engers

ENGERS (Familie)

(1) Johann Michael * Hausen/Schwerbach 16. Febr. 1766 | † Nauroth 28. Aug. 1823; Orgelbauer

(2) Johann Heinrich (Henrich) * Schwerbach 4. Mai 1771 | † Waldlaubersheim 20. Sept. 1851; Bruder von (1), Orgelbauer

(3) Johann Friedrich * Simmern 14. Okt. 1794 | † Waldlaubersheim 10. Nov. 1863; Sohn von (2), Orgelbauer und Organist


(1) Johann Michael Engers erlernte den Orgelbau vermutlich bei den Gebrüdern →Stumm in Rhaunen-Sulzbach, machte sich zwischen 1785 und 1790 in Simmern selbständig, zog zwischen 1805 und 1807 nach Laufenselden und etwa 1808 nach (Taunusstein-)Wehen. Erhalten ist sein Orgelprospekt in Bacharach, St. Peter, wobei das missglückte Werk 1826 von Stumm erneuert werden musste.

Werke — vor 1790 Rehbach und Kettenbach <> 1790–93 Bacharach, St. Peter, II/25 (Prospekt erhalten) <> 1819 Wolfsheim I/9 <> 1792 Assmannshausen I/15 <> 1801 Hohenstein I/10 <> 1805 Ehlhalten <> 1809 Oberauroff


(2) Heinrich Engers wurde vermutlich wie sein Bruder (1) bei den Stumms ausgebildet und blieb wohl bis 1809 mit ihm zusammen in Simmern. 1810 ließ er sich in Waldlaubersheim nieder und arbeitete ab dann überwiegend in Rheinhessen, während Michael im Taunus tätig war.

Werke (Auswahl) — 1812 Eppelsheim ev. I/16 <> 1819 Wolfsheim ev. I/9 <> 1821 Heidesheim I/14 <> 1822 Appenheim ev I/13 <> 1824 Biebern ev. <> 1830 Grolsheim I/9


(3) Friedrich Engers wuchs in der väterlichen Werkstatt in Waldlaubersheim auf. Um 1835 übernahm er die Geschäftsführung und baute im Schnitt pro Jahr eine neue Orgel; sein Arbeitsgebiet umfasste den Hunsrück, Rheingau, Rheinhessen und die nördliche Pfalz. Das Geschäft teilte er sich mit dem Schwager Ludwig Maull (* 1805, wanderte 1854 nach Amerika aus), ab 1844 auch mit dem Orgelbauer Johann Schlaad, seinem späteren Schwiegersohn und Nachfolger. Um 1854 zog er sich aus der Werkstatt zurück und betätigte sich fortan gelegentlich noch als Stimmer

Werke (Auswahl) — 1836 Eibingen ev. I/8 <> 1837 Eckenrod ev. I/10 <> 1839 Pleizenhausen ev. I/13 <> 1840 Mörsfeld ev. I/10 <> 1844 Niederhausen ev. <> Elsheim I/12 und Nieder-Saulheim I/9 (beide erhalten) <> 1845 Rittersheim ev. I/11 <> 1846 Eimsheim I/12 (erhalten) <> 1849 Perscheid II/16


Literatur — Franz Bösken, Archivalien zur Orgelgeschichte der evangelischen Kirche St. Peter zu Bacharach, 1780-1826, in: Mundus Organorum. Festschrift Walter Supper zum 70. Geburtstag, hrsg. von Alfred Reichling, Berlin 1978, S. 36–61 <> Manfred Wittelsberger, Die Orgelbauerfamilie Engers und Schlaad in Waldlaubersheim bei Bingen, München 1994 <> Ders., Die Werkstatt Engers-Schlaad in Waldlaubersheim, in: Die Orgel als sakrales Kunstwerk, hrsg. von Friedrich Wilhelm Riedel, Bd. 1, Mainz 1992, S. 269–283


Hermann Fischer

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  • Zuletzt geändert: 2020/06/20 22:01
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