michaelis

MICHAELIS (Familie)

(1) Arthur (Carl Wilhelm) * Wilhelminenberg (bei Massow, Pommern; heute Swojcino, Polen) 19. März 1856 | † Wiesbaden 20. Febr. 1922; Violinist, Pädagoge, Konservatoriumsdirektor

(2) (Marie Ottilie) Melanie * Wiesbaden 20. Apr. 1882 | † München 14. Okt. 1969; Tocher von (1), Violinistin

(3) Alfred (Albert) * Wiesbaden 2. Mai 1883 | † Frankreich, 3. General Hospital [so der Sterbeeintrag] 11. Nov. 1918; Sohn von (1), Cellist

(4) (Franziska) Ella verh. Böttger * Wiesbaden 7. Jan. 1886 | † nach 1922; Tochter von (1), Pianistin

(5) (Reinhold) Hans * Wiesbaden 12. Jan. 1888 | † Berlin-Schmargendorf 3. Aug. 1951; Sohn von (1), Violinist

(6) (Else) Gertrud verh. Klebe * Wiesbaden 15. Sept. 1891 | † nicht vor 1966; Tochter von (1), Violinistin

(7) (Irma) Elsa (auch Else) * Wiesbaden 18. Apr. 1893 | † nicht vor 1921; Tochter von (1), Cellistin


Abbildung 1: Die Geschwister Michaelis, Fotografie (von links: Melanie, Ella, Gertrud, Elsa, Alfred und Hans); Familienarchiv Giselher Klebe (Wikimedia Commons)


(1)


Arthur Michaelis, der Sohn eines Rittergutsbesitzers, erhielt seit etwa 1865 seine schulische Ausbildung in Stargard, wo er zudem von Kapellmeister Louis Wolff in der Musik unterwiesen wurde. Seit Oktober 1871 besuchte er als Schüler Eduard Rappoldis, Alexander Dorns, Woldemar Bargiels und Benno Härtels die Königliche Hochschule für Musik in Berlin. Auf Anraten des Letzteren bewarb er sich 1874 um „Aufnahme auf der Königlichen Academie zur weiteren Ausbildung in der Kompositionslehre“ und wurde zumindest dorthin eingeladen (Bewerbungsschreiben, s. Quellen). 1876 ist Michaelis als Konzertmeister der Kapelle Julius →Liebigs nachweisbar, mit der er in Riga gastierte. Ob er der Kapelle noch angehörte, während diese in den Sommern seit 1877 als Kurorchester in Bad Ems engagiert war, lässt sich zurzeit noch nicht belegen. Um 1881 ließ sich Michaelis mit seiner Ehefrau Auguste (Hermine Eleonore) geb. Parlow (* Mainz 20. Aug. 1859 | † nicht vor 1930), Tochter des Kapellmeisters Albert Parlow, in Wiesbaden nieder und spielte bis ca. 1886 als Konzertmeister in der dortigen Kurkapelle unter Louis Lüstner. Anschließend betätigte er sich als Musiklehrer sowie von 1894 bis 1898 als Violinlehrer am Konservatorium für Musik von Albert →Fuchs und dirigierte den Wiesbadener Dilettanten-Orchester-Verein (ca. 1892–1895) und den Männergesangverein Hilda (ca. 1894–1898); außerdem wirkte er gelegentlich bei Konzerten mit. 1898 gründete Michaelis eine eigene Musikschule – das Neue Musik-Institut (Wiesbadener Geigenschule), an dem er nach der Methode Joseph Joachims lehrte. Seit spätestens 1902 trug es den Namen Wiesbadener Konservatorium und deckte mit dem Unterrichtsangebot die meisten Tasten-, Streich- und Blasinstrumente ab; gegen 1912 gliederte er eine „Musik-Vorschule für Knaben und Mädchen vom 6.–11. Lebensjahre“ an (Anzeige Wiesbadener Tagblatt 11. Apr. 1912). Alle sechs Kinder ((2)–(7)), die aus der Ehe mit Auguste Parlow hervorgingen, waren musikalisch begabt, auf Konzertniveau ausgebildet und erteilten zeitweise Unterricht am väterlichen Institut. Nach seinem Tod wurde es kurzzeitig vom Sohn Hans (5) weitergeführt. Eine Verwandtschaft zu (Johann Christian) Wilhelm Michaelis (* Straußfurt (Sömmerda) um 1849 | † Wiesbaden 16. Sept. 1923), der seit den 1880er Jahren als Hornist im Kurorchester, Klavierlehrer und -stimmer in Wiesbaden lebte, lässt sich nicht belegen.

