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DORN, OTTO * Köln 7. Sept. 1848 | † Berlin 8. Nov. 1931; Komponist und Kritiker

Otto Dorn, nacheinander Schüler und Lehrer am Sternschen Konservatorium Berlin und ehemaliger Stipendiat der Meyerbeer-Stiftung, lebte seit 1884 in Wiesbaden. Einflussreicher als seine Kompositionen war in der Region seine Arbeit als Musikkritiker für das Wiesbadener Tagblatt. Dorn wurde 1899 zum Königlichen Musikdirektor ernannt und 1905 mit dem Professorentitel ausgezeichnet. Kompositorisch beschäftigte er sich im Einklang mit zeitgenössischen Gepflogenheiten überwiegend mit Liedern und Klaviermusik, aber auch mit Programmouvertüren (Hermannsschlacht nach Kleist, Sappho nach Grillparzer), Sinfonik (Programmsinfonie Prometheus) und Musikdramatik (Opern Afraja, Närodal, Die schöne Müllerin, UA Gotha 1891, Kassel 1901, ebd. 1906). Untersuchungen zu seiner Kritikertätigkeit und seinem ambitioniert geplanten kompositorischen Wirken stehen ebenso aus wie ein Gesamtüberblick über den Umfang seines Schaffens. Sein Vater Heinrich (Ludwig Egmont) Dorn (* Königsberg 14. Nov. 1804 | † Berlin 10. Jan. 1892) war nach Studien bei Berger, Klein und Zelter 1827 kurz als Hilfslehrer am Stöpelschen Musikinstitut in Frankfurt am Main tätig, um ab 1828 Kapellmeisterstellen in ganz Deutschland innezuhaben.

Literatur — Matthias Wendt, Art. Dorn in: MGG2P


Christoph Hust

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