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SCHINAGL, MAX (IGNAZ) * Ruhmannsfelden (Bayerischer Wald) 11. Nov. 1868 | † nicht vor 1931 (nicht 1921); Musiklehrer, Komponist

Wie sein Vater Raimund ergriff Max Schinagl zunächst den Beruf des Volksschullehrers, nahm allerdings schon 1886 (nicht erst 1893, wie Jansa sagt) ein Musikstudium an der Akademie der Tonkunst in München (u. a. bei Josef Rheinberger, in dessen Schülerverzeichnis er als Nr. 241 figuriert) auf. In den Jahren 1895 bis 1898 erhielt er für jeweils kurze Zeit Engagements als Theaterkapellmeister in Wismar, Bremerhaven und Bromberg (heute Bydgoszcz, Polen) und arbeitete ab 1898 als Seminarmusiklehrer in Bamberg und ab 1901 in Weiden (Oberpfalz), bevor er sich 1905 als Seminarmusikdirektor an der Landesbildungsanstalt in Speyer niederließ; 1921 erfolgte seine Ernennung zum Studienprofessor. Verheiratet war Schinagl, dessen Name bis 1931 in den Speyerer Adressbüchern aufscheint, seit 1909 mit der Apothekerstochter Elisabeth geb. Breitwieser (* Offenbach 1892).

Werkegedruckt: Litaniae Lauretanae (Gem. Chor, Org.) [op. 1], Regensburg: Coppenrath (Pawelek) [ca. 1885]; A-Wn, D-Mbs <> Gruss an den Wald (Kl.) op. 10, Augsburg: Maillinger [1887] – später bei Böhm in Augsburg; D-MT (Ms.) <> 5 Tantum ergo (Gem. Chor), Leobschütz: Kothe [verm. nicht nach 1891]; A-Wn (Ms. von 6 Tantum ergo) <> Veni sancte spiritu (Gem. Chor), ebd. [verm. nicht nach 1891] <> Luitpold-Hymne („Lass es, Himmel, wohl ergehen“; 4st. Mch.), Regensburg: Bössenecker [1899]; D-Mbs, D-Rs – später bei Feuchtinger in Regensburg <> Ein Traum (Sst., Kl./Orch.), Weiden: Ogg [ca. 1903/04] <> Wehrkraft-Marsch mit dem Gesangs-Trio Gut Wehr! (Sst., Kl.), Augsburg: Böhm [1913]; D-Mbs <> Jung-Bayern-Lied (Sst., Kl.), München: Schnell [1914]; D-Mbs <> Deutsche Mahnung („Stehe fest, o Vaterland“; Mch.), Leipzig: Schuberth [1915]; A-Wn <> O Pfälzer Heimat („Steige mit mir zu den Bergen empor“; Mch.), Heidelberg: Hochstein [1926]; D-SPlb <> ungedruckt: Lieder (St., Kl.) und weitere Männerchöre; verschollen (s. Jansa) <> Märsche (Blasinstr.) s. RISMonline

Quellen — Standesamtsregister Speyer <> Briefe s. Kalliope <> Adressbücher Speyer <> Verzeichnis der Studierenden, welche Josef Rheinberger während seiner Lehrtätigkeit an der königlichen Musikschule und späteren Akademie der Tonkunst in München von 1867 bis 1901 unterrichtete; Vaduz, Liechtensteinisches Landesarchiv (Familienarchiv Rheinberger) <> Caecilien-Vereins-Catalog, Regensburg 1889 <> Neuer Theater-Almanach. Theatergeschichtliches Jahr- und Adressen-Buch, Berlin 1896–1899 <> MMB <> freundliche Hinweise von Prof. Dr. Birger Petersen (Mainz)

Literatur — Jansa 1911 <> Frank/Altmann <> MüllerDML

Abbildung: Max Schinagl (Jansa 1911)


Axel Beer

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