Werkegedruckt: Romanze (Vl., Kl.) op. 18 (aufgef. Wiesbaden 1909), Mainz: Schott [1907]; D-B, GB-Lbl <> Der Lenz ist da, Das erste Lied, Willkommen tausendmal (Mch.), Frankfurt/M.: Veldkamp-Mann, Hansahaus [1907] <> ungedruckt: Klaviertrio (aufgef. im Wiesbadener Tonkünstlerverein 1893) <> Chöre (aufgef. Wiesbaden 1894 vom Verein Hilda) <> In Memoriam (Orch.; aufgef. Wiesbaden 1916, „dem Gedächtnis unserer im Weltkriege gefallenen Helden“ gewidmet)

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden, Zivilstandsregister Mainz <> Bewerbungsschreiben vom 30. Okt. 1874; D-Bda (Sign. PrAdK 0267) <> Adressbücher Wiesbaden <> Art. Michaelis, Arthur, in: Moritz Rudolph, Rigaer Theater- und Tonkünstler-Lexikon, Riga 1890 <> Herrmann 1928 <> NZfM 15. Nov. 1893; Wiesbadener General-Anzeiger 31. Okt. 1894, 18. Mai 1895, 16. Aug. 1895, 17. Juni 1897, 14. Juni 1903, 3. März 1909; Wiesbadener Tagblatt 4. Jan. 1900 (Anzeige des Neuen Musik-Instituts), 11. Apr. 1912, 29. Febr. 1916, 22. Febr. 1922, 23. Febr. 1922 (Todesanzeigen); Frankfurter Musik- und Theater-Zeitung 25. Jan. 1907 (Bespr. op. 18), 16. Aug. 1907 (Anz. seiner Männerchöre); Wiesbadener Neueste Nachrichten 2. Apr. 1914, 18. Mai 1914, 27. Okt. 1914, 6. März 1916, 11. März 1922; ZfM 13. Mai 1922; zahlreiche weitere Nennungen in der Wiesbadener Presse

Abbildung 2: Anzeige des Neuen Musik-Instituts (Wiesbadener Tagblatt 4. Jan. 1900)


(2)


Melanie Michaelis besuchte die höhere Töchterschule in Wiesbaden und erhielt Violinunterricht bei ihrem Vater (1) am Fuchs’schen Konservatorium, bevor sie seit 1898 unter Joseph Joachim in Berlin studierte. 1903 schloss sie dort das staatliche Künstlerexamen mit Auszeichnung ab und war Preisträgerin der Joseph-Joachim-Stiftung. Anschließend kehrte sie in die Heimatstadt zurück und lehrte bis 1906/07 am Konservatorium ihres Vaters. Daneben trat sie öffentlich auf und unternahm mehrere Konzertreisen (u. a. nach Süddeutschland und Belgien (1905), in die Niederlande (1906), nach Russland (1907/08), Norddeutschland (1909), Süddeutschland und Österreich (1910)), was ihr in der heimatlichen Presse die Bezeichnung als „unsere Wiesbadener Geigenfee“ (u. a. Wiesbadener Tagblatt 2. Nov. 1904) einbrachte. 1909 verlegte Michaelis ihren Wohnsitz nach München, fuhr aber mit ihrer regen Konzerttätigkeit fort, die sie etwa 1917 und 1918 erneut nach Wiesbaden führte. Seit 1911 hatte sie in München die Leitung einer Violinklasse und des Kammerorchesters für altklassische Musik inne. Zudem gründete sie 1912 ein Streichquartett, das noch bis gegen 1940 bestand. 1921 findet sich eine weitere Mitteilung über ein von ihr gegründetes Quartett, dem ihre Schwester Elsa (7) als Cellistin angehörte.

