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PETSCH, (JOHANN WILHELM) PHILIPP * Weilburg 11. Dez. 1790 | † verm. Wetzlar, nicht vor 1849; Jurist und Hobbymusiker

Seine musikalische Ausbildung empfing Petsch, Sohn eines Weilburger Regierungsrats, bei Philipp Enslin. Nach seinem 1810 in Gießen begonnenen Jurastudium erhielt er in Braunfels, wo er in den Jahren 1817–1819 nachweisbar ist (1818 Eheschließung mit Christine Couvelly, der Tochter eines Landkommissars), eine Anstellung als Advokat. Anschließend lebte er als Gräflich Ysenburg-Meerholzischer Kabinetts-Sekretär in Büdingen und verlegte zu Beginn der 1830er Jahre seinen Wohnsitz nach Langenschwalbach, wo er sich als Amtsadvokat wie auch später als Sprachlehrer betätigte und noch 1849 ansässig war. Den Erlös aus seinen Ende 1815 erschienenen Variationen über „Schöne Minka“ bestimmte Petsch „ganz zum Besten der in der Schlacht von Belle-Alliance [Juni 1815] verwundeten Herzoglich Nassauischen Krieger“ (Frankfurter Ober-Postamts-Zeitung 9. Jan. 1816). Nähere verwandtschaftliche Beziehungen zu dem Frankfurter Kaufmann Philipp Petsch (auch Petsch-Goll; 1818–1900), der als Funktionär des Cäcilien-Vereins 1858 mit Louis Spohr korrespondierte, bestehen nicht.

WerkeDrey Märsche (Kl. 4ms; „Seinem Lehrer dem Herrn Phillip Enslin zugeeignet“), Mainz: Schott [Okt. 1810]; D-BFb, D-Dl, D-Mbs (digital, s. Abb.) – spätere Auflage (3 Märsche, ohne Widmung), ebd. [nicht vor 1830]; D-Mbs (digital), D-SPlb – s. a. RISM PP 1658 I,1 und RISMonline <> 6 Variationen über „Schöne Minka“ (Kl.), ebd. [Dez. 1815]

Quellen und Referenzwerke — KB Braunfels, Büdingen, Frankfurt, Langenschwalbach, Weilburg <> Briefe an Schott in D-Mbs (Braunfels 1817–1819), D-B (Langenschwalbach 1849) <> Akten in D-WIhha (Best. 151 Nr. 1556, Best. 152 Nr. 1059, Best. 210 Nr. 5600, Best. 293 Nr. 118) <> Frankfurter Ober-Postamts-Zeitung 9. Jan. 1816 <> Franz Kössler, Register zu den Matrikeln und Inscriptionsbüchern der Universität Gießen WS 1807/08–WS 1850, Gießen 1976


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2021/09/20 14:03
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