cramer

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-Cramer, Sohn eines Stuttgarter Kaufmanns, war ab 1826 Schüler Peter Joseph von Lindpaintners in Stuttgart und später Ignaz von Seyfrieds in Wien. 1832 ließ er sich in Frankfurt als Musiklehrer nieder und erlangte 1845 das Bürgerrecht. Die seit Mendel (1873) hier und da (u. a. bei Viotta) begegnende Ansicht, Cramer hätte „abwechselnd in Frankfurt a. M. und in Paris“ gelebt, beruht auf einem Irrtum: Wohl haben Pariser Verlage gelegentlich Werke Cramers (wie ganz üblich) nachgedruckt,​ was ebenso zu Fehlannahmen geführt haben mag wie die eine oder andere Korrespondenzmeldung in der Frankfurter Presse, dass der „Pianist Cramer […] nach zweimonatlichem Aufenthalt in London wieder hier [i. e. Paris] eingetroffen ist“ (//​Frankfurter Konversationsblatt//​ 23.10.1842) – es handelt sich hierbei zweifelsfrei um den aus Mannheim stammenden Johann Baptist Cramer (1771–1858). Dass, wie die //Signale für die musikalische Welt// in einem kurzen Nekrolog melden, „nicht nur deutsche, sondern auch französische und englische Verleger sich nicht scheuten“,​ Werke Cramers „unter seinem Namen herauszugeben,​ von denen er niemals eine Note zu Gesicht bekommen hatte“, ist ebenso durch nichts zu belegen. Es spricht zudem alles dafür, dass Cramer niemals öffentlich als Pianist aufgetreten ist und wohl auch kaum je seinen Wohnort verlassen hat, sich mutmaßlich nur bedingt darum scherend, dass seine vom Publikum und somit von den Verlagen geschätzten Werke von anderen als „Dilettantenfutter“ (Bernsdorf 1856) und „Fabrikarbeit in Potpourri’s aus Opern“ (Schuberth 1878) abgetan wurden, obwohl er seinem Verleger Simrock schon 1846 mitteilte, dass er „künftig keine Compos. unter dem Titel Potpourri erscheinen zu lassen“ wünschte (Brief Simrocks an Cramer, Bonn 13.5.1846). Wer seine Schülerinnen und Schüler waren, ließ sich noch nicht ermitteln.+Cramer, Sohn eines Stuttgarter Kaufmanns, war ab 1826 Schüler ​[[lindpaintner|Peter Joseph von Lindpaintners]] in Stuttgart und später Ignaz von Seyfrieds in Wien. 1832 ließ er sich in Frankfurt als Musiklehrer nieder und erlangte 1845 das Bürgerrecht. Die seit Mendel (1873) hier und da (u. a. bei Viotta) begegnende Ansicht, Cramer hätte „abwechselnd in Frankfurt a. M. und in Paris“ gelebt, beruht auf einem Irrtum: Wohl haben Pariser Verlage gelegentlich Werke Cramers (wie ganz üblich) nachgedruckt,​ was ebenso zu Fehlannahmen geführt haben mag wie die eine oder andere Korrespondenzmeldung in der Frankfurter Presse, dass der „Pianist Cramer […] nach zweimonatlichem Aufenthalt in London wieder hier [i. e. Paris] eingetroffen ist“ (//​Frankfurter Konversationsblatt//​ 23.10.1842) – es handelt sich hierbei zweifelsfrei um den aus Mannheim stammenden Johann Baptist Cramer (1771–1858). Dass, wie die //Signale für die musikalische Welt// in einem kurzen Nekrolog melden, „nicht nur deutsche, sondern auch französische und englische Verleger sich nicht scheuten“,​ Werke Cramers „unter seinem Namen herauszugeben,​ von denen er niemals eine Note zu Gesicht bekommen hatte“, ist ebenso durch nichts zu belegen. Es spricht zudem alles dafür, dass Cramer niemals öffentlich als Pianist aufgetreten ist und wohl auch kaum je seinen Wohnort verlassen hat, sich mutmaßlich nur bedingt darum scherend, dass seine vom Publikum und somit von den Verlagen geschätzten Werke von anderen als „Dilettantenfutter“ (Bernsdorf 1856) und „Fabrikarbeit in Potpourri’s aus Opern“ (Schuberth 1878) abgetan wurden, obwohl er seinem Verleger Simrock schon 1846 mitteilte, dass er „künftig keine Compos. unter dem Titel Potpourri erscheinen zu lassen“ wünschte (Brief Simrocks an Cramer, Bonn 13.5.1846). Wer seine Schülerinnen und Schüler waren, ließ sich noch nicht ermitteln.
  
 **Werke** — über 160 Ausgaben mit Opuszahl (Potpourris,​ Fantasien, Variationen,​ //Morceaux de Salon// u. a. über Volkslieder und vor allem Opernmelodien,​ sämtlich für Kl. 2ms und teils in umfangreichen Sammlungen, dazu einige wenige Lieder und Originalkompositionen für Klavier) erschienen seit 1834 zunächst bei [[dunst|Dunst]] bzw. [[fischerj|Fischer]] in Frankfurt, dann ganz überwiegend bei [[andre|André]] in Offenbach (zumeist in D-OF vorhanden) und →Schott in Mainz (vielfach in D-Mbs vorhanden), seit 1845 in geringerem Umfang auch bei Simrock in Bonn. **Werke** — über 160 Ausgaben mit Opuszahl (Potpourris,​ Fantasien, Variationen,​ //Morceaux de Salon// u. a. über Volkslieder und vor allem Opernmelodien,​ sämtlich für Kl. 2ms und teils in umfangreichen Sammlungen, dazu einige wenige Lieder und Originalkompositionen für Klavier) erschienen seit 1834 zunächst bei [[dunst|Dunst]] bzw. [[fischerj|Fischer]] in Frankfurt, dann ganz überwiegend bei [[andre|André]] in Offenbach (zumeist in D-OF vorhanden) und →Schott in Mainz (vielfach in D-Mbs vorhanden), seit 1845 in geringerem Umfang auch bei Simrock in Bonn.
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  • Zuletzt geändert: 2019/07/11 22:25
  • von kk