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden und München <> Wiesbadener General-Anzeiger 17. März 1897, 17. Juni 1897, 15. Apr. 1903, 14. Juli 1903, 3. Nov. 1904, 4. Apr. 1905, 6. Apr. 1905, 9. Juni 1906, 26. Sept. 1907, 24. Dez. 1910; Wiesbadener Tagblatt 4. Jan. 1903, 2. Nov. 1904, 16. Febr. 1905, 22. Apr. 1905, 21. Febr. 1906, 14. Juli 1906, 15. Febr. 1907, 21. Sept. 1907, 29. März 1908, 3. Febr. 1909, 5. Mai 1909, 27. Dez. 1910, 3. Apr. 1911, 9. Jan. 1912, 19. Nov. 1912, 3. Febr. 1913; Musikalisches Wochenblatt 9. Juli 1908; Signale für die musikalische Welt 22. Okt. 1913, 6. Apr. 1921; Wiesbadener Neueste Nachrichten 13. März 1917

Literatur — Art. Michaelis, Melanie, in MüllerDML <> Art. Michaelis, Melanie, in Kürschner 1954 <> Silke Wenzel, Art. Melanie Michaelis, in: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hrsg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hamburg 2003ff. (Stand 28. Juni 2012) (online) (dort weitere Quellen- und Literaturangaben)

Abbildung 3: Melanie Michaelis, Fotografie; Familienarchiv Giselher Klebe (Wikimedia Commons)


(3)


Alfred Michaelis erhielt, nachdem er im Elternhaus sicherlich eine musikalische Grundbildung erfahren hatte, Cellounterricht durch den Kurmusiker Johann Eichhorn (ca. 1852–1904) und trat seit spätestens 1899 regelmäßig bei Konzerten als Kammermusiker und Solist auf – gelegentlich auch auswärts wie etwa 1906 gemeinsam mit seiner Schwester Melanie (2) in Pyrmont. 1901 erhielt er in einer Konzertbesprechung die Prognose, „daß er zu den künftigen Besten seines Instrumentes zählen wird.“ (Wiesbadener General-Anzeiger 29. Okt. 1901). Am Konservatorium seines Vaters betätigte sich Michaelis bis um 1906 als Cello- und Klavierlehrer und trat anschließend als Einjährig-Freiwilliger in den Wehrdienst – als Hautboist in der Kapelle des Füsilier-Regiments von Gersdorff (Kurhess. Nr. 80). Mit der Kapelle, die unter der Leitung Eduard Gottschalks stand, trat er im Winter 1906/07 mehrfach als Cellist in Wiesbaden auf. 1910 heiratete er die Lehrerstochter Helene geb. Caspari (* Wiesbaden 11. März 1889). Im ersten Weltkrieg diente Michaelis als Vizefeldwebel und Offiziersaspirant sowie als Leutnant der Reserve und Kompagnie-Führer und erhielt 1917 und 1918 das Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse. Er erlag „in einem Lazarett in Englischer Gefangenschaft […] seinen schweren Verletzungen, welche er sich in den Kämpfen im Westen zugezogen hatte“ (Todesanzeige, s. Quellen).

WerkeAlbumblatt (Vc.) (aufgef. Wiesbaden 1903 im Konservatorium); ungedruckt

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden <> Hermann 1928 <> Wiesbadener General-Anzeiger 3. Mai 1899, 2. Okt. 1901, 20. Okt. 1901, 29. Okt. 1901, 17. Jan. 1902, 16. Sept. 1902, 25. Nov. 1905, 9. Juni 1906, 24. Nov. 1906, 23. Dez. 1906, 6. Febr. 1907, 25. Mai 1910; Wiesbadener Tagblatt 15. Febr. 1903; Wiesbadener Neueste Nachrichten 31. Aug. 1917, 23. Sept. 1918, 16. Jan. 1919 (Todesanzeige)


