eibenschuetz

EIBENSCHÜTZ, JOSÉ (seit 1892, eigentlich Alexander Joseph) * Frankfurt/M. 8. Jan. 1872 | † Ilfeld (Harz) 27. Nov. 1952; Dirigent und Komponist

Eibenschütz, Sohn des aus Pest stammenden Sängers und seit 1859 in Frankfurt als Gesangslehrer nachweisbaren Carl Friedrich Eibenschütz, trat 11-jährig als Violinschüler in das Hoch’sche Konservatorium ein und war 1892–1893 in Koblenz als Geigenlehrer und Konzermeister tätig. Anschließend wirkte er als Dirigent in Abo, Görlitz, Oslo, in den Jahren 1926 und 1927 des Kurorchesters in Bad Nauheim und seit 1928 in Hamburg. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er 1935 aus seinen Funktionen entlassen. Der Komponist Albert Eibenschütz (1857–1930) war sein älterer Bruder, die Pianistin Ilona Eibenschütz (1872–1967), die ihre Ausbildung ebenfalls im Hoch’schen Konservatorium erhielt, beider Cousine.

Werke (nur die der frühen Jahre) — Zwei Lieder op. 12 (m. Kl.), Koblenz: Metzger [1892] <> Liebesfrühling (Adagio für Orch. nach einem Gemälde von Böcklin), Heilbronn: Schmidt [1896], UA Koblenz 1894

Literatur – Karl Schmidt, Die Dirigenten des Kurorchesters zu Bad-Nauheim von 1853–1932, Friedberg 1932 <> Hans Rudolf Jung, Art. Eibenschütz, in: Lexikon verfolgter Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit (LexM), hrsg. von Claudia Maurer Zenck und Peter Petersen, Hamburg 2007 (digital)

Quellen — KB Frankfurt <> MMB

Abbildung: Postkarte von Eibenschütz aus dem Jahr 1909, D-KWbeer


Axel Beer

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