leibfried

LEIBFRIED, GEORG * Frankenthal 14. Juni 1828 | † Frankfurt/M. 4. Juli 1885; Lehrer, Organist

Leibfried, Sohn eines Knabenlehrers, erhielt seine Ausbildung am Lehrerseminar in Speyer und schloss diese 1847 mit „vorzüglich[en]“ Kenntnissen in Religionslehre, Orgelspiel und Gesang ab (Intelligenzblatt für die Pfalz 11. Okt. 1847). Es folgten Anstellungen als Gehülfe in Schifferstadt (1850), Landau (1851), Frankenthal (1853) sowie in Grünstadt (1855), wo er zudem als Organist und Chorleiter der Synagoge fungierte. Um 1860 ließ sich Leibfried in Frankfurt/M. nieder und folgte Johann Drinnenberg als Organist der Liebfrauenkirche nach. Unter seiner Leitung stand außerdem ein neu gegründeter, aus in Frankfurt lebenden Pfälzern bestehender Gesangverein. Auch seinem Lehrberuf ging Leibfried weiter nach: als Gesanglehrer an der Selecten-Schule (1870–1879) und anschließend als ordentlicher Lehrer an der Uhlandschule (1880–1885).

WerkeLateinische Messe (4st. Chor), Mannheim: Heckel [1850] <> ungedruckt: in zwei von Leibfried angelegten Sammlungen in D-F (z. T. mit Werken anderer Komponisten; s. RISM ID 455006384 (datiert „Grünstadt Sommer 1858“) und ID 455006395) sind erhalten: Messe A-Dur (Soli, 4st. Chor, Orch., Org.) [1864] <> Messe Nr. 2 F-Dur op. 11 (Soli, 4st. Chor, Org.) <> Messe Nr. 3 D-Dur op. 12 (Soli, 4st. Chor, Org.) <> Viderunt omnes (4st. Chor) <> O salutaris hostia (Mch.) <> „Liebe die du mich zum Bilde“ (Mch.) <> Überliefert sind zudem zwei Gesänge Conradin Kreutzers in D-SPlb, die von Leibfried und seinen Mitschülern am Speyrer Lehrerseminar niedergeschrieben bzw. gesungen wurden; s. RISM ID 453600602

Quellen und Referenzwerke — KB und Personenstandsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB <> Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz (Speyer) 17. Okt. 1845, 11. Okt. 1847, 20. Jan. 1849, 12. Okt. 1850, 30. Jan. 1851, 2. Dez. 1853, 29. Nov. 1855; Der Eilbote (Lindau) 12. Jan. 1860 <> Schreiben des Synagogenausschusses zu Grünstadt an das Landkommissariat Frankenthal (9. Febr. 1859), in: Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945, Bd. 4, Koblenz 1974, S. 276 <> MDB


Kristina Krämer

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