glock

CARL GLOCK & SOHN (Klavierbauer, Instrumenten- und Musikalienhandlung, Musikverlag)

Carl Glock († Kreuznach ca. 1885/86), Besitzer des Badehauses Villa Glock (ehem. Luisenstr. 19) sowie einer 1847 gegründeten Pianofortefabrik und Instrumentenhandlung, war auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kurgäste in Bad Kreuznach ausgerichtet – neben Leihinstrumenten für die Dauer des jeweiligen Aufenthalts konnten Gäste seit Ende des Jahres 1884 auch Musikalien von der angegliederten Handlung und Leihanstalt beziehen. Nach dem Tod Carl Glocks führte dessen Sohn (Joseph) Aloys Glock (* Kreuznach 8. Juni 1856 | † vermutl. München um 1939), der zuvor bereits Mitinhaber gewesen war, die Firma Carl Glock & Sohn weiter (bis etwa 1900 unter Beteiligung seiner Mutter Josephine geb. Macher) und verlegte seit 1889 auch ausgewählte Musikstücke. Bis 1902 lassen sich etwa 20 Werke nachweisen (mehrheitl. überliefert in D-B) – darunter vor allem ortsansässige Autoren wie Hermann →George, Rudolf Weiand und Peter Weinreis. Zudem erschien in den Jahren 1891 und 1902 ein zweiteiliger Sortimentskatalog, der nicht nur an Kunden adressiert, sondern aufgrund mitaufgenommener Verlagsangaben auch als „Handelskatalog für den Sortimenter“ gedacht war (1. Musikalien-Verzeichniss mit Angabe der Verleger und der Schwierigkeit (enth. Klaviermusik); D-B, D-KWbeer (s. Abb.), u. a.; 2. Führer durch die Musik-Literatur mit Angabe der Schwierigkeit und Verleger (enth. Instrumentalmusik); D-B, D-MZs u. a.). Um 1913 siedelte Aloys Glock mit seiner aus Wiesbaden stammenden Ehefrau Klara Maria Margarethe geb. Günther (Heir. 1901) nach München über, wo er einen Buch- und Musikalienverlag eröffnete, der noch bis 1938 im dortigen Adressbuch geführt ist.

Quellen — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Kreuznach und München <> Geschäftsrundschreiben 20. Nov. 1884; D-LEdb <> MMB <> Bad Kreuznach. Mitteilungen für Ärzte und Kurgäste, Kreuznach 1884, S. 68, 73 sowie Inserate <> Inserat in: Festbuch zur Feier des 25jährigen Bestehens des Männer-Gesang-Vereins Kreuznacher Liedertafel 1887–1912, Bad Kreuznach 1912, S. 86

Literatur — Marina Schwarz, Aus dem Musikleben der Stadt Bad Kreuznach, in: MittAGm 90 (2018), S. 72–74


Kristina Krämer

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
  • glock.txt
  • Zuletzt geändert: 2020/07/07 12:51
  • von kk