cahn

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
cahn [2019/07/22 16:36]
mb
cahn [2021/05/19 11:04] (aktuell)
ab
Zeile 3: Zeile 3:
 {{ ::cahn.jpg?nolink&350|}} {{ ::cahn.jpg?nolink&350|}}
  
-Peter Cahn studierte in Frankfurt zunächst privat – aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde ihm der Besuch des Hoch’schen Konservatoriums verwehrt – u. a. bei Kurt →Hessenberg Komposition und nahm 1949 sein Studium an der Musikhochschule und der Goethe-Universität (Klassische Philologie, Musikwissenschaft) auf. Neben seiner musikpraktischen Tätigkeit war er 1954–1974 Dozent am Hoch’schen Konservatorium, gleichzeitig (bis 1962) im Schuldienst und (nach seiner Promotion 1960) von 1962 bis 1982 als Akademischer Rat am Musikwissenschaftlichen Institut tätig. Anschließend folgte er einem Ruf als Professor für Musiktheorie und Musikgeschichte an der Frankfurter Hochschule, wo er am Aufbau eines Musikwissenschaftlichen Seminars beteiligt war. 1993 ging er in den Ruhestand. Aufgrund seiner Verdienste wurde ihm 2013 die Goethe-Medaille der Stadt Frankfurt verliehen. Cahn war Mitglied der //Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte// und gehörte bis 2008 der mit den Planungen zu einer erweiterten Neuausgabe des //MMM// befassten Arbeitsgruppe in Mainz an.+Peter Cahn, dem aufgrund seiner jüdischen Herkunft der Weg zum Abitur (1943 musste er die Schule verlassen und wurde in ein Arbeitslager deportiert) und der Besuch des Hoch’schen Konservatoriums verwehrt blieb, studierte nach Kriegsende zunächst privat u. a. bei →Kurt Hessenberg und →Johann Friedrich Hoff Komposition sowie seit 1949 an der Musikhochschule und der Goethe-Universität (Klassische Philologie, Musikwissenschaft). Neben seinen musikpraktischen und kompositorischen Aktivitäten war er 1954–1974 Dozent an der Frankfurter Musikhochschule, gleichzeitig (bis 1962) im Schuldienst und von 1962 bis 1982 als Akademischer Rat am Musikwissenschaftlichen Institut tätig. Anschließend folgte er einem Ruf als Professor für Musiktheorie und Musikgeschichte an der Frankfurter Hochschule, wo er am Aufbau eines Musikwissenschaftlichen Seminars beteiligt war. 1993 ging er in den Ruhestand. Aufgrund seiner Verdienste wurde ihm 2013 die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt verliehen. Cahn war Mitglied der //Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte// und gehörte bis 2008 der mit den Planungen zu einer erweiterten Neuausgabe des //MMM// befassten Arbeitsgruppe in Mainz an.
  
