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GEIS, JOHANN GEORG * vermutl. Limburg an der Lahn | † unbekannt; Musiklehrer, Musiker, Komponist

1829 trat Geis als „Lehrer der Musik aus Limburg“ (Didaskalia) bei einem Konzert des Instituts Johann Baptist Baldeneckers in Frankfurt/M. mit einer Gitarrenfantasie auf. Aus dem Zeitraum von 1823 bis 1828 sind Briefe von ihm an den Verlag Schott in Mainz (zumeist Musikalienbestellungen) überliefert. Mutmaßlich handelt es sich bei ihm um jenen Limburger Johann bzw. Johannes Geis, der sich 1832 gemeinsam mit zwei weiteren Musikern darum bemühte, die Kurmusik in Bad Ems übernehmen zu dürfen, was aufgrund des bestehenden Vertrags mit Joseph →Roleder jedoch abgelehnt wurde. Dem Gesuch zufolge habe Geis bereits Reisen als Violinist (als solcher sei er Christian Rummel bekannt) und Gitarrist unternommen, zudem seien bereits eigene Kompositionen im Stich erschienen. Ein weiteres erfolgloses Gesuch, diesmal als Mitglied einer Musikgesellschaft von acht Musikern, folgte 1836, wobei sein Alter mit 25 Jahren angegeben ist. Da bei weiteren Bewerbungen aus der Gegend um Limburg in den Jahren 1841 und 1848 keine namentliche Auflistung aller Musiker erfolgte, ist ungewiss, ob Geis sich nochmals darunter befand. Weitere biographische Details sind nicht bekannt.

WerkeLiebesrausch (Sst., Git.), Frankfurt: Fischer, [um 1830]; D-F, s. RISM GG 840 I,1 <> Fantasie mit Variationen (Git.; aufgef. Frankfurt/M. 1829)

Quellen und Referenzwerke — Briefe an Schott in D-Mbs (9, 1823 u. 1825) sowie in D-B (14, 1824–28, s. Kalliope) <> Akte zur Wiesbadener Kurmusik in D-WIhha (Best. 212 Nr. 966) <> Didaskalia 7. Juni 1829


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2020/09/01 17:12
  • von kk