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KLEIN, KARL AUGUST FREIHERR VON, * Ulm 4. März 1794 | † Assmannshausen 13. Febr. 1870; Maler und Komponist

Als Kind wohlhabender Eltern – der Vater war Kgl. Bayerischer Geheimrat in Mannheim und 1790 in den erblichen Reichfreiherrenstand erhoben worden, die Mutter Tochter des kurpfälzischen Vizekanzlers – konnte sich Klein zeitlebens seinen künstlerischen Neigungen hingeben, ohne jemals einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu müssen. Musikalische Unterweisung erhielt er zunächst bei Gottfried Weber in Mannheim, dann, seit 1810 in Mainz lebend, von Karl →Zulehner und erweiterte seine Kenntnisse 1817 in Paris bei Etienne-Nicolas Méhul. Seit 1823 lebte Klein überwiegend auf seinem Landsitz in Assmannshausen und pflegte Kontakte zu im Kulturbetrieb tätigen Institutionen und Persönlichkeiten bis hin zu Beethoven, dem er (mit dessen wohlwollender Billigung) ein Streichquartett dedizierte.

Werke (nur die musikalischen) — veröffentlicht: Trio (Kl., Vl., Vc.) op. 5, Mainz: Schott [1835]; CH-E <> Sonate (Kl., Vl.) op. 27, ebd. [1827/28] <> Sonate (Kl., Vl.) o. op., ebd. [1832]; CH-E, D-Mbs (digital, s. Abb.) <> Frühlingsphantasie (Kl.), ebd. [1832]; CH-Bu, D-LAU <> Lied Ermunterung, in: Der Spiegel. Zeitschrift für Wissen, Leben und Kunst, Mainz, Beilage zu Nr. 29, 8. Okt. 1823 (Neuausgabe bei Wagner, S. 142–144) <> Musikalischer Katechismus, Bingen: Halenza 1848; D-G, D-MZs – 2. Aufl. Mainz: Wirth o. J.; D-Mbs <> weitere Aufsätze zu musikalischen Themen s. Pelz <> nicht veröffentlicht: Von den von Klein in einem Brief an Louis Spohr vom 10. März 1859 als sein „Vorrath“ genannten Werken (darunter 7 Sinfonien, 4 Ouverturen, 2 Streichquintette, 7 Streichquartette, 6 Klaviertrios, Klavierstücke, Lieder; s. hierzu auch Scriba) sind überliefert Große Jubelouverture mit Chor zum Andenken der Wiederauffindung der warmen Quellen in Asmannshausen 1842; Ms. in D-LEm <> Ouverture (Orch.) sur le Sujet d’Othello; Ms. in D-B, D-LEm

Quellen und Referenzwerke — Briefe an Spohr Mainz 10. März 1859, 22. März 1859; D-Kl (s. Spohr Briefe, hrsg. von Karl Traugott Goldbach) <> AmZ (s. Reg.) <> HmL, MMB <> Heinrich Eduard Scriba, Biographisch-literärisches Lexikon der Schriftsteller des Großherzogthums Hessen im neunzehnten Jahrhundert, 2. Abteilung, Darmstadt 1843, S. 381–383 <> Mendel/Reissmann <> Brief Beethovens an Klein, Wien 10. Mai 1826 (s. Ludwig van Beethoven. Briefwechsel. Gesamtausgabe, hrsg. von Sieghard Brandenburg, Bd. 6, München 1996, S. 244–245 (Nr. 2153)

Literatur — Werner Pelz, Karl August Freiherr von Klein (1794-1870), in: Mainzer Zeitschrift 87/88 (1992/93), S. 339–344 <> Günter Wagner, Karl August Freiherr von Klein, in: Lieder Mainzer Komponisten der Goethezeit, Mainz 2006, hrsg. von Günter Wagner (Musik vom Mittelrhein 1), S. XXXV–XXXVI (dort weitere Quellen- und Literaturangaben)


Axel Beer

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