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WALD, ADOLF (CHRISTIAN HERMANN) * Walsdorf bei Idstein 13. Febr. 1837 | † Wiesbaden 1905; Lehrer und Organist

Bereits als 14jähriger vertrat Adolf Wald seinen Vater, den Walsdorfer Elementarlehrer Karl August Jacob W. (* Staffel bei Limburg 29. Nov. 1801), auf der Orgelbank. 1858, nach dem Besuch des Lehrerseminars in Usingen, wo er sicherlich zu den Schülern Carl Feyes zählte, wurde er Lehrer in Weilburg und studierte von Mai 1862 bis März 1863 am Leipziger Konservatorium u. a. Orgel und Musiktheorie (Ernst Friedrich Richter) sowie Klavier (Ignaz Moscheles). Seit 1864 lebte er (nach Ausweis der Adressbücher als Pianist) in Wiesbaden und trat 1866 die Nachfolge von Gottfried (II) Anthes als Organist an der Marktkirche an, als der er bis zu seinem Tod tätig war. Hier rief er die mittwöchlichen Kirchen-Konzerte ins Leben, in denen er sich auch als Orgelvirtuose mit der Interpretation zeitgenössischer Werke einen Namen machte; außerdem gründete er 1878 den evangelischen Kirchengesangverein. Später setzte er sich für Max →Reger ein, der bis 1898 in Wiesbaden lebte.

WerkeValse brillante (Kl.), Mainz: Hickethier [1859] <> Die um 1890 bei Kistner in Leipzig als op. 6 und 8 erschienenen Männerchöre stammen vermutlich von einem anderen Adolf Wald

Quellen — Kirchenbücher Walsdorf und Staffel <> Adressbücher Wiesbaden <> Prüfungsprotokoll des Leipziger Konservatoriums 31. März 1863; D-LEmh (digital) <> Signale 11. Okt. 1866 u. ö.; NZfM 2. Nov. 1866, 29. Sept. 1882, 15. Nov. 1893 u. ö.; AmZ 19. Juli 1871; Neue Berliner Musikzeitung 2. Aug. 1871 u. ö. <> MMB

Literatur — Hans Uwe Hielscher, Die Oberlinger-Orgel in der Marktkirche Wiesbaden, Bad Kreuznach 1990, S. 78–83 <> NassB <> Balász Szolt Szábo, Zur Orgelmusik Max Regers, Bonn 2016 (dort weitere Quellenangaben)


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/06/24 14:19
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