wassmann

WASSMANN bzw. WAẞMANN, CARL (FRIEDRICH) * Eschwege 18. Jan. 1835 | † Kassel 22. März 1899; Musikdirektor, Komponist

Seit etwa 1860 war Wassmann, Sohn eines Kasseler Schneidermeisters, Musikdirektor der Kapelle des ersten Kurhessischen Infanterie-Regiments Nr. 81 in Kassel (sein Vorgänger war Johann Georg Heller), wo er zudem Unterricht in Theorie und Klavierspiel erteilte. Aufgrund der Verlegung des Regiments zog er 1866 nach Mainz, während seine Frau Charlotte geb. Hämer (1839–1910) samt Kindern in Kassel blieb. Mit seiner Kapelle gab Wassmann erfolgreich Konzerte in Mainz und – erneut veranlasst durch den Ortswechsel des Regiments – seit 1871 in Frankfurt. Neben eigenen Konzertzyklen (meist im Saalbau) trug die Kapelle Ballmusik zu zahlreichen Veranstaltungen bei und musizierte in der warmen Jahreszeit regelmäßig im Freien (etwa 1873 im zoologischen Garten). 1887/88 kehrte Wassmann für seinen Ruhestand nach Kassel zurück.

Nicht zu verwechseln ist er mit dem ebenfalls aus Eschwege stammenden Violinisten und Lehrer am Karlsruher Konservatorium Carl Jacob Friedrich Waßmann (1857–1902), dessen Sohn Karl Sigismund als „Frankfurter Original“ bekannt wurde (vgl. Art. im Frankfurter Personenlexikon online).

WerkeRegiment-Vorwärts-Marsch (Kl.), Kassel: Luckhardt [1864] <> Die schöne Kasselanerin. Polka-Mazura (Kl.) op. 6, Mainz: Herf & Wolff [1867] <> Der kleine Tambour. Polka (Kl.) op. 7, ebd. [1868] <> Mitrailleusen-Galopp (Kl.) op. 36, Frankfurt: Reuss [1874] <> Cavallerie-Polka (Kl.) op. 37, Offenbach: André [1876] <> Turn- und Fechtclub-Marsch (Kl.) op. 37, ebd. [1877]; D-F (s. Abb.), D-OF <> Dem Vaterlande. Seiner Majestät Wilhelm I., Kaiser von Deutschland und König von Preussen in tiefster Ehrfurcht zum 80jährigen Geburtstage gewidmet (Mch., Blechinstr.) op. 38, Leipzig: Kahnt [1877]; A-Wn, D-B

Quellen und Referenzwerke — KB Eschwege, Standesamtsregister Kassel <> Adressbücher Frankfurt, Mainz, Kassel <> MMB <> Neue Berliner Musikzeitung 2. Nov. 1864; Didaskalia (Frankfurt) 14. Okt. 1871, 26. März 1873, 15. Okt. 1878 und öfter; Beobachter am Main und Aschaffenburger Anzeiger 22. März 1872; NZfM 12. Apr. 1878, 15. Aug. 1879, 29. Aug. 1879 (Rez. seines op. 38), 6. Febr. 1880 <> Hessenland. Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, Kassel 1910, Nr. 9, S. 156 (genannt als Lehrer des Kasseler Orchestermusikers Otto Kaletsch)

LiteraturGeschichte des 1. kurhessischen Infanterie-Regiments No. 81 vom Jahre 1866 bis zum Jahre 1888, Frankfurt/M. 1908


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2020/10/20 00:20
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