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BENDEL, JOHANN JOSEPH * Heidingsfeld 1741 | † Marktheidenfeld 1801; Orgelbauer

Bendels Lehrmeister war wohl Conrad Wehr. Nachdem er als Geselle vorübergehend bei Stumm in Rhaunen-Sulzbach tätig gewesen war, wurde er in den 1770er Jahren Mitarbeiter von Wehr in Marktheidenfeld, dessen Nachfolge er 1784 antrat. Allerdings scheint er auch eine eigene Werkstatt betrieben zu haben, da sich beider Arbeiten zeitlich überschneiden. In Bendels Prozess gegen das Stift Aschaffenburg (ab 1782) stand Wehr wohlwollend auf seiner Seite. Bendel lebte in ärmlichen Verhältnissen, war verheiratet und hatte einen Sohn Martin, der nach 1801 die Tätigkeit des Vaters einige Jahre fortsetzte. Im Stil sind seine Werke mit denen von Conrad Wehr identisch, der mit seiner Dispositions- und Prospektgestaltung der Würzburger Schule angehört.

Werke — 1777 Hausen/Arnstein I/8 (Prospekt erhalten), 1780 Urphar I/9 (erhalten), 1780 Burghausen I/14, 1782 Aschaffenburg, Stift (Umbau, unvollendet), 1783 Sulzdorf I/12 (verändert erhalten), 1784 Reicholzheim, 1795 Erbshausen-Sulzwiesen

Literatur — Ernst Fritz Schmid, Musik am Hofe der Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1720–1750), Würzburg 1953 (= Mainfränkische Hefte 16) <> Hermann Fischer, Der mainfränkische Orgelbau bis zur Säkularisation, in: Acta Organologica 2, 1968, S. 101–204 <> Ders., Orgelgeschichte der Stiftskirche zu Aschaffenburg, in: Aschaffenburger Jahrbuch 10 (1986), S. 164–174 <> Fischer/Wohnhaas 1994


Hermann Fischer

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  • Zuletzt geändert: 2018/09/16 10:28
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