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RONFORT (Familie)

(1) Theodor Hermann * Biebrich 20. Okt. 1834 | † Frankfurt/M. 25. Apr. 1895; Musiklehrer, (Militär-)Musiker

(2) Ottilie (Amelie Auguste) (gen. „Otty“) * Frankfurt/M. 8. Juli 1865 | † ebd. 23. Juli 1947; Tochter von (1), Klavierlehrerin

(3) Friedrich (Jacob Bernhard) * Frankfurt/M. 12. Okt. 1868 | † 1949; Sohn von (1), Maler

(4) Gustav (Wilhelm) * Frankfurt/M. 10. Dez. 1880 | † Miami 11. März 1967; Sohn von (1), Organist, Orgellehrer, Arzt


(1) Zu welchem Zeitpunkt sich Theodor Hermann Ronfort, Sohn eines in Biebrich verstorbenen Sergeanten, als Musiklehrer in Frankfurt/M. niederließ, ist ungewiss. Seit seiner Hochzeit mit Sophie Salomea Friederike geb. Stephan (1841–1905) im Jahr 1859 lässt er sich dort nachweisen. Neben seiner Betätigung als Musiklehrer beteiligte er sich gelegentlich bei kammermusikalischen Konzerten und diente als Stabshautboist beim dortigen Linien-Bataillon (bis zu dessen Auflösung im Jahr 1866, als Frankfurt den Status der freien Reichsstadt verlor). Seit 1874 erteilte Ronfort Klavierunterricht an der Musikschule.

WerkeSchneider Fips. Galopp über das Meckerlied aus Jongleur (Kl.), Frankfurt: Wolff [1867]

Abbildung: Theodor Ronfort, Fotografie von Philipp Hoff (Digitalisat aus D-F, Porträtsammlung Manskopf)


(2) Ottilie Ronfort war seit spätestens 1909 als Klavierlehrerin in Frankfurt tätig. Vorher ist sie als Stickerin im Adressbuch geführt.


(3) Friedrich Ronfort studierte seit 1890 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.

LiteraturFriedrich Ronfort, an exceptional talent, hrsg. von Monika Cottet-Ronfort, Hamburg 2009


(4) Gustav Ronfort studierte Klavier am Hoch’schen Konservatorium (1897–1900), wo er seine spätere Frau, die Pianistin Martha Johner, kennenlernte. Nach Anstellungen als Organist am Schauspielhaus und der Synagoge sowie als Dirigent des Orchestervereins dürfte Gustav Ronfort mit seiner Frau Frankfurt verlassen haben. Dass es sich bei ihm um jenen in Heidelberg studierten Arzt und Hoforganisten des hessischen Großherzogs und russischen Zaren handeln könnte, der sich gegen 1907 in den USA als Arzt und Orgellehrer niederließ, legt eine New Yorker Konzertanzeige, die auch Martha Ronfort-Johner sowie deren Schwester Helene und weitere Familienmitglieder als Beteiligte anführt, nahe.


Quellen und Referenzwerke — KB und Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB <> Jahresberichte des Hoch’schen Konservatoriums <> Beilage zur Zeit (Frankfurt) 30. März 1862; Didaskalia 21. März 1869; American Art News (New York) 9. Febr. 1907 (Konzertanzeige); The Miami News 13. März 1967 (Nekrolog Gustav R.)


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2019/12/13 15:49
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