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EBERT, LUDWIG * Schloss Kladrau bei Mieß/Böhmen 13. Apr. 1834 | † Einbeck 14. Dez. 1908; Violoncellist, Musikpädagoge

Nach dem Studium am Prager Konservatorium und anschließender Tätgikeit als Cellist (u. a. in Temesvar und Oldenburg) und reisender Virtuose, wurde Ebert 1875 Lehrer am Kölner Konservatorium und Violoncellist Mitglied des Heckmannschen Streichquartetts, mit dem er mehrmals auch in Koblenz gastierte. Zu seinen Schülern zählte Engelbert Humperdinck, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Seit 1881 gastierte er regelmäßig als Kammermusikpartner des Koblenzer Musikdirektors Raphael Maszkowski mit wechselnden Pianisten, zuerst mit James Kwast, ab 1884 mit Albert Eibenschütz und ab 1890 mit Max Pauer, in Koblenz. 1889 gründete er gemeinsam mit Maszkowski und dem Pianisten und Organisten Felix Ritter das Koblenzer Konservatorium, dessen Direktorium sie gemeinsam bildeten. Auch nach Maszkowskis Ausscheiden im Jahre 1890 blieb Ebert bis kurz vor seinem Tode stets mit an der Spitze des Instituts, an dem er neben Violoncello auch in der „Unterklasse“ Klavier unterrichtete.

Werke — überwiegend im Mss. befindliche Kompositionen mit Vc. und einige Lieder (s. Werkverzeichnis in RhM)

QuellenCoblenzer Zeitung <> Wilhelm Josef Becker, Das Konservatorium zu Koblenz, mschr. Aufstellung (3 Seiten) im Nachlass Emma Sagebiel, Stadtarchiv Koblenz.

Literatur — Hans Gappenach, Art. Ebert, in: Kurzbiographien vom Mittelrhein und Moselland (Landeskundliche Vierteljahrsblätter, Sonderheft) 1974/75, S. 447–448 <> Hans Gappenach, Art. Ebert, in: RhM 8, S. 20–22


Uwe Baur † | Kristina Krämer

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