wolff

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-**(3)** Nach Konzertreisen u. a. nach Wiesbaden, Koblenz, Münster, Hamburg, Berlin, möglicherweise auch nach Brüssel und St. Petersburg, ließ sich Wolff, Schüler des mit seiner Familie zumindest nicht näher verwandten [[wolffh|Heinrich Wolff]], 1860 in Frankfurt nieder, von wo aus er weiterhin, wenn auch zumeist in engerem geographischen Rahmen (etwa Edenkoben, Landau, Zweibrücken, 1863 jedoch auch München), als Violinsolist Reisen unternahm. 1865 rief er in Frankfurt das //Dilettanten-Orchester// (Orchesterverein) ins Leben, trat von der Leitung aber bereits 1868 (kurz nach seiner Eheschließung) „wegen überhäufter Geschäfte“ (//Didaskalia// 20. Sept. 1868) zurück; sein Nachfolger wurde [[d-ester|Carl d’Ester]]. Fortan widmete er sich seiner bereits 1859 in Kreuznach gegründeten Musikalien-, Musikverlags- und Instrumenten-Handlung (Wolff & Co.), die 1864 ihren Firmensitz in Frankfurt hatte und nach dem Ausscheiden des Kompagnons Leopold Lichtenstein (ca. 1819–1896) im März 1868 auf ihm allein lastete; gegen 1870 eröffnete er eine Filiale in Mainz, wenig später auch in Wiesbaden. Gleichwohl trat Wolff gelegentlich noch in den 1870er und 1880er Jahren als Gast in Konzerten auf. Er ist nicht zu verwechseln mit dem 1885 geborenen Max Wolff.+**(3)** Nach Konzertreisen u. a. nach Wiesbaden, Koblenz, Münster, Hamburg, Berlin, möglicherweise auch nach Brüssel und St. Petersburg, ließ sich Wolff, Schüler des mit seiner Familie zumindest nicht näher verwandten [[wolffh|Heinrich Wolff]], 1860 in Frankfurt nieder, von wo aus er weiterhin, wenn auch zumeist in engerem geographischen Rahmen (etwa Edenkoben, Landau, Zweibrücken,  
 +1863 jedoch auch München), als Violinsolist Reisen unternahm. 1865 rief er in Frankfurt das //Dilettanten-Orchester// (Orchesterverein) ins Leben, trat von der Leitung aber bereits 1868 (kurz nach seiner Eheschließung) „wegen überhäufter Geschäfte“ (//Didaskalia// 20. Sept. 1868) zurück; sein Nachfolger wurde [[d-ester|Carl d’Ester]]. Fortan widmete er sich seiner bereits 1859 in Kreuznach gegründeten Musikalien-, Musikverlags- und Instrumenten-Handlung (Wolff & Co.), die 1864 ihren Firmensitz in Frankfurt hatte und nach dem Ausscheiden des Kompagnons Leopold Lichtenstein (ca. 1819–1896) im März 1868 auf ihm allein lastete; gegen 1870 eröffnete er eine Filiale in Mainz, wenig später auch in Wiesbaden. Gleichwohl trat Wolff gelegentlich noch in den 1870er und 1880er Jahren als Gast in Konzerten auf. Er ist nicht zu verwechseln mit dem 1885 geborenen [[wolffm|Max Wolff]].
  
 **Werke** — //Romanze// (Kl., Vl.) op. 2, Neuwied: Heuser [1860]; ehem. D-B <> //Fantasie über die preussische Nationalhymne// (Kl., Vl.) op. 3, ebd. [1860]; ehem. D-B <> //Les Adieux// (Vl., Kl.; s. NZfM 6. Apr. 1860); ungedruckt und verschollen **Werke** — //Romanze// (Kl., Vl.) op. 2, Neuwied: Heuser [1860]; ehem. D-B <> //Fantasie über die preussische Nationalhymne// (Kl., Vl.) op. 3, ebd. [1860]; ehem. D-B <> //Les Adieux// (Vl., Kl.; s. NZfM 6. Apr. 1860); ungedruckt und verschollen
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 **(4)** Friedrich Wilhelm Wolf gründete 1864 mit [[herf|Joseph Herf]], mit deren Schwester Dorothea (auch Theodora; * Mainz 1838) er seit 1858 verheiratet war, den Musikverlag Herf & Wolff. Über seinen Lebensweg seit der Zeit um 1878 ist bislang nichts bekannt. **(4)** Friedrich Wilhelm Wolf gründete 1864 mit [[herf|Joseph Herf]], mit deren Schwester Dorothea (auch Theodora; * Mainz 1838) er seit 1858 verheiratet war, den Musikverlag Herf & Wolff. Über seinen Lebensweg seit der Zeit um 1878 ist bislang nichts bekannt.
  
