==== Philipp Fleck ==== \\ **FLECK, PHILIPP** * Kohden (heute Stadtteil von Nidda) 2. Jan. 1860 | † Langen (Hessen) 3. Dez. 1946; Lithograph, Chorleiter, Komponist {{:fleck_titel_1.jpg?nolink&250 |}} Nachrichten über die Jugend und Ausbildung des Förstersohns Philipp Fleck fehlen. 1883 lebte er als Lithograph in Mainz und übersiedelte wenig später nach Frankfurt/M. Dort engagierte sich für seinen Berufszweig im //Deutschen Senefelder-Bund// und als Präsident des Frankfurter //Vereins der Lithographen// (mind. 1891–1892). Daneben trat er als Komponist einzelner Männerchöre hervor, die er auch mit den von ihm geleiteten Gesangvereinen aufführte. Er war Dirigent des //Hermanns-Vereins// (Bornheim; 1891–1902 als Nachfolger von [[eyles|Julius Eyles]] und Vorgänger R[udolph?] Achenbachs), des //Gesangvereins Frischauf// (1890–1892; Nachf. [Arthur?] Meissner), der //Frankfurter Liedertafel// (1901–1907; Vorg. Fritz Hildmann, Nachf. [[weimarw|Wilhelm Weimar]]), des //Männer-Gesangvereins „Frankofurtia“// (1904–1908; Vorg. Hugo Herwig, Nachf. A. Goedtel) und des //Frankfurter Männer-Gesangvereins (e. V.)// (1906; Vorg. Georg Flecken, Nachf. [[sonntag|Heinrich Sonntag]]). Dass Fleck über ein großes Netzwerk von Kontakten verfügte, veranschaulichen seine [[andre|André]] gegenüber geäußerten Bemühungen um möglichst erfolgreiche Vermarktung seiner Werke. So bot er an, „Ihrem Frankfurter Zweiggeschäft ca. 100 Adressen von Vereinen & Dirigenten geben, mit denen ich gut bekannt bin und die zum grossen Fest schon Chöre von mir sangen.“ (Brief vom 21. Aug. 1904). Um 1909 ließ sich Fleck, inzwischen Oberlithograph, im nahgelegenen Buchschlag (heute zu Dreieich) nieder. Er war seit 1888 mit der Frankfurterin Anna Maria geb. Stahl verheiratet. Sein Bruder Ludwig Valentin war als Buchhändler in Frankfurt tätig. Es besteht keine nähere Verwandtschaft zum gleichnamigen Kaufmann und Stifter Philipp Fleck (1740–1816), nach dem eine Straße in Frankfurt benannt ist, und auch nicht zum Komponisten Fritz Fleck. {{ :fleck_titel_2.jpg?nolink&250|}} **Werke** — __gedruckt__: //Waldeinsamkeit// (Mch.), Frankfurt: [[firnberg|Firnberg]] [1888]; D-B <> //Am heiligen Brünndel// (Mch.; „Dem Schuler’schen Männerchor in Frankfurt a/Main hochachtungsvoll gewidmet“), Offenbach: André [1897]; D-B, D-BABHkrämer, D-OF <> //Am Waldesrand// (Mch.), ebd. [1905]; D-B, D-BABHkrämer, D-OF <> __unveröffentlicht__: //Preis der edlen Sangeskunst//, der Frankfurter Sängervereinigung gewidmet; aufgef. Frankfurt/M. 1895 <> //Festlied der Sängervereinigung//, ders. gewidmet; aufgef. Frankfurt/M. 1896 <> //Ehre dem Meister// Hymne, dem Andenken [[neeb|Heinrich Neebs]] gewidmet (Chor); aufgef. Frankfurt/M. 1906 (Konzert für den Fonds eines Neeb-Denkmals) <> __Schriften__: //Das Gesamtgebiet des lithographischen Umdrucks//, in: //Klimsch’s Jahrbuch// 11 (1911), S. 151–193 **Quellen** — Standesamtsregister Frankfurt und Langen <> Adressbücher Frankfurt und Offenbach <> Briefe an André in Offenbach (3, 1904–1905); D-OF <> //Die Lyra// 15. Okt. 1895, 15. Mai 1896, 1. Nov. 1896; //Frankfurter Leben// 15. Apr. 1906, 11. Nov. 1906 <> MMB Abbildung 1: Titelseite zu //Am heiligen Brünndel//; D-BABHkrämer Abbildung 2: Titelseite zu //Am Waldesrand//; D-BABHkrämer ---- Kristina Krämer