(4)


Ella Michaelis erhielt eine pianistische Ausbildung durch Franz Mannstaedt am väterlichen Konservatorium. Seit 1902 trat sie regelmäßig bei den dortigen Vortragsabenden auf und gewann 1908 beim jährlichen Konkurrenzspiel des Instituts den ersten Mozartpreis (bestehend aus einem Diplom und Preisgeld). Anschließend wurde sie ins Kollegium aufgenommen und erteilte bis 1921/22 selbst Klavierunterricht. Im Dezember 1922 heiratete sie den Hamburger Kaufmann Karl Desiré Böttger (1877–1942). Über die folgenden Jahre ist vorerst nichts bekannt.

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden <> Wiesbadener Tagblatt 16. Juli 1902, 10. Juli 1904, 31. Mai 1906, 7. Febr. 1907, 5. Nov. 1907, 20. Febr. 1908, 2. Nov. 1911, 21. Febr. 1913; Wiesbadener General-Anzeiger 6. Okt. 1908, 15. Febr. 1913; Wiesbadener Neueste Nachrichten 6. Febr. 1914


(5)


Hans Michaelis studierte als Schüler seines Vaters (1) Violine am familieneigenen Konservatorium. Seit seinem vierzehnten Lebensjahr spielte er regelmäßig als Solist und bei Kammermusikabenden vor Publikum. 1914 erhielt er eine Anstellung als Violinlehrer am Stuttgarter Konservatorium. Außerdem gehörte er seit 1911 (bis 1928) als Secundarius dem Wendling Quartett in Stuttgart an, das mehrfach in Wiesbaden gastierte (u. a. 1913, 1914, 1920, 1922, 1926). Als sein Vater Anfang 1922 starb, übernahm Michaelis zwar offiziell die Leitung des Konservatoriums, führte es aber offenbar nur einige Monate weiter, ehe es geschlossen wurde. Die 1920er Jahre waren für ihn geprägt von mehreren großen Konzertreisen mit dem genannten Quartett, die ihn durch Europa, bis in die USA und nach Südamerika führten. Gegen 1929 wechselte Michaelis in das Berliner Havemann-Quartett, dem er bis 1931 angehörte. Anschließend lebte er als Tonkünstler und Musiklehrer in Berlin. Michaelis war verheiratet mit Luise Wilhelmine geb. Däubler (Heir. Stuttgart 1925).

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden und Berlin <> Adressbücher Stuttgart, Berlin <> zahlreiche Nennungen in der regionalen und musikalischen Presse – u. a. Wiesbadener Tagblatt 16. Juli 1902, 13. März 1903, 23. Mai 1903, 1. Mai 1904, 10. Juli 1904, 17. Febr. 1905, 5. Juli 1905, 12. Juni 1914; Signale für die musikalische Welt 18. Juni 1913, 8. Okt. 1913, 22. Okt. 1913, 17. Dez. 1919, 19. Nov. 1924, 23. Dez. 1925, 6. Apr. 1927, 21. März 1928, 21. Nov. 1928, 30. Okt. 1929, 28. Mai 1930, 27. März 1935; Wiesbadener Bade-Blatt 26. Sept. 1913, 1. Jan. 1914, 2. Dez. 1920, 4. Dez. 1926; Neue Musik-Zeitung Nr. 12, 1914; Wiesbadener Neueste Nachrichten 1. März 1920, 20. Jan. 1922, 11. März 1922; Música de América (Buenos Aires) Nr. 5 (Mai) 1921, Nr. 6 (Juni) 1921, Nr. 7 (Juli) 1921, Nr. 8 (Aug.) 1921; Alexander Eisenmann (Stuttgart), Das Wendling-Quartett, in: NZfM April 1934, S. 378–381; NZfM Nr. 6 (Juni) 1936

Abbildung 4: Das Wendling Quartett in Stuttgart, in: Neue Musik-Zeitung Heft 12, 1914 (von links: Karl Wendling, Hans Michaelis, Philipp Neeter, Alfred Saal)