-**Werke** — __Schriften__: s. MGG2P; zur Musikgeschichte Frankfurts (Auswahl): Monographie //Das Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt am Main (1878–1978)//, Frankfurt am Main 1979 <> //Paul Hindemith in Frankfurt//, in: //Hindemith-Jahrbuch// 5 (1976), S. 21–42 <> //Kirchenmusik an St. Katharinen//, in: //St. Katharinen zu Frankfurt am Main//, hrsg. von Joachim Proescholdt, Frankfurt 1981, S. 277–315 <> //Die Sinfonien Christoph Graupners//, in: //Christoph Graupner, Hofkapellmeister in Darmstadt (1709–1760)//, hrsg. von Oswald Bill, Mainz 1987 (BzmM 28), S. 213–268 <> //Gottfried Weber und die Musik der Wiener Klassik//, in: //Studien zu Gottfried Webers Wirken und zu seiner Musikanschauung//, hrsg. von Christine Heyter-Rauland, Mainz 1993 (BzmM 30), S. 3–26 <> //Frankfurt als Station reisender Virtuosen im 18. Jahrhundert//, in: //Le musicien et ses voyages. Pratiques, réseaux et répresentations//, hrsg. von Christian Meyer, Berlin 2003, S. 127–141 <> //Neue Quellen zur Familie des Organisten und Konzertunternehmers Johann Matthäus Kayser in Frankfurt am Main//, in: //Philipp Christoph Kayser (1755–1823). Komponist, Schriftsteller, Pädagoge, Jugendfreund Goethes//, hrsg. von Gabriele Busch-Salmen, Hildesheim 2007, S. 25–45 <> __Herausgaben__: //Carl Israel, Frankfurter Concert-Chronik von 1713–1780//, Reprographischer Nachdruck der Ausgabe von 1876 mit Vorwort, Anhang und Register, Frankfurt 1986 <> //Kurt Hessenberg. Beiträge zu Leben und Werk//, Mainz 1990 <> //Telemann in Frankfurt. Bericht über das Symposium Frankfurt am Main, 26./27. April 1996//, Mainz 2000 (BzmM 35) <> __Kompositionen__ (sämtlich ungedruckt und entstanden überwiegend bis um die Mitte der 1950er Jahre): s. Schaefer, S. 75, und Cahn in MGG2+**Werke** — __Schriften__: s. MGG2P; zur Musikgeschichte Frankfurts und der Region (Auswahl): Monographie //Das Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt am Main (1878–1978)//, Frankfurt am Main 1979 (Dissertation) <> //Paul Hindemith in Frankfurt//, in: //Hindemith-Jahrbuch// 5 (1976), S. 21–42 <> //Kirchenmusik an St. Katharinen//, in: //St. Katharinen zu Frankfurt am Main//, hrsg. von Joachim Proescholdt, Frankfurt 1981, S. 277–315 <> //Eine Schach-Fuge von Iwan Knorr//, in: //Mitteilungen der Hans-Pfitzner-Gesellschaft// 44 (1982), S. 41–45 <> //Die Sinfonien Christoph Graupners//, in: //Christoph Graupner, Hofkapellmeister in Darmstadt (1709–1760)//, hrsg. von Oswald Bill, Mainz 1987 (BzmM 28), S. 213–268 <> //Gottfried Weber und die Musik der Wiener Klassik//, in: //Studien zu Gottfried Webers Wirken und zu seiner Musikanschauung//, hrsg. von Christine Heyter-Rauland, Mainz 1993 (BzmM 30), S. 3–26 <> //Frankfurt als Station reisender Virtuosen im 18. Jahrhundert//, in: //Le musicien et ses voyages. Pratiques, réseaux et répresentations//, hrsg. von Christian Meyer, Berlin 2003, S. 127–141 <> //Clara Schumann und Bernhard Scholz: Unbekannte Zeugnisse zur "Reorganisation" des Hochschen Konservatoriums//, in: //Musical Education in Europe (1770–1914)//, hrsg. von Michael Fend und Michel Noiray, Berlin 2005, Bd. 2, S. 503–515 <> //Frankfurter Schumanniana//, in: //Musiktheorie// 21 (2006), S. 269–282 <> //Jüdische Komponisten des 20. Jahrhunderts in Frankfurt am Main//, in: //Jüdische Musik und ihre Musiker im 20. Jahrhundert. Bericht über ein Symposium (Mainz 1998)//, hrsg. von Wolfgang Birtel, Joseph Dorfman und Christoph-Hellmut Mahling, Mainz 2006, S. 243–253 <> //Neue Quellen zur Familie des Organisten und Konzertunternehmers Johann Matthäus Kayser in Frankfurt am Main//, in: //Philipp Christoph Kayser (1755–1823). Komponist, Schriftsteller, Pädagoge, Jugendfreund Goethes//, hrsg. von Gabriele Busch-Salmen, Hildesheim 2007, S. 25–45 <> __Herausgaben__: //Carl Israel, Frankfurter Concert-Chronik von 1713–1780//, Reprographischer Nachdruck der Ausgabe von 1876 mit Vorwort, Anhang und Register, Frankfurt 1986 <> //Kurt Hessenberg. Beiträge zu Leben und Werk//, Mainz 1990 <> //Tagebuchaufzeichnungen und Briefe von Max L. Cahn und Tilly Cahn aus den Jahren 1933–1943//, in: //Archiv für Frankfurter Geschichte und Kunst// 65 (1999), S. 182–221 <> //Telemann in Frankfurt. Bericht über das Symposium Frankfurt am Main, 26./27. April 1996//, Mainz 2000 (BzmM 35) <> //Zur Musikgeschichte der 40er und 50er Jahre: Erfahrungen, Erlebnisse und persönliche Anmerkungen//, in: //"Stunde Null" – zur Musik um 1945. Bericht über das Symposium der Gesellschaft für Musikforschung an der Musikhochschule Lübeck 24.–27. September 2003//, hrsg. von Volker Scherliess, Kassel etc. 2014, S. 28 39 <> __Kompositionen__ (zumeist ungedruckt und entstanden überwiegend bis um die Mitte der 1950er Jahre): s. Schaefer, S. 75, und Cahn in MGG2
  
-**Literatur** — Schaefer 1979, S. 74–75 <> Peter Cahn, Art. //Cahn//, in: MGG2P+**Literatur** — Schaefer 1979, S. 74–75 <> Peter Cahn, Art. //Cahn//, in: MGG2P <> Roman Fischer, Art. //Cahn, Peter//, in: Frankfurter Personenlexikon ([[https://frankfurter-personenlexikon.de/node/9342|digital]])
  
 Abbildung: Peter Cahn, aufgenommen von Axel Beer im Zug nach Bologna, Sommer 1978 Abbildung: Peter Cahn, aufgenommen von Axel Beer im Zug nach Bologna, Sommer 1978
  • cahn.1563806200.txt.gz
  • Zuletzt geändert: 2019/07/22 16:36
  • von mb