-**Werke** — //Dorotheen-Polka-Mazurka// (Kl.), Mainz: [[hickethier|Hickethier]] [1858] <> //Souvenir du Rhin// (Kl.), ebd. [1858] <> //Le Désir de Suisse. Polka-Mazurka// (Kl.) op. 12, Kreuznach: Wolff & Co. (s. (3)) [1859] <> Lied //Du schönste meiner Seele// (Sst., Kl.) op. 13, ebd. [1859] <> //Brrr – ein anderes Bild! Operngucker-Galopp// (Kl.) op. 14, ebd. [1867] <> //Ständchen// (Sst., Kl.) op. 36, Mainz: Herf & Wolff [1868] <> Lied //Der Flüchtling// op. 38, Leipzig: Stoll [1868]; D-B <> //Romanze// (Vl., Kl.) op. 40, ebd. [1868] <> //Der Scheerenschleifer. Komische Soloscene// (Sst., Kl.) op. 53, Leipzig: Forberg [1870]; A-Wn, D-Mbs <> weiterhin (zumeist unter dem Titel //Reminiscenzen//) zahlreiche Bearbeitungen vor allem von Opernmelodien für Bandonion, erschienen mit oder ohne Opuszahlen zwischen 1867 und 1878 bei Herf & Wolff bzw. Wolff in Mainz (s. (3))+**Werke** — //Dorotheen-Polka-Mazurka// (Kl.), Mainz: [[hickethier|Hickethier]] [1858] <> //Souvenir du Rhin// (Kl.), ebd. [1858] <> //Le Désir de Suisse. Polka-Mazurka// (Kl.) op. 12, Kreuznach: Wolff & Co. (s. (3)) [1859] <> Lied //Du schönste meiner Seele// (Sst., Kl.) op. 13, ebd. [1859] <> //Brrr – ein anderes Bild! Operngucker-Galopp// (Kl.) op. 14, ebd. [1867] <> //Dinorah, Polka-Mazurka// (Kl.) op. 15, Mainz: Herf & Wolff [1867] <> //Vielliebchen-Polka// (Kl.) op. 30, ebd. [1867] <> //Schillerfest-Galopp// (Kl.) op. 31, ebd. [1867] <> //Ständchen// (Sst., Kl.) op. 36, Mainz: Herf & Wolff [1868] <> Lied //Der Flüchtling// op. 38, Leipzig: Stoll [1868]; D-B <> //Romanze// (Vl., Kl.) op. 40, ebd. [1868] <> //Der Scheerenschleifer. Komische Soloscene// (Sst., Kl.) op. 53, Leipzig: Forberg [1870]; A-Wn, D-Mbs <> weiterhin (zumeist unter dem Titel //Reminiscenzen//) zahlreiche Bearbeitungen von Opernmelodien, Liedern, Tänzen etc. für Bandoneon, erschienen mit oder ohne Opuszahlen zwischen 1867 und 1878 bei Herf & Wolff bzw. Wolff in Mainz (s. (3) u. Abb.) <> Als Redakteur betreute Wolff die bei Herf & Wolff erschienene //Theater- und Musikzeitung für Rhein und Main// (1869–1872)
  
-**Quellen** — Geschäftsrundschreiben <> MMB+**Quellen** — Geschäftsrundschreiben <> //Musikalien-Verlag von Herf & Wolff// (Verzeichnis) [1867]; D-KWbeer <> MMB
  
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 **(5)** Bevor Leopold Wolff 1876 die Leitung der Kurkapelle in Münster am Stein übernahm, die er bis 1909 innehatte, lebte er als Violinist (als solcher trat er in den Konzerten [[enzian|Gisbert Enzians]] auf) und Musiklehrer in Kreuznach. 1865 gründete er hier mit seinem jüngeren Bruder Ferdinand (6) eine Instrumenten- und Musikalienhandlung mit angeschlossenem Musikverlag (Gebr. Wolff), den beide bis 1908 gemeinschaftlich führten. 1914 ist sein Sohn Julius Wolff (* Kreuznach 1. Sept. 1876 | gefallen 1918) als Inhaber dokumentiert. In den späten 1880er Jahren richtete August Hermann Röselmüller (* Markneukirchen 10. Nov. 1855 | † 1914) innerhalb der Firma eine Geigenbauwerkstätte ein, die nach dessen Weggang (um 1890) weiterbestand. **(5)** Bevor Leopold Wolff 1876 die Leitung der Kurkapelle in Münster am Stein übernahm, die er bis 1909 innehatte, lebte er als Violinist (als solcher trat er in den Konzerten [[enzian|Gisbert Enzians]] auf) und Musiklehrer in Kreuznach. 1865 gründete er hier mit seinem jüngeren Bruder Ferdinand (6) eine Instrumenten- und Musikalienhandlung mit angeschlossenem Musikverlag (Gebr. Wolff), den beide bis 1908 gemeinschaftlich führten. 1914 ist sein Sohn Julius Wolff (* Kreuznach 1. Sept. 1876 | gefallen 1918) als Inhaber dokumentiert. In den späten 1880er Jahren richtete August Hermann Röselmüller (* Markneukirchen 10. Nov. 1855 | † 1914) innerhalb der Firma eine Geigenbauwerkstätte ein, die nach dessen Weggang (um 1890) weiterbestand.
  
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 **Literatur** — Koch 2009 (dort weitere Quellenangaben) **Literatur** — Koch 2009 (dort weitere Quellenangaben)
  
-Abbildung: Anzeige der Gebr. Wolff, //Neue Musik-Zeitung// (Stuttgart/Leipzig) Nr. 22, 1897, S. 278; D-KWbeer+Abbildung 1: Friedrich Wilhelm Wolffs Bandoneon-Werke, //Musikalien-Verlag von Herf & Wolff in Mainz// [ca. 1867]; D-KWbeer 
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 +Abbildung 2: Anzeige der Gebr. Wolff, //Neue Musik-Zeitung// (Stuttgart/Leipzig) Nr. 22, 1897, S. 278; D-KWbeer
  
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 Axel Beer Axel Beer
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