und lange Verbundenheit (mit Unterbrechungen) entwickelte. Ab 1908 leitete Langen auch die Biebricher Vereinigung //Fidelio//. In Mainz trat er Anfang April 1909 mit diesem Chor auf, als er in der Stadthalle ein Konzert mit 300 Sängern leitete (beiläufig erwähnt in //Wiesbadener General-Anzeiger// 13. Apr. 1909 und //Wiesbadener Bade-Blatt// 11. Apr. 1909). Daran wirkten auch die Gesangvereine //Schubert-Bund// (Wiesbaden), //Liederkranz// (Mainz) und //Liedertafel// (Weisenau) mit. Unterstützt durch das Kurorchester unter Leitung von [[afferni|Ugo Afferni]] wurde das Mainzer Programm am 11. Apr. (Ostersonntag) 1909 in Wiesbaden wiederholt; auf dem Programm beider „Monstre-Konzerte“ (//Wiesbadener General-Anzeiger// 13. Apr. 1909) stand auch Langens Chorsatz //Waldkönig//. In den folgenden Jahren fungierte er als Chormeister des //Schubert-Bundes//, dessen Vereinskonzerte er bis 1915 und nach dem Krieg noch einmal 1921 künstlerisch gestaltete. Der //Waldkönig// stand erneut auf dem Programm, als Langen im Kurhaus Wiesbaden am 19. Juni 1924 den Chor in einem „Sänger-Frühkonzert“ dirigierte. Noch im selben Jahr übernahm er die Leitung der neu gegründeten //Sängervereinigung// Hochheim, die am 5. Apr. 1925 dort ihr offizielles Debut gab; weitere Auftritte folgten, darunter, gemeinsam mit der Mainzer //Cäcilia//, am 2. Mai 1926 in Flörsheim. Für seine Tätigkeiten wurde Langen der Titel eines //Hessischen Ehrenchormeisters// verliehen (erstmals nachzuweisen in //Radio Wien// 27. Febr. 1931); es folgte eine Ehrenurkunde für „25jährige Vorstandstätigkeit“ beim //Nassauischen Sängerbund// (//Nassauer Volksblatt// 26. Sept. 1933). Bis nachweislich 1936 dirigierte Langen die alljährlichen Weihnachtskonzerte des Chors //Fidelio//, die traditionell am Neujahrstag des jeweiligen Folgejahres stattfanden. Als der Chor 1938 sein 47-jähriges Bestehen beging, wurde Langen für 30 Jahre Tätigkeit als dessen Dirigent geehrt. {{:langen_im_walde.jpg?nolink&300 |}} **Werke** — Langen komponierte ausschließlich Lieder und Gesänge für Männerchor: //Schneeglöckchen// („Ich kenne ein Blümchen“; Preis-Chor für die V. Klasse des nationalen Gesang-Wettstreites zu Weisenau, Pfingsten 1900), Mainz: [[ebling|Ebling]] [1900]; ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> //O du wunderschöne Frühlingszeit// („Wenn der Lenz beginnt“; Aufgegebener Chor für den Gesangswettstreit zu Köngernheim, 1. Juli 1900), ebd. [1900]; ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch; spätere Auff. mit der Sängervereinigung Hochheim und der Mainzer //Cäcilia//: Wiesbaden 2. Mai 1926 <> //Festgruss// („Willkommen Euch nach Sängerweise“), ebd. [1900]); ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> //Waldkönig// („Im grünen Wald bin ich zu Haus“; Preis-Chor für die III. Klasse des Gesangwettstreites des Nass. Sängerbundes zu Schierstein, 21./22. Juli 1901), ebd. [1901]; ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch; aufgef. Wiesbaden 11. Apr. 1909, ebd. 19. Juni 1924 <> //Zwei treue Augen// („Mir fiel kein Stern hernieder“; Preischor für die II. Klasse des nationalen Gesang-Wettstreites zu Bodenheim a/Rh., Juni 1902), ebd. [1902]; ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> „Im Walde, wenn die Bäume grün“, ebd. [1906]; ehem. D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> Abendständchen („Schlafe Liebchen, weil’s auf Erden“), Heidelberg: Hochstein [1914]; D-B <> //Kirchlein im Tal// („Mit goldnem Schein umleuchtet“), Mainz: Ebling [ca. 1923]); D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> „Gretelein, wach auf! Unten im Tale da klapperts so hell“, Heidelberg: Hochstein [1928]; D-B <>//Schifferständchen// („Schon hat die Nacht den Silberschein“), Mainz: Ebling [ca. 1930]); D-B, D-BABHkrämer, D-Hbierwisch, D-MZsch <> laut MüllerDML (weitere?) Männerchöre im Manuskript **Quellen und Referenzwerke** — Personenstandsregister Mainz (Heirat 1906), Nieder-Ramstadt (Sterbeurkunde) <> Adressbücher Wiesbaden 1911–1915 <> Berichte in der Tagespresse: //Wiesbadener Bade-Blatt//, //Wiesbadener Tagblatt//, //Wiesbadener General-Anzeiger//, //Rheinische Volkszeitung//, //Neuer Hochheimer Stadt-Anzeiger// //Flörsheimer Zeitung//, //Nassauer Volksblatt// <> Pazdírek, HmL, MMB 1903, 1914, 1928 <> MüllerDML, KürschnerDMK (Totenliste) Abbildung 1: Konzertankündigung, //Wiesbadener Bade-Blatt// 11. Apr. 1909 Abbildung 2: //Im Walde, wenn die Bäume grün//; Titelblatt des Elbling-Drucks [1906]; D-BABHkrämer ---- Bernd Krause