gayer

GAYER (Familie)

(1) Johann Nepomuk Andreas * Engelhaus (heute: Andĕlká Hora) bei Karlsbad (Karlovy Vary) 18. Mai 1746 | † (Bad) Homburg 28. Sept. 1819; Musiker und Komponist

(2) Johann August(in) * (Bad) Homburg 16. Apr. 1800 | † ebd. 5. Nov. 1837; Sohn von (1), Musiker und Komponist


(1) Gayer, der u. a. von Wenzel Pichl in Prag im Violinspiel ausgebildet worden war, erhielt 1774 in Homburg eine Anstellung als Konzertmeister sowie als Lehrer am landgräflichen Hof. Von seinen zahlreichen in den Lexika genannten Kompositionen (Messen, Sinfonien, Konzerte, Kammermusik), die überwiegend vor der Anstellung in Homburg entstanden waren, hatte Geyer nach eigener Aussage (Selbstbiographie, 1783) nie „etwas drucken oder stechen lassen“; auch besaß er damals „kaum noch den sibenten Teil“ davon; vgl. Wagner in MGG2P, MDB und RISMonline. Die gelegentlich behauptete Anstellung Gayers als Organist in Durlach beruht auf einer Verwechslung mit Johann Georg Gayer (1729–1802).

Quellen — [Selbstbiographie, 1783], in: Hans Adolph Friedrich von Eschstruth, Musicalische Bibliothek, 2. Stück, Marburg/Gießen 1784, S. 252–255

Literatur — Michael Jakob, Die Musik am landgräflichen Hof zu Hessen-Homburg (1622–1842), in: MittAGm 56, 1990, S. 240–247 <> Klaus-Peter Koch, Art. Gayer, in: LdMK (dort weitere Lit.) <> Undine Wagner, Art. Gayer (3), in: MGG2P (dort Werkliste und weitere Lit.) <> MDB


(2) August Geyer, zweifellos Schüler seines Vaters, war von 1829 bis zu seinem Tod als Konzertmeister der Homburger Hofkapelle tätig. Daneben engagierte er sich, u. a. als Lehrer, im öffentlichen Musikleben der Kurstadt.

Werke1ter [2ter] Homburger Fav: Galopp (Kl.), 2 Hefte, Frankfurt/M.: Dunst [1834]; D-BDHsta (Heft 1, s. Abb., mit freundlicher Genehmigung), GB-Lbl (Heft 1), US-PHu (Heft 2) <> Homburger Favorit-Walzer (Kl.), 3 Hefte, ebd. [1834]; GB-Lbl (Heft 3), US-PHu (Heft 1 u. 3) <> Elisabeth-Brunnen-Galopp (Kl. 4ms), ebd. [1838] <> Homburger Kur-Walzer (Kl. 4ms), ebd. [1838] <> Rondo (Kl.), Ms. (Titelseite lithographiert) in D-BDHsta <> Zuschreibung unsicher: Lied Die Nähe und Ferne (Sst., Kl.), Frankfurt: Dunst [1840]

Quellen — HmL <> freundliche Mitteilung von Frau Ismene Deter (Bad Homburg) aus genealogischen Aufzeichnungen von Herrn Heinz Humpert (Bad Homburg)

Literatur — Michael Jakob (wie bei (1))


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/05/14 01:48
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