(6)


Gertrud Michaelis trat seit spätestens 1907 (häufig gemeinsam mit ihrer Schwester Elsa (7), aber auch solistisch) auf – Violine war ihr Hauptinstrument neben Bratsche und Klavier. Sie war Schülerin ihres Vaters (1) und erteilte an seinem Konservatorium von 1911 bis 1921 Geigen- und kurzzeitig auch Klavierunterricht. 1921 heiratete Michaelis den Kaufmann Franz Klebe. Stationen der Familie waren Mannheim, München und Rostock, wo sich 1935 ihre Wege trennten (Scheidung 1941). Gertrud Klebe lebte anschließend mit ihrem Sohn, dem Komponisten Giselher Klebe (* Mannheim 28. Juni 1925 | † Detmold 5. Okt. 2009), bei ihrem Bruder Hans (5) in Berlin. Dort ist sie 1967 zuletzt als Musikerin im Adressbuch nachweisbar.

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden und Berlin <> Wiesbadener Tagblatt 25. Apr. 1907, 5. Nov. 1907, 26. März 1908, 4. Juni 1908, 1. Okt. 1908, 10. Dez. 1908, 11. Febr. 1909, 13. Mai 1909, 9. Dez. 1909, 26. Febr. 1910, 11. Juni 1910, 29. Sept. 1910, 8. Dez. 1910, 10. Okt. 1911, 2. Nov. 1911, 11. Nov. 1912, 15. Nov. 1912, 4. März 1913, 17. Febr. 1914, 27. Okt. 1914, 11. Apr. 1918; Wiesbadener General-Anzeiger 15. Febr. 1913, 25. Febr. 1913; Wiesbadener Neueste Nachrichten 6. Febr. 1914, 27. Okt. 1914, 30. März 1915, 1. März 1920

Literatur — Art. Klebe, Giselher, in: Kürschner 1954 <> Karl H. Wörner, Art. Klebe, Giselher, in MGG1 <> K. Langrock, Art. Klebe, Giselher Wolfgang, in: Das grosse Lexikon der Musik, hrsg. von Marc Honegger u. Günther Massenkeil, Bd. 4, 1981 <> Brigitte Schäfer Schwartze, Art. Klebe, Giselher, in MGG2P


(7)


Elsa Michaelis erhielt ihre musikalische Ausbildung am Konservatorium ihres Vaters, wo sie u. a. Schülerin Ferdinand Brühls war und von 1911 bis 1920 Cellounterricht erteilte. Gleichzeitig bildete sie sich unter Johannes Hegar, Gerald Maas und Maurits Frank am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt/M. weiter (1912–1917), wo sie im Schuljahr 1919/20 selbst lehrte. Zahlreiche Auftritte, insbesondere mit ihrer Schwester Getrud (6) sind seit 1907 bei Vortragsabenden des Wiesbadener Konservatoriums, aber auch während ihrer Studien in Frankfurt belegt. Zudem sind für die Jahre 1913 bis 1920 musikalische Beiträge bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zu verzeichnen. 1921 gehörte sie in München dem Streichquartett ihrer Schwester Melanie (2) an. Ihr weiterer Lebensweg ist unklar.

Quellen und Referenzwerke — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden <> Jahresberichte des Hoch’schen Konservatoriums <> Wiesbadener Tagblatt 5. Nov. 1907, 4. Juni 1908, 1. Okt. 1908, 10. Dez. 1908, 13. Mai 1909, 9. Dez. 1909, 11. Juni 1910, 2. Nov. 1911, 3. Juli 1912, 11. Nov. 1912, 12. Mai 1914, 11. Apr. 1918; Wiesbadener General-Anzeiger 15. Febr. 1913, 25. Febr. 1913, 2. Apr. 1913; Wiesbadener Neueste Nachrichten 13. Nov. 1913, 2. Febr. 1914, 30. März 1915, 6. März 1916, 20. Nov. 1917, 12. Febr. 1920 <> Signale für die musikalische Welt 6. Apr. 1921


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2022/01/15 02:27
  • von kk