diehl

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-**(2)** Johann Diehl wurde von seinem Vater ausgebildet und erhielt außerdem Impulse von seinem Großvater Nicolaus Dopfer sowie seinem Onkel [[steininger|Jacob Steininger]]. Bis 1819 arbeitete er mit dem Verleger Bernhard →Schott und dessen Söhnen zusammen, die auch mit hochrangigen Musikinstrumenten handelten (u. a. //​König-Maximilian-Stradivari//​ 1709). Auch hier holte sich Diehl, der ausschließlich in Mainz tätig war, Anregungen für seine individuell gestalteten Instrumente. 1798 heiratete er Maria Anna Schierstein,​ die 12 Kinder bekam. Diehl galt in Mainz neben [[hoffmann|Heinrich Anton Hoffmann]] als Kenner alter Instrumente und war mit den Hofmusikern [[stiastny|Johann Stiastny]] und [[baldenecker|Udalrikus Baldenecker]] befreundet. Von Johann Diehl sind Violinen, Bratschen, Violoncelli und ein Kontrabass bekannt. Ergänzend zu Michels 1995 sind zu nennen: Violinen (Mainz 1823, 1835 (siehe die Abbildung; Privatbesitz),​ ca. 1840), Viola (Mainz 1830), Violoncelli (Mainz 1836, 1838), Kontrabass (Mainz 1830). Die Decke einer Violine (Mainz 1823) wurde original aus der Decke einer Viola d’amore gefertigt.+**(2)** Johann Diehl wurde von seinem Vater ausgebildet und erhielt außerdem Impulse von seinem Großvater Nicolaus Dopfer sowie seinem Onkel [[steininger|Jacob Steininger]]. Bis 1819 arbeitete er mit dem Verleger Bernhard →Schott und dessen Söhnen zusammen, die auch mit hochrangigen Musikinstrumenten handelten (u. a. //​König-Maximilian-Stradivari//​ 1709). Auch hier holte sich Diehl, der ausschließlich in Mainz tätig war, Anregungen für seine individuell gestalteten Instrumente. 1798 heiratete er Maria Anna Schierstein,​ die 12 Kinder bekam. Diehl galt in Mainz neben [[hoffmann|Heinrich Anton Hoffmann]] als Kenner alter Instrumente und war mit den Hofmusikern [[stiastny|Johann Stiastny]] und [[baldenecker|Udalrikus Baldenecker]] befreundet. Von Johann Diehl sind Violinen, Bratschen, Violoncelli und ein Kontrabass bekannt. Ergänzend zu Michels 1995 sind zu nennen: Violinen (Mainz 1823, 1835 (s. Abb.; Privatbesitz),​ ca. 1840), Viola (Mainz 1830), Violoncelli (Mainz 1836, 1838), Kontrabass (Mainz 1830). Die Decke einer Violine (Mainz 1823) wurde original aus der Decke einer Viola d’amore gefertigt.
  
 **(3)** Nicolaus Diehl wurde in Frankfurt/​M. von seinem Onkel Jacob Steininger unterrichtet. Steininger hatte als Hofgeigenmacher Mainz 1792 mit dem Kurfürstlichen Hof verlassen. Spätestens 1800 kehrte Diehl nach Mainz zurück und heiratete Margaretha Schneider. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. 1811 wurde er als Grossherzoglich Hessischer Hof-Lauten- und Geigenmacher nach Darmstadt berufen, wo er bis zu seinem Tode arbeitete. Er baute – wie sein Vater – hauptsächlich Celli, daneben Geigen, Bratschen und gelegentlich Gitarren. **(3)** Nicolaus Diehl wurde in Frankfurt/​M. von seinem Onkel Jacob Steininger unterrichtet. Steininger hatte als Hofgeigenmacher Mainz 1792 mit dem Kurfürstlichen Hof verlassen. Spätestens 1800 kehrte Diehl nach Mainz zurück und heiratete Margaretha Schneider. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. 1811 wurde er als Grossherzoglich Hessischer Hof-Lauten- und Geigenmacher nach Darmstadt berufen, wo er bis zu seinem Tode arbeitete. Er baute – wie sein Vater – hauptsächlich Celli, daneben Geigen, Bratschen und gelegentlich Gitarren.
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  • von sr