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doerr [2019/03/20 12:39] (aktuell)
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 +**DÖRR, IGNAZ** * Waldstetten 6. Sept. 1829 | †  auf der Bahnfahrt zwischen Bronnbach und Reicholzheim 13. Nov. 1886; Orgelbauer
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 +Dörr machte von 1843 bis 1846 zunächst eine Schreinerlehre und war auch als Wandergeselle unterwegs, bevor er sich ab Mai 1853 in Würzburg zunächst bei dem Instrumentenbauer Hoffman, dann – nach dessen Tod – bei dem Orgelbauer Balthasar Schlimbach einer Instrumentenmacherlehre unterzog. Er machte sich 1855 in Waldstetten selbständig und legte 1857 die Prüfung zum Orgelbauer ab. 
 +Die erste Orgel lieferte Dörr 1856 an das Waisenhaus in Wertheim aus (I/3). Seine insgesamt zwanzig bekannten Instrumente weisen stabile Kegelladen auf; er gilt als Begründer der Hardheimer Orgelbautradition. Sein Sohn Fridolin (1857–1926),​ der nach Dörrs Tod den Orgelbaubetrieb übernehmen sollte, hatte sich bereits 1876 bei Arbeiten in der väterlichen Werkstatt so verletzt, dass ihm der linke Arm amputiert werden musste; die Firma wurde daher nach 1886 von Wilhelm Bader sen. (1846–1927) übernommen.
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 +**Werk** (in Auswahl) — Rinschheim 1861/1862 (I/P/9), 2019 restauriert <> Wenkheim 1866/1867 (II/P/15), 1985 restauriert <> Waldstetten 1876/1877 (II/P/15) <> Rheinhausen 1881 (II/P/20), 2003 restauriert durch Karl Göckel <> Waldmühlbach,​ St. Nikolaus 1885 (II/P/16), 1986 restauriert von Vleugels Orgelmanufactur.
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 +**Literatur** — Torsten Englert, //Die Orgel – Königin der Instrumente. Rund 150 Jahre Orgelbautradition in Hardheim//, Hardheim 2009
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 +Birger Petersen
  
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