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PECH, JOHANN GOTTLOB * Nürnberg 24. Febr. 1764 | † Frankfurt/M. 10. Juli 1814; Buchhändler, Buch- und Musikverleger

Pech war seit 1785 in Frankfurt ansässig und eröffnete 1789 eine Buch- und Musikhandlung, der er neben einer Lesebibliothek im Sept. 1797 einen Musikverlag mit eigener Notenstecherei anschloss. Sein Versprechen, „saubern und schönen Stich zu liefern“ (Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Gotha) 26. Okt. 1797) reichte als Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung nicht aus, denn bereits 1798/99 gab er sein Unternehmen auf und wandte sich der Tätigkeit eines Rentamtsangestellten zu. Pech brachte Nachdrucke aus dem gängigen Repertoire (Gyrowetz, Pleyel, Wölfl) sowie Kompositionen ansonsten wenig bekannter bzw. kaum greifbarer Musiker (Huber, Walther) heraus, die anscheinend, wie der Gothaer Kammermusikus Johann Christian Queck, nicht in der Region ansässig waren. Von den rund zehn ermittelbaren Musikdrucken scheint nur ein einziger (vgl. RISM W 162) überliefert zu sein.

Quellen — KB Frankfurt/M. <> Ratssupplikationen 1790 II, f. 196f. (D-Fsa) <> Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Gotha) 26. Okt. 1797 u. ö.; Frankfurter Ober-Postamts-Zeitung 29. Sept. 1797, 21. Okt. 1797 u. ö.; Frankfurter Frag- und Anzeige-Nachrichten 9. Sept. 1797, 16. Sept. 1797 u. ö.; Frankfurter Staats-Ristretto 31. März 1798 u. ö.

Abbildung: Titelseite der Douze Allemandes von NN. Walther (s. RISM W 162) mit Verlagsnummer 3 von Pech [1797]; mit freundlicher Genehmigung der Bibliothèque du Conservatoire royal de Bruxelles.


Axel Beer

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