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 **EINZIG, LEOPOLD (auch LEO)** * Lieblitz (Liblice, Böhmen) 27. Sept. 1856 | † Frankfurt/​M. 16. Jan. 1906; Violinist, Musiklehrer,​ Komponist **EINZIG, LEOPOLD (auch LEO)** * Lieblitz (Liblice, Böhmen) 27. Sept. 1856 | † Frankfurt/​M. 16. Jan. 1906; Violinist, Musiklehrer,​ Komponist
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 Nach der Ausbildung am Prager Konservatorium (bis 1873) wandte sich Einzig, der einer jüdischen Familie in Böhmen entstammte (sein Vater war Schächter),​ nach Frankfurt. Von 1876 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1897 spielte er Violine im dortigen Theaterorchester. Darüber hinaus beteiligte er sich an Konzerten des //​Tonkünstler-Vereins//,​ erteilte Musikunterricht und studierte in den Jahren 1887–1890 Komposition bei Anton →Urspruch am //​Raff-Konservatorium//​. Möglicherweise entstanden in diesem Zusammenhang seine zumeist bei [[andre|André]] veröffentlichten Werke. Seit 1882 war Einzig mit der aus Offenbach stammenden Rosalie Assor verheiratet. Der Sohn Albert (* Frankfurt 13. Dez. 1882 | † Shanghai 20. Juli 1950) heiratete 1915 als Kaufmann in Frankfurt, ist im Adressbuch 1933 als Vertreter, in den Jahren 1934–35 als Musiker bzw. Musikalienhändler (letzteres im amtlichen Fernsprechbuch 1935) geführt und wanderte wenig später nach Shanghai aus, wo er um 1941 ein Orchester aus ebenfalls emigrierten jüdischen Musikern zusammenstellte (//Albert Einzig Orchestra//​). Die Tochter Mathilde, später verh. Brandeis (* Frankfurt 13. Febr. 1886 | † ebd. 1. Jan. 1963), erlangte als Schauspielerin und Mitbegründerin der Frankfurter Schauspielschule größere Bekanntheit und lebte, nachdem sie Deutschland 1933 verlassen hatte, seit 1957 erneut in ihrer Heimatstadt. Nach der Ausbildung am Prager Konservatorium (bis 1873) wandte sich Einzig, der einer jüdischen Familie in Böhmen entstammte (sein Vater war Schächter),​ nach Frankfurt. Von 1876 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1897 spielte er Violine im dortigen Theaterorchester. Darüber hinaus beteiligte er sich an Konzerten des //​Tonkünstler-Vereins//,​ erteilte Musikunterricht und studierte in den Jahren 1887–1890 Komposition bei Anton →Urspruch am //​Raff-Konservatorium//​. Möglicherweise entstanden in diesem Zusammenhang seine zumeist bei [[andre|André]] veröffentlichten Werke. Seit 1882 war Einzig mit der aus Offenbach stammenden Rosalie Assor verheiratet. Der Sohn Albert (* Frankfurt 13. Dez. 1882 | † Shanghai 20. Juli 1950) heiratete 1915 als Kaufmann in Frankfurt, ist im Adressbuch 1933 als Vertreter, in den Jahren 1934–35 als Musiker bzw. Musikalienhändler (letzteres im amtlichen Fernsprechbuch 1935) geführt und wanderte wenig später nach Shanghai aus, wo er um 1941 ein Orchester aus ebenfalls emigrierten jüdischen Musikern zusammenstellte (//Albert Einzig Orchestra//​). Die Tochter Mathilde, später verh. Brandeis (* Frankfurt 13. Febr. 1886 | † ebd. 1. Jan. 1963), erlangte als Schauspielerin und Mitbegründerin der Frankfurter Schauspielschule größere Bekanntheit und lebte, nachdem sie Deutschland 1933 verlassen hatte, seit 1957 erneut in ihrer Heimatstadt.
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 **Literatur** — Art. //Einzig, Mathilde//, in: KlötzerFB <> Dorothee Linnemann, Art. //Mathilde Einzig//, in: //​Frankfurter Frauenzimmer//​ [[http://​www.frankfurterfrauenzimmer.de/​cp10-detail.html?​bio=bn|online]] <> Art. //Einzig, Albert//, in: LexM ([[https://​www.lexm.uni-hamburg.de/​object/​lexm_lexmperson_00003283|online]];​ dort weitere Quellen und Literatur) **Literatur** — Art. //Einzig, Mathilde//, in: KlötzerFB <> Dorothee Linnemann, Art. //Mathilde Einzig//, in: //​Frankfurter Frauenzimmer//​ [[http://​www.frankfurterfrauenzimmer.de/​cp10-detail.html?​bio=bn|online]] <> Art. //Einzig, Albert//, in: LexM ([[https://​www.lexm.uni-hamburg.de/​object/​lexm_lexmperson_00003283|online]];​ dort weitere Quellen und Literatur)
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 +Abbildung: Verlagsschein zu op. 17; D-OF
  
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 Kristina Krämer Kristina Krämer
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  • Zuletzt geändert: 2020/03/10 11:38
  • von kk