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-Peter Bernard, ein guter Geiger und den Zeitgenossen als „grosser Liebhaber und Kenner der Kunst“ (AmZ Nr. 3, 16. Okt. 1799, Sp. 42) bekannt, war Begründer eines privaten Streichquartetts und hielt „zu seinem Vergnügen selbst eine Kapelle“ (ebd.), die in dem gemeinsam mit dem Fabrikanten Jean George d’Orville um 1775 begonnenen „Bernard-d’Orvilleschen Herrenhaus“ (heute Büsing-Palais in Offenbach) regelmäßig öffentliche Konzerte veranstaltete;​ sie fanden während der Sommermonate im Freien statt. Leiter des Orchesters war u. a. [[fraenzl|Ferdinand Fränzl]] (1794–1799),​ und zu den Mitgliedern zählten zeitweilig [[arnoldj|Johann Gottfried Arnold]], [[hoffmann|Philipp Carl Hoffmann]] ​und August Daniel →Mangold. Auf Initiative Bernards wurde 1791 ein „Comödienhaus“ errichtet (später Fürstlich-Isenburgisches Schauspielhaus),​ und 1798 folgte ein „Musikerhaus“,​ in dem Orchestermitglieder mietfrei wohnen konnten. Gegen Ende des Jahres 1799 wurde als Folge beträchtlicher Verluste, die die Firma erlitten hatte, „die vortreffliche,​ ganz aus Konzertisten bestehende Kapelle […] aufgelöst“ (AmZ Nr. 13, 25. Dez. 1799, Sp. 239). Für 1803 sind wieder Konzerte nachgewiesen,​ doch erfährt man aus einem Brief Friedrich Heinrich Himmels vom 10. Mai des Jahres, „daß Herr Bernard sein schönes Orchester auseinander gehen zu lassen gezwungen ist.“ Eine enge Freundschaft verband Bernard mit der Familie [[andre|André]],​ die den Erfolg ihres Verlages zu einem guten Teil den musikalischen Aktivitäten Bernards zu verdanken hatte. Widmungen erhielt Bernard u. a. von „seinem Freunde“ Johann André (//​Lenore//,​ 1775) und Franz Krommer (//​Sinfonie//​ op. 40, 1803).+Peter Bernard, ein guter Geiger und den Zeitgenossen als „grosser Liebhaber und Kenner der Kunst“ (AmZ Nr. 3, 16. Okt. 1799, Sp. 42) bekannt, war Begründer eines privaten Streichquartetts und hielt „zu seinem Vergnügen selbst eine Kapelle“ (ebd.), die in dem gemeinsam mit dem Fabrikanten Jean George d’Orville um 1775 begonnenen „Bernard-d’Orvilleschen Herrenhaus“ (heute Büsing-Palais in Offenbach) regelmäßig öffentliche Konzerte veranstaltete;​ sie fanden während der Sommermonate im Freien statt. Leiter des Orchesters war u. a. [[fraenzl|Ferdinand Fränzl]] (1794–1799),​ und zu den Mitgliedern zählten zeitweilig [[arnoldj|Johann Gottfried Arnold]], [[hoffmann|Philipp Carl Hoffmann]]August Daniel →Mangold ​und Friedrich Eugen Thurner. Auf Initiative Bernards wurde 1791 ein „Comödienhaus“ errichtet (später Fürstlich-Isenburgisches Schauspielhaus),​ und 1798 folgte ein „Musikerhaus“,​ in dem Orchestermitglieder mietfrei wohnen konnten. Gegen Ende des Jahres 1799 wurde als Folge beträchtlicher Verluste, die die Firma erlitten hatte, „die vortreffliche,​ ganz aus Konzertisten bestehende Kapelle […] aufgelöst“ (AmZ Nr. 13, 25. Dez. 1799, Sp. 239). Für 1803 sind wieder Konzerte nachgewiesen,​ doch erfährt man aus einem Brief Friedrich Heinrich Himmels vom 10. Mai des Jahres, „daß Herr Bernard sein schönes Orchester auseinander gehen zu lassen gezwungen ist.“ Eine enge Freundschaft verband Bernard mit der Familie [[andre|André]],​ die den Erfolg ihres Verlages zu einem guten Teil den musikalischen Aktivitäten Bernards zu verdanken hatte. Widmungen erhielt Bernard u. a. von „seinem Freunde“ Johann André (//​Lenore//,​ 1775) und Franz Krommer (//​Sinfonie//​ op. 40, 1803).
  
 **Quellen** — Brief Fränzls an Johann Anton André, Offenbach 24. Juni 1795; Korrespondenz zwischen André und dem Hause Bernard 1803–1805 (D-OF) <> Brief Himmels an Unbekannt, Potsdam 10. Mai 1803 (D-HEu) <> AmZ (s. Register; ein kurzer Nekrolog in Nr. 36, 5. Juni 1805, Sp. 583–584) <> Mitteilungen von Frau Lydia Gesenhus, Kulturamt Offenbach **Quellen** — Brief Fränzls an Johann Anton André, Offenbach 24. Juni 1795; Korrespondenz zwischen André und dem Hause Bernard 1803–1805 (D-OF) <> Brief Himmels an Unbekannt, Potsdam 10. Mai 1803 (D-HEu) <> AmZ (s. Register; ein kurzer Nekrolog in Nr. 36, 5. Juni 1805, Sp. 583–584) <> Mitteilungen von Frau Lydia Gesenhus, Kulturamt Offenbach
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