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bent [2018/08/23 22:59]
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 Bent war wohl Schüler und Nachfolger von Hans Suys in Köln. Sein ältester Tätigkeitsnachweis findet sich in Kempen am Niederrhein, wo er 1539 in der Propsteikirche eine neue Orgel (Prospekt noch in Teilen vorhanden) und 1540 ein Positiv für die St. Annenkapelle baute. Neben Arbeiten an Orgeln außerhalb des hier zu betrachtenden Gebiets baute er 1563/65 die Schwalbennestorgel für den Dom zu Mainz (es existiert eine vereinfachte Abbildung nach einem Stich). 1570 brachte er seinen Sohn Gottfried, der sich bereits zwei Jahre an der Domorgel in Mainz als fähig erwiesen hatte, als Organist ans Aschaffenburger Stift, wo er 1574 Vikar wurde und 1576 starb. Als Mitarbeiter von Bent wird 1569 ein Orgelmacher Wildhelm genannt, der eine Arbeit am Andreasstift in Worms annahm. Stilistisch gehört Veit Bent zum Kreis der Brabanter Orgelbauer mit Hauptwerk mit integriertem Pedal und Rückpositiv, Springladen, überwiegenden Principal-Stimmen, einigen Gedackten und Zungenregistern sowie schlanken fünfteilig-dreitürmigen Prospekten (Kempen, Köln). Bent war wohl Schüler und Nachfolger von Hans Suys in Köln. Sein ältester Tätigkeitsnachweis findet sich in Kempen am Niederrhein, wo er 1539 in der Propsteikirche eine neue Orgel (Prospekt noch in Teilen vorhanden) und 1540 ein Positiv für die St. Annenkapelle baute. Neben Arbeiten an Orgeln außerhalb des hier zu betrachtenden Gebiets baute er 1563/65 die Schwalbennestorgel für den Dom zu Mainz (es existiert eine vereinfachte Abbildung nach einem Stich). 1570 brachte er seinen Sohn Gottfried, der sich bereits zwei Jahre an der Domorgel in Mainz als fähig erwiesen hatte, als Organist ans Aschaffenburger Stift, wo er 1574 Vikar wurde und 1576 starb. Als Mitarbeiter von Bent wird 1569 ein Orgelmacher Wildhelm genannt, der eine Arbeit am Andreasstift in Worms annahm. Stilistisch gehört Veit Bent zum Kreis der Brabanter Orgelbauer mit Hauptwerk mit integriertem Pedal und Rückpositiv, Springladen, überwiegenden Principal-Stimmen, einigen Gedackten und Zungenregistern sowie schlanken fünfteilig-dreitürmigen Prospekten (Kempen, Köln).
  
-**Literatur** — Adam Gottron, //Die ehemalige Langhausorgel im Mainzer Dom//, in: //Mainzer Almanach// 1961, S. 123–127 <> Franz Bösken, //Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins//, Bd. 1, Mainz 1967, S. 73f. und 95f. <> Hermann Fischer, //Orgelgeschichte der Stiftskirche zu Aschaffenburg//, in: //Aschaffenburger Jahrbuch// 10 (1986), S. 137–149; 11/12 (1988), S. 173–177 <> Walter Damm, //Die Kempener Renaissance-Orgel von 1541/53//, in: //Rheinische Heimatpflege// 32 (1995), H. 4, S. 283–291.+**Literatur** — Adam Gottron, //Die ehemalige Langhausorgel im Mainzer Dom//, in: //Mainzer Almanach// 1961, S. 123–127 <> Bösken 1967, S. 73f. und 95f. <> Hermann Fischer, //Orgelgeschichte der Stiftskirche zu Aschaffenburg//, in: //Aschaffenburger Jahrbuch// 10 (1986), S. 137–149; 11/12 (1988), S. 173–177 <> Walter Damm, //Die Kempener Renaissance-Orgel von 1541/53//, in: //Rheinische Heimatpflege// 32 (1995), H. 4, S. 283–291.
  
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  • Zuletzt geändert: 2018/09/17 12:12
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