SIMON, JOHANN DANIEL * Frankenthal 4. Mai 1775 | † Frankfurt/M. 7. Okt. 1841; Buchhändler und Verleger

Nachdem Simon, Sohn eines Frankenthaler Handelsmanns, 1802 das Frankfurter Bürgerrecht erworben hatte, gründete er eine Buchhandlung mit Verlag und einer angeschlossenen Lesebibliothek. In seiner Firma erschien (als einziger Musikdruck) 1805 der Klavierauszug von Karl Theodor Haßlochs Schauspielmusik zu Wilhelm Tell (s. RISM HH 2346 I,1), den er bei André in Offenbach hatte lithographieren lassen und – als besonderes Verlagsprodukt – separat in der Presse anzeigte. Zugleich agierte Simon in relativ bescheidenem Ausmaß als Musikalienhändler. Nach dem Tod seiner Frau, der Tochter eines Frankfurter Perückenmachermeisters, im Jahre 1819 reduzierte er seine Verlags- und Handelstätigkeit und arbeitete u. a. als „Correspondenzführer bei der Stadt-Lotterie“ (Sterbeeintrag).

Quellen — KB Frankenthal, Frankfurt <> Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Gotha) 5. Juni 1805 (D-KWbeer; s. die Abb.); Frankfurter Presse passim


Axel Beer

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