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POSCH (eigentlich geb. KOLLY), JOSEPH * Graz 2. März 1811 | † Frankfurt/M. 21. Febr. 1860; Musiker

Nach seiner Anstellung als Violinist im Orchester der ständischen Bühne in Graz kam Posch, unehelicher Sohn Josepha Kollys, bei einer Reise mit der 1838 gegründeten musikalischen Gesellschaft aus Steiermärker Musikern u. a. nach Frankfurt, wo sie am 5. Sept. 1838 gemeinsam mit einer weiteren Musikgesellschaft aus der Steiermark auftrat. In Frankfurt wurde Posch vom Orchester angeworben und blieb bis zu seinem Tod dort Orchestermitglied (zuerst als zweiter Violinist, ab 1841 als Bratschist). Daneben nahm er an zahlreichen Konzerten teil und veranstaltete jährlich ein eigenes, gab außerdem in der Wintersaison Quartettsoiréen (etwa 1846–48 gemeinsam mit Heinrich Wolff, Violinist Geißler und Friedrich Wilhelm Elsner; 1848–56 mit Heinrich Wolff, Johann Drinnenberg bzw. Max Waldhauser und Christian Siedentopf), leitete bei den Maskenbällen im Theater zwischen 1850 und 1855 das Ballorchester und erteilte Musikunterricht. Posch war seit 1842 Frankfurter Bürger und verheiratet mit Eva Kayser (1842), der Tochter eines Frankfurter Garnkrämers, und anschließend mit der Tochter eines Frankfurter Handelsmanns, Franziska Wilhelmine Henriette Valentin (1851).

Werke — Es ist lediglich ein Werk bekannt: Variations brillantes sur le Thème: La Mélancolie de F. Prume (Kl., Vl.), Frankfurt: Dunst [1839]; D-B – Prume bezog dazu Stellung, da die Variationen ohne sein Wissen und seine Erlaubnis veröffentlicht worden waren (vgl. AmZ Nr. 4, 22. Jan. 1840)

Quellen und Referenzwerke — KB Graz (Mariahilf) <> KB und Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB <> Der Aufmerksame (Graz) Nr. 63, 26. Mai 1838; Nr. 129, 27. Okt. 1838 <> Zahlreiche Nennungen in der Frankfurter sowie der musikalischen Presse – erstmalig: Frankfurter Ober-Post-Amtszeitung, 4. Sept. 1838. <> Carl Oettinger, Repertorium und Personalbestand des National-Theaters zu Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1839 <> Frankfurter Theater-Almanach, Frankfurt/M. 1839–1860 <> Anton Bing, Rückblicke auf die Geschichte des Frankfurter Stadttheaters von dessen Selbstständigkeit (1792) bis zur Gegenwart, Bd. 2 (1842–1895), Frankfurt/M. 1896


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2019/01/11 